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Symbolfoto Impfungen © Manuel Findeis

Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder

Impfungen sind die wirksamste Maßnahme, um Infektionskrankheiten vorzubeugen. Der Impfkalender des österreichischen Impfplans für Säuglinge und Kleinkinder gibt einen Überblick über die empfohlenen Schutzimpfungen. Um die Zahl der Injektionen möglichst gering zu halten, werden meist Kombinationsimpfstoffe angeboten. Der Zeitpunkt der empfohlenen Impfungen wird in Lebensmonaten und -jahren angegeben. Die Impfungen sollten zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen . . .

Impfkalender für Säuglinge und Kleinkinder

Hier finden Sie eine Übersicht des Impfkalenders für Säuglinge, Klein- und Schulkinder im Rahmen des kostenfreien Kinderimpfprogramms. Ziel des kostenfreien Impfprogramms ist es, allen in Österreich lebenden Kindern bis zum vollendeten 15. Lebensjahr Zugang zu den für die öffentliche Gesundheit wichtigen Impfungen zu ermöglichen, ohne dass dafür den Erziehungsberechtigten Kosten erwachsen.

Ausführliche Informationen zu allen empfohlenen Impfungen finden Sie imösterreichischen Impfplan 2017. Im Tabellenteil finden Sie "allgemein empfohlene Impfungen“ inklusive Empfehlungen für Nachhol-Impfungen, und einen allgemeinen Teil.

Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder

Impfungen fördern die Abwehrreaktion des Immunsystems. Der Körper entwickelt durch sie Antikörper gegen gefährliche Krankheitserreger. Kinder sollten möglichst nach den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums  geimpft werden.

Um den Stressfaktor für Säuglinge und Kleinkinder möglichst gering zu halten, gibt es so genannte Kombinationsimpfstoffe. Durch diese wird das Kind gegen mehrere Krankheiten gleichzeitig geimpft. Die Impfungen werden dann im Impfpass des Kindes vermerkt.

Da Impfungen freiwillig durchgeführt werden, entscheiden die Eltern, ob, wann und wogegen ihr Kind geimpft werden soll. Die im österreichischen Impfplan vorgesehenen Impftermine und Impfungen sind Empfehlungen. Wird aus irgendeinem Grund ein Termin versäumt, kann jede Impfung nachgeholt werden.

Hinweis Laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll jeder Arztbesuch dazu genutzt werden, zu prüfen, ob die empfohlenen Impfungen durchgeführt worden sind, und - wo notwendig (d.h. unabhängig davon, wie lange das empfohlene Impfintervall überschritten wurde) - fehlende Impfungen nachzuholen.

Weitere Informationen zum aktuellen Impfplan finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen.

Welche Zeitabstände sind zwischen den Impfungen einzuhalten

Unterschiedliche Lebendimpfstoffe können meist gleichzeitig verabreicht werden, allerdings an verschiedenen Injektionsstellen. Werden sie nicht zeitgleich gegeben, wird ein Mindestabstand von vier Wochen empfohlen. Totimpfstoffe können ebenfalls gleichzeitig verabreicht werden. Es muss meist kein Zeitabstand zwischen verschiedenen Totimpfstoffen beachtet werden, ebenso zwischen Tot- und Lebendimpfstoffen.

Wird der empfohlene Impfzeitpunkt versäumt, sollte jede Impfung zum ehestmöglichen Termin nachgeholt werden. Dies gilt allerdings nicht für die meisten Reiseimpfungen oder Impfungen mit definierten Alterslimits.

Es gibt keine unzulässig großen Abstände nach erfolgter Grundimmunisierung (mit mindestens zwei Impfungen im korrekten Intervall) bei Impfstoffen mit Zusatzstoffen (Adjuvantien). Auch eine für viele Jahre unterbrochene Grundimmunisierung muss nicht neu begonnen werden. Allerdings sollten Personen, welche schon länger als 20 Jahre die allgemein empfohlenen Impfungen gegen Diphtherie und Tetanus nicht erhalten haben, bei Wiedereinstieg in das empfohlene Schema eine Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und ev. Kinderlähmung erhalten, gefolgt von einer Diphtherie-Tetanus-Impfung im Abstand von 1-2 Monaten (siehe Erläuterungen zu diesen Impfungen im österreichischen Impfplan).

Vor welchen Krankheiten schützen Impfungen?

Aufklärungspflicht bei Schutzimpfungen

In Österreich gibt es keine Impfpflicht. Die Entscheidung, ob jemand geimpft werden möchte oder nicht, liegt bei jedem Selbst oder bei der Person, die mit der Pflege und Erziehung betraut ist. Um eine Entscheidungsfindung für oder gegen eine Impfung erlangen zu können, bedarf es Information und Aufklärung durch die Ärztin/den Arzt. Nähere Informationen erhalten Sie unter Impfen: Information & Aufklärung.

Wo kann ich mein Kind impfen lassen?

  • Niedergelassene Kinderärztin und niedergelassener Kinderarzt
  • Niedergelassene Ärztin und niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin
  • Impfstellen der Bundesländer
  • Gesundheitszentren der Sozialversicherung

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für durch das  kostenfreie österreichische Impfprogramm abgedeckte Impfungen werden gemeinsam von Bund, Ländern und Sozialversicherung übernommen. Hier erhalten Sie Informationen zum kostenlosen Kinderimpfkonzept.

Hilfreiche Baby-App

Help4Baby begleitet werdende Eltern vom ersten Tag der Schwangerschaft an. Mit Eingabe des errechneten Geburtstermins und dem Tag der ärztlichen Erfassung der Schwangerschaft erstellt die App automatisch wichtige Termine. Sie erinnert aktiv an Termine für Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen oder an geburtsbedingte Behördengänge. Die wichtigsten Erstinformationen zum Termin werden mitgeliefert. Durch eine Verknüpfung können weiterführende Informationen auf help.gv.at nachgelesen werden. Es ist möglich, alle Termine von der App direkt in den persönlichen Kalender des Mobiltelefons zu übernehmen. Raum für eigene Notizen sowie eine Liste der wichtigsten Notfallrufnummern ergänzen das Angebot.

Hinweis Die Help4Baby App wurde für die Betriebssysteme iOS und Android entwickelt und steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Alle in die App eingetragenen persönlichen Angaben bleiben ausschließlich auf dem Mobiltelefon gespeichert.

Ausführliche Informationen zur App erhalten Sie unter HELP4Baby.


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