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Influenza-Virus © Feydzhet Shabanov

Impfung gegen Influenza (Virusgrippe)

Influenza ist eine hochansteckende Erkrankung der Atemwege mit schwerem Verlauf – vor allem bei gefährdeten Personen (z.B. Kinder, ältere Personen, chronisch Kranke, Schwangere). Das Influenzavirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Symptomatik ist unterschiedlich, wobei der Erkrankungsverlauf von verschiedenen Charakteristika abhängt.

Typisch ist für die Virusgrippe starkes Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Muskelschmerzen, bohrenden Kopfschmerz, starke Halsschmerzen und oft schmerzhafter Husten. Es gibt aber auch Verläufe, die mit starkem Schnupfen einhergehen oder mit Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Influenza-Epidemien treten nahezu jährlich während der Herbst- und Wintermonaten auf und betreffen etwa fünf bis 15 Prozent der Bevölkerung. Besonders bei älteren Menschen kann die Grippe zu lebensbedrohlichen Komplikationen – wie beispielsweise Lungenentzündung – führen. Die Impfung ist jährlich empfohlen, besonders z.B. für Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr, Personen mit chronischen Erkrankungen, Schwangeren und für Kontaktpersonen jener Menschen, die ein besonderes Risiko für schwere Erkrankungsverläufe haben. So zum Beispiel das  Gesundheitspersonal oder Menschen im Umfeld von Neugeborenen. 

Die Impfung

  • Kinderimpfung: Die Influenzaimpfung ist nicht im kostenfreien Impfprogramm enthalten. Besonders empfohlen ist die Impfung für Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat. Zur Influenzaimpfung von Kindern und Jugendlichen wird ein tetravalenter Impfstoff (inaktiviert oder lebend) empfohlen.
  • Erwachsenenimpfung: Die Impfung soll wegen der hohen Mutationsrate des Virus jährlich (am besten vor, aber auch noch während der Grippewelle) erfolgen, besonders bei Personen mit erhöhtem Risiko (Zuschüsse oder kostenfreie Impfungen gibt es bei einzelnen Arbeitgebern).

Hinweis Da sich die Influenzaviren ständig verändern, muss der Influenzaimpfstoff jedes Jahr neu verabreicht werden, damit ein ausreichender Schutz gegen die veränderten Formen der Viren gewährleistet ist. Die Impfung selbst ist im Allgemeinen gut verträglich. Ein Schutz vor Erkältungskrankheiten  und grippalen Infekten durch andere Virusinfektionen besteht jedoch nicht.

Impfschema

  • Kinder: Kinder bis 36 Monate erhalten bei Verwendung eines Totimpfstoffs eine halbe Erwachsenendosis bzw. einen Kinderimpfstoff. Bei der erstmaligen Impfung von Kindern bis zum vollendeten 8. bis 9. Lebensjahr sollen zwei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen gegeben werden. Danach ist auch in dieser Altersgruppe  wie bei älteren Kindern und Jugendlichen – eine Impfung jährlich ausreichend.
  • Für Erwachsene ist eine einmalige Impfung pro Jahr ausreichend. Die Impfung gegen Influenza ist auch während der Influenza-Saison noch sinnvoll, solange der Impfling noch nicht angesteckt worden ist bzw. selbst noch keine Krankheitszeichen aufweist.

Die detaillierten Impfschemata für unterschiedliche Alters- bzw. Zielgruppen finden Sie in der Stellungnahme des Nationalen Impfgremiums „Empfehlung Influenza-Impfung („Grippeimpfung“). Saison 2018/2019“(Stand: Oktober 2018). 

Ausführliche Informationen zu Influenza erhalten Sie unter Grippaler Infekt & Grippe.    

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