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Knöchelbruch

Ein Knöchelbruch ist ein Bruch im Bereich des Sprunggelenks, meist am Außenknöchel. Ursachen sind oft Unfälle beim Sport oder im Alltag, z.B. Umknicken mit dem Fuß oder Stürze. Typische Symptome sind starke Schmerzen, Schwellung, Bluterguss am Knöchel sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit. Die Behandlung reicht von Ruhigstellung des betroffenen Fußes mit Schiene oder Gips bis hin zur Operation bei komplizierten Brüchen. Die Heilung dauert oft mehrere Wochen bis Monate, eine Physiotherapie unterstützt dabei.

Was ist ein Knöchelbruch?

Bei einem Knöchelbruch ist ein Knochen im Sprunggelenk des Fußes gebrochen. Meist ist der obere Teil des Sprunggelenks betroffen. Das Sprunggelenk besteht aus mehreren knöchernen Anteilen, u.a. Bereiche des Schienbeins und des Wadenbeins sowie das Sprungbein. Es gibt verschiedene Arten von Knöchelbrüchen – je nachdem wo der Knochen gebrochen ist und wie stark. Möglich sind dabei u.a. isolierte Brüche am Außenknöchel oder kombinierte Brüche von Außen- und Innenknöchel. Es kann auch sein, dass Teile des Schienbeins oder Wadenbeins gebrochen sind. Am häufigsten ist ein Knöchelbruch am Außenknöchel.

Darstellung innerer und äußerer Knöchelbruch
© marga

Bei einem schweren Knöchelbruch können umliegende Gewebe und Strukturen wie u.a. Gefäße, Muskeln, Bänder, Knorpel, Sehnen oder Nerven beschädigt werden.

Fachleute bezeichnen einen Knöchelbruch auch als Sprunggelenksfraktur oder Malleolarfraktur.

Ein Knöchelbruch ist der häufigste Knochenbruch an den Beinen. Unter jungen Erwachsenen erleiden mehr Männer als Frauen Knöchelbrüche. Ab einem Lebensalter von 50 Jahren sind Knöchelbrüche unter Frauen deutlich häufiger.

Welche Ursachen hat ein Knöchelbruch?

Ein Knöchelbruch passiert häufig beim Sport, aber auch bei anderen Freizeit- oder Alltagsaktivitäten. Etwa durch:

  • übermäßiges Verdrehen des Knöchels, z.B. durch Ausrutschen, Sturz,
  • Umknicken des Knöchels, auch: Überknöcheln,
  • einen Sturz oder Sprung aus der Höhe,
  • einen Verkehrsunfall.

Welche Symptome können bei einem Knöchelbruch auftreten?

Zu den Symptomen zählen:

  • Schmerzen, Schwellung sowie Bluterguss am Knöchel,
  • Bewegungseinschränkung des Sprunggelenks,
  • starke Schmerzen bei Belastung,
  • Taubheitsgefühl an der betroffenen Stelle,
  • eventuell Fehlstellung des Fußes.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer schweren Knöchelverletzung

Bis zur ärztlichen Versorgung durch die Rettung (144) ist es wichtig, den Fuß ruhigzustellen und das Bein hochzulegen. Zusätzlich kann die betroffene Stelle gekühlt werden, um die Schmerzen zu lindern. Zur Kühlung wird ein Kühlbeutel oder ein anderer kühler Gegenstand auf die Stelle gehalten. Achtung: Eis darf nicht direkt auf die Haut gelegt werden! Wickeln Sie es z.B. in Tücher.

Bei einem offenen Knochenbruch kann es notwendig sein, die Wunde vorsichtig zu versorgen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Erste Hilfe: Wunden und unter Knochenbrüche.

Wie erfolgt die Diagnose?

Zuerst fragt die Ärztin oder der Arzt, wie die Verletzung passiert ist und welche Beschwerden und Schmerzen bestehen. Auch nach früheren Beschwerden wird gefragt. Dann werden der Fuß und das Bein genau untersucht:

  • Gibt es eine Schwellung oder Blutergüsse am Fuß?
  • Tut es weh, wenn man auf die Stelle drückt?
  • Wie gut lässt sich der Fuß bewegen?
  • Wie stabil ist der Fuß?

Diese körperliche Untersuchung hilft festzustellen, ob der Knöchel gebrochen ist. Bei einem Verdacht auf einen Knöchelbruch ist eine Röntgenuntersuchung erforderlich, um die genaue Lage und das Ausmaß der Verletzung festzustellen.

