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Arzt schient Handgelenk © sunnychicka

Speichenbruch im Handgelenk

Der Speichenbruch im Handgelenkbereich, die sogenannte „distale Radiusfraktur an typischer Stelle“, ist der häufigste Knochenbruch überhaupt, nicht nur beim Sport. Entstehungsursache ist ein Sturz auf die ausgestreckte oder – seltener – gebeugte Hand. Bei seitlicher Betrachtung ist typischerweise eine Gabelstellung durch eine Abkippung zur Handrückenseite zu erkennen . . .

Ursache & Vorbeugung

Die häufigste Ursache ist ein Sturz auf die ausgestreckte oder (seltener) gebeugte Hand.

Vorgebeugt werden kann durch: guter Trainingszustand, adäquate Technik, sportartspezifische Schutzausrüstung. Beispielsweise reduzieren Handgelenkprotektoren im Snowboardhandschuh bzw. für Inline-Skater das Verletzungsrisiko um den Faktor zehn.

Symptome & Diagnose

Es kommt zu Schmerzen im Bereich des Handgelenks, auch bei unverschobenen Brüchen. Meistens besteht eine deutliche Schwellung, bei einer Verschiebung der Fraktur außerdem eine Fehlstellung mit Deformierung des Handgelenks. Die Beweglichkeit im Handgelenk ist eingeschränkt, manchmal ist bei Bewegungen ein Knochenreiben zu hören.

Typisch ist – bei seitlicher Betrachtung – die sogenannte Gabelstellung durch eine Abkippung zur Handrückenseite. Die Röntgenuntersuchung sichert die Diagnose. Daneben sind mögliche Begleitverletzungen festzustellen.

Therapie

Es gibt verschiedene Methoden, den Speichenbruch im Handgelenkbereich zu behandeln. Kein Verfahren ist unter Fachleuten allgemein akzeptiert. Bei unverschobenen Brüchen dominiert die konservative Behandung mit vier- bis sechswöchiger Ruhigstellung im Gips- oder Kunststoffverband. Bei verschobenen Brüchen wird operiert, wobei die natürliche Stellung der gebrochenen Knochen hergestellt werden sollte. Anschließend erfolgt eine Stabilisierung.

Nur bei unkompliziertem Verlauf besteht nach etwa drei bis vier Monaten die Belastbarkeit für „manuelle“ Sportarten. Allerdings ist der Speichenbruch im Handgelenkbereich eine Problemfraktur. Bei 20 bis 30 Prozent der Verletzten resultiert leider – nicht selten auch bei fachgerechter Behandlung – eine unbefriedigende Ausheilung mit Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Kraftminderung, Schwellung und Handgelenkdeformation.
  

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