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Älterer Herr nach Impfung © Jacob Lund
Älterer Herr nach Impfung © Jacob Lund

Impfung gegen Influenza (Grippeimpfung)

Die Virusgrippe (Influenza) ist eine hochansteckende Erkrankung mit oft schwerem Verlauf – vor allem bei gefährdeten Personen. Das Influenzavirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Symptome sind unterschiedlich, wobei der Erkrankungsverlauf von den Eigenschaften des Virustypen und der erkrankten Person abhängt.

Influenza-Epidemien treten nahezu jährlich während der Herbst- und Wintermonate auf. Bei einer „Grippewelle“ stecken sich etwa fünf  bis 15 Prozent der Bevölkerung mit dem Influenzavirus an. Kinder sind an der Verbreitung von Grippeviren besonders beteiligt. Während einer „Grippewelle“ sind schwere Verläufe in allen Altersgruppen möglich.

Krankheitsverlauf und mögliche Folgen

Typisch für die Virusgrippe sind ein starkes Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und oft trockener Husten. Es gibt aber auch Verläufe, die mit starkem Schnupfen oder mit Durchfall, Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Selten nimmt die Grippe einen schweren Verlauf und führt zu Komplikationen. 

Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen sind für schwere Verläufe besonders gefährdet. Auch bei Schwangeren und Personen mit bestehenden Erkrankungen (z.B. chronischen Lungen-, Herz-, Kreislauferkrankungen, neurologischen Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und Immundefekten) besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen aufgrund einer Grippeerkrankung. Mit starken jährlichen Schwankungen beträgt die Mortalität von Influenza in Österreich im Durchschnitt über 15 Fälle pro 100.000 Personen, das sind insgesamt über 1.000 Todesfälle pro Jahr.Weitere Informationen finden Sie unter Influenza (Grippe).

Die Grippe-Impfung

Der beste Zeitpunkt für die jährliche Grippeimpfung beginnt Ende Oktober/Mitte November. Sie kann aber auch zu jedem früheren sowie späteren Zeitpunkt, auch während bereits Grippefälle auftreten, durchgeführt werden.

Kinderimpfung

Die Influenzaimpfung ist für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen und in der Saison 2020/21 erstmals für Kinder vom vollendeten 6. Lebensmonat bis zum vollendeten 15. Lebensjahr im kostenfreien Impfprogramm enthalten. Ab dem vollendeten 24. Lebensmonat ist dazu der nasale Lebendimpfstoff (Nasenspray) im Rahmen des kostenfreien Kinderimpfprogramms zugelassen. Dieser zeigt eine verstärkte immunologische Wirkung sowie eine bessere Impfbereitschaft im Vergleich zur Spritze.

Bei der erstmaligen Impfung von Kindern bis zum vollendeten 8. bis 9. Lebensjahr (abhängig vom Impfstoff), sollen (bei ausreichender Impfstoffverfügbarkeit) zwei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen gegeben werden. Danach ist auch in dieser Altersgruppe  wie bei älteren Kindern und Jugendlichen – eine Impfung jährlich ausreichend.

Erwachsenenimpfung

Die Grippeimpfung ist für alle Erwachsenen empfohlen. Besonders empfohlen ist sie für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, chronisch Kranke, Personengruppen mit anderen Risikofaktoren sowie Personal im Gesundheitswesen und in der Altenpflege. Zuschüsse oder kostenfreie Impfungen gibt es bei einzelnen Arbeitgebern.

Eine einmalige Impfung pro Jahr ist ausreichend. Zur Impfstoffauswahl wird entsprechend der zu erwartenden      Virussituation jährlich eine eigene Empfehlung des Nationalen Impfgremiums herausgegeben. Die Impfung gegen Influenza ist auch während der Influenza-Saison noch sinnvoll, solange der Impfling noch nicht angesteckt worden ist bzw. selbst noch keine Krankheitszeichen aufweist.

Jährliche Auffrischung

Da sich die Influenzaviren ständig verändern, muss der Grippeimpfstoff jedes Jahr neu verabreicht werden, damit ein ausreichender Schutz gegen die veränderten Formen der Viren gewährleistet ist. Da nicht vorhersehbar ist, welche Stämme in Österreich in der jeweiligen Situation tatsächlich vorherrschen werden, ist eine Vorhersage der Schutzwirkung der Grippeimpfung vor der Saison nicht möglich.

Gesamt gesehen sind Geimpfte gegenüber Nicht-Geimpften jedoch jedenfalls im Vorteil. Sollten Geimpfte ausnahmsweise trotzdem erkranken:

  • Verläuft die Erkrankung zumeist milder und kürzer,
  • erleiden sie weniger häufig schwere Krankheitsfolgen
  • und benötigen seltener einen Krankenhausaufenthalt.

Die Impfung selbst ist im Allgemeinen gut verträglich. Ein Schutz vor Erkältungskrankheiten  und grippalen Infekten durch andere Virusinfektionen besteht jedoch nicht. 

Ausführliche Informationen zu Influenza erhalten Sie unter Grippaler Infekt & Grippe.    

Quelle: Impfplan Österreich 2021

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