Manchmal sind weitere Untersuchungen nötig, z.B. mit einer MRT oder CT. Die Ärztin oder der Arzt klärt über die jeweilige Diagnosemethode auf.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Die Behandlung eines Knöchelbruchs hängt u.a. von der Art, der Lage und dem Schweregrad des Knochenbruchs ab. Häufig heilt dieser auch ohne Operation. Die Ärztin oder der Arzt informiert zu den Behandlungsmöglichkeiten, deren Nutzen sowie Risiken.

Ruhigstellen und schonen

Einfache Knöchelbrüche können durch Ruhigstellen und Schonen ausheilen. Dazu wird der Fuß für bis zu sechs Wochen mit einem Gehstiefel oder einer Schiene stabilisiert oder einem kurzen Gips ruhiggestellt. In den ersten Tagen nach der Verletzung soll der Fuß über Herzhöhe hochgelagert werden. Wenn möglich, sollte die betroffene Stelle auch gekühlt werden. Krücken beim Gehen entlasten das betroffene Bein. Ergänzend kann die Ärztin oder der Arzt schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente verschreiben.

Bei längerem Ruhigstellen des Fußes durch Schiene oder Gips kann die Ärztin oder der Arzt eine Thromboseprophylaxe empfehlen.

Operation

Bei schweren Brüchen, z.B. wenn der Knochen verrutscht oder mehrere Teile betroffen sind, ist meist eine zeitnahe Operation nötig. Die Ärztin oder der Arzt informiert über die Vorteile einer Operation gegenüber einer konservativen Behandlung und mögliche Risiken. Bei einer Operation werden die gebrochenen Knochenteile wieder in die richtige Position gebracht und mit Schrauben, Stiften oder Platten stabilisiert – das nennt man Osteosynthese. Danach wird der Knöchel mit einem kurzen Gips bis zu sechs Wochen lang ruhiggestellt. Krücken beim Gehen entlasten das betroffene Bein.

Heilungsverlauf bei einem Knöchelbruch

Der Heilungsverlauf eines Knöchelbruchs hängt vom genauen Ort und Schwergrad des Bruchs ab. Die meisten Knöchelbrüche heilen innerhalb einiger Wochen bis Monate: Eine normale Belastung beim Sport ist erst nach ca. drei bis vier Monaten wieder möglich. Bei Kindern heilt ein Knöchelbruch in der Regel schneller ab als bei Erwachsenen. Die Ärztin oder der Arzt informiert die Betroffenen über den Verlauf der Heilung und wann der Knöchel wieder normal in Beruf, Alltag und Freizeit belastet werden kann.

Wie erfolgt die Nachsorge?

In Untersuchungen nach der Akutbehandlung bzw. Operation kontrolliert die Ärztin oder der Arzt den Verlauf der Heilung. Dabei sind weitere Röntgenkontrollen möglich. Die Ärztin oder der Arzt verordnet in der Regel eine Physiotherapie.

Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine frühe Belastung des betroffenen Knöchels nach einer Operation Vorteile für den Heilungsprozess bringen kann.

Physiotherapie

Eine Physiotherapie unterstützt dabei, die Beweglichkeit und Stabilität des Knöchels wiederherzustellen. Die Physiotherapeutin oder der Physiotherapeut leitet die Betroffene oder den Betroffenen dabei an, um die Übungen auch selbstständig zu Hause korrekt durchführen zu können.

Welche Komplikationen können auftreten?

Das Sprunggelenk kann nach einem Knöchelbruch weniger stabil sein, oder es ist nicht mehr so beweglich wie gewohnt. Auch chronische Schmerzen im Knöchel sind möglich. Langfristig besteht ein erhöhtes Risiko für eine Arthrose.

Wohin kann ich mich wenden?

Besteht der akute Verdacht auf einen Bruch im Sprunggelenk rufen Sie die Rettung unter der Telefonnummer 144.

Bei Schmerzen in Fuß oder Sprunggelenk können Sie sich an folgende Stellen wenden:

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

sowie über den Online-Ratgeber Kostenerstattung der Sozialversicherung.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Ao. Univ. Prof. Dr. Christian Gäbler, Facharzt für Unfallchirurgie, Zusatzfach Unfallchirurgie (Sporttraumatologie)

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