Impfung gegen Herpes zoster (Gürtelrose)

Herpes zoster (Gürtelrose) ist eine Viruserkrankung, die bei Menschen auftritt, die zuvor an Windpocken erkrankt sind. Das Windpocken-Virus (Varicella-zoster-Virus) kann im Körper jahrelang überleben. Wird es reaktiviert, entsteht eine Gürtelrose. Die Häufigkeit der Gürtelrose nimmt mit dem Alter zu (ca. 50 Prozent der Erkrankungsfälle treten in der Altersgruppe über 50 Jahre auf).

Krankheitsverlauf und mögliche Folgen

Eine Übertragung kann auch von Mensch zu Mensch erfolgen, am häufigsten geschieht dies durch Kontakt mit dem infektiösen Bläscheninhalt. Als Komplikationen treten oft monatelang andauernde, heftige Schmerzzustände auf. Weitere mögliche Komplikationen sind bakterielle Superinfektionen sowie eine Beteiligung von Augen oder zentralem Nervensystem. Außerdem gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von Herzinfarkten oder Schlaganfällen bei Patientinnen und Patienten mit einer Herpes-zoster-Infektion.

Die Herpes zoster-Impfung

Die Impfung gegen Herpes Zoster ist nicht für Kinder zugelassen und auch nicht vorgesehen!

Erwachsenenimpfung

Empfohlen ist die Impfung für alle Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr. Es ist keine Prüfung des Immunstatus vor der Impfung notwendig.

Bei bestimmten Personengruppen mit einem erhöhtem Risiko für Herpes Zoster (beispielsweise mit schweren Grunderkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen) wird die Impfung ab 18 Jahren empfohlen. Auch Personen, die bereits eine Herpes Zoster Infektion durchgemacht haben, können geimpft werden.

Derzeit sind zwei Impfstoffe zugelassen: ein Lebendimpfstoff (Zostavax) und der neue Totimpfstoff Shingrix. Empfohlen ist die Verwendung des Totimpfstoffs, aufgrund der langanhaltenden Wirksamkeit zur Vorbeugung von Herpes Zoster. Der Totimpfstoff Shingrix ist seit Herbst 2021 in Österreich erhältlich.

Der Lebendimpfstoff Zostavax verliert nach wenigen Jahren an Wirksamkeit und ist bei Immunschwäche ungeeignet. Daher wird er nicht mehr empfohlen.

Impfschema

Der Totimpfstoff wird zweimalig intramuskulär (i.m.) in einem Abstand von mindestens zwei Monaten (zwei bis sechs Monate möglich) verabreicht.Derzeit ist keine Empfehlung zur Auffrischungsimpfung verfügbar.

Quelle: Impfplan Österreich 2022

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 10. März 2022

Abgenommen durch: Redaktion Gesundheitsportal

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