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Varizella-Virus © Tatiana Shepeleva
Varizella-Virus © Tatiana Shepeleva

Impfung gegen Herpes zoster (Gürtelrose)

Herpes zoster (Gürtelrose) ist eine Viruserkrankung, die bei Menschen auftritt, die zuvor an Windpocken erkrankt sind. Das Windpocken-Virus (Varicella-zoster-Virus) kann im Körper jahrelang überleben. Wird es reaktiviert, entsteht eine Gürtelrose. Die Gürtelrose tritt meist bei älteren Menschen auf (ca. 50 Prozent der Erkrankungsfälle treten in der Altersgruppe über 50 Jahre auf). Eine Übertragung kann auch von Mensch zu Mensch erfolgen, am häufigsten geschieht dies durch Kontakt mit dem infektiösen Bläscheninhalt. 


Als Komplikationen treten oft monatelang andauernde, heftige Schmerzzustände auf. Weitere mögliche Komplikationen sind bakterielle Superinfektionen sowie eine Beteiligung von Augen oder zentralem Nervensystem. Außerdem gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von Herzinfarkten oder Schlaganfällen bei Patientinnen und Patienten mit einer Herpes-Zoster-Infektion. 

Die Impfung

  • Kinderimpfung: Die Impfung gegen Herpes Zoster (HZV) ist nicht für Kinder zugelassen und auch nicht vorgesehen.
  • Erwachsenenimpfung: Empfohlen ist die Impfung für alle Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr, die früher eine Varizellleninfektion durchgemacht haben  nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung. Aber auch Personen, die bereits eine Herpes-Zoster-Infektion durchgemacht haben, können geimpft werden.

Impfschema

Derzeit sind zwei Impfstoffe zugelassen:

  • Lebendimpfstoff Zostavax: dieser verliert nach wenigen Jahren an Wirksamkeit und ist bei Immundefizienz kontraindiziert, ist daher nicht mehr empfohlen.
  • Totimpfstoff: Shingrix: seit 2018 ist aufgrund der hohen Wirksamkeit die Verwendung von Shingrix empfohlen. Der Totimpfstoff wird zweimalig intramuskulären  (i.m.) in einem Abstand von mindestens zwei Monaten verabreicht.

Hinweis Der Totimpfstoff Shingrix ist in Österreich nicht erhältlich, kann jedoch über österreichische Apotheken aus dem EU-Ausland bezogen werden.


Hier erhalten Sie ausführliche Informationen zu Gürtelrose.

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