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Geldscheine mit Tabletten und Spritze © Karin Jähne
Geldscheine mit Tabletten und Spritze © Karin Jähne

Was kostet der Spitalsaufenthalt?

Die Sozialversicherung und das jeweilige Bundesland übernehmen die medizinischen Kosten, die während Ihres stationären Aufenthalts anfallen. Je nach Bundesland beträgt der Anteil der Sozialversicherung an den Spitalskosten etwa 40 bis 50 Prozent. Neben den medizinischen Ausgaben entstehen für den Spitalsträger (Land, Bund, Gemeinde oder Orden) auch Kosten für die Verpflegung. Sozialversicherte Patientinnen/Patienten der allgemeinen Gebührenklasse müssen pro Pflegetag dafür einen Kostenbeitrag leisten. Der Spitalskostenbeitrag (Verpflegskostenbeitrag) ist in jedem Bundesland unterschiedlich hoch. 

Die Höhe ist für Landesgesundheitsfonds finanzierte (gemeinnützige, private und öffentliche) Krankenhäuser pro Bundesland einheitlich festgelegt. Dieser Betrag ist unabhängig von der jeweiligen Sozialversicherung und am Tage der Entlassung bar direkt im Spital (manchmal auch per Bankomatkarte möglich) zu bezahlen. Gesetzlich geregelt ist, dass der Kostenbeitrag in einem Kalenderjahr für maximal 28 Tage eingehoben wird. Ab dem 29. Tag trägt die Sozialversicherung die Kosten zur Gänze. Ob die 28-Tage-Frist von den Spitälern ausgeschöpft wird, bleibt diesen überlassen.

Es besteht auch die Möglichkeit, als Begleitperson im Krankenhaus aufgenommen zu werden. Hierfür werden pro Tag von den Krankenhäusern festgelegte Tarife in Rechnung gestellt. Auch eventuell konsumiertes Essen ist kostenpflichtig.

Keinen Selbstbehalt heben die Spitalsträger u.a. ein: 

  • nach dem 28. Tag des Krankenhausaufenthalts im Kalenderjahr,
  • von Patientinnen und Patienten, die von der Rezeptgebühr befreit sind (nicht aber bei Überschreiten der Rezeptgebührenobergrenze); diese Ausnahme gilt nicht für mitversicherte Angehörige, 
  • bei Organspenden;

Es gibt jedoch auch Behandlungen im Spital, die von der Sozialversicherung nicht bezahlt werden. Dazu gehören solche, die nicht als Heilbehandlungen gelten – wie etwa Schönheitsoperationen, Schwangerschaftsabbruch oder Sterilisation ohne medizinische Notwendigkeit.

Bei manchen Therapien müssen gewisse Kriterien erfüllt sein, damit eine Kostenübernahme durch die Sozialversicherung erfolgen kann. Dazu gehört beispielsweise das Einsetzen eines Magenbandes gegen Fettsucht (Adipositas).

Wo finde ich Informationen zu Kostenbeiträgen?

Informationen zu Kostenbeiträgen und Selbstbehalten im Rahmen eines Spitalsaufenthaltes erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger. Eine Liste aller Sozialversicherungsträger Österreichs finden sie unter: Sozialversicherungsträger in Österreich

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