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Schmerzen im Ellenbogen © glisic_albina

Ellenbogenluxation

Die Ellenbogenluxation ist eine vollständige Ausrenkung des Ellenbogengelenks zwischen dem Oberarmknochen und den beiden Unterarmknochen Speiche und Elle. Zusätzlich werden häufig Seitenbänder, Nerven oder Knochen verletzt. Sie ist mit einer Häufigkeit von etwa 20 Prozent die zweithäufigste Auskugelung eines großen Gelenks (nach der Schulter). 

Ursachen & Vorbeugung

Eine Ellenbogenluxation kann folgende Ursachen haben:

  • Stürze auf die Hand bei gebeugtem oder überstrecktem Ellenbogen, z.B. beim Turnen am Gerät
  • gewaltsame Verdrehung des Arms, z.B. bei Kampfsportarten

Einer Ellenbogenluxation kann durch vorsichtiges Verhalten bei Sportarten, die häufig zu Stürzen führen und durch ein Falltechniktraining vorgebeugt werden.

Symptome & Diagnose

Bei einer Ellenbogenluxation kommt es zu einer Fehlstellung und Bewegungseinschränkung des Ellenbogens, zu Schmerzen und Schwellungen im betroffenen Areal, seltener auch zu Taubheitsgefühl im Arm und in der Hand.

Das Ellenbogengelenk ist schmerzhaft deformiert und bewegungseingeschränkt. Selten ist eine Nervenbeteiligung mit Gefühls- oder Bewegungseinschränkungen der Hand. Im Röntgenbild zeigt sich meistens eine Verschiebung von Elle und Speiche. Meistens sind das innere Seitenband sowie die Gelenkkapsel gerissen.

Therapie

Am Unfallort erfolgt die Schienung und Ruhigstellung in einer schmerzarmen Position. Die Einrichtung (Reposition) des ausgekugelten Ellenbogengelenks sollte von einer erfahrenen Ärztin/einem erfahrenen Arzt nach Röntgendiagnostik so früh wie möglich unter angemessener Schmerzlinderung – nötigenfalls unter Narkose – erfolgen. Danach wird der Ellenbogen geschient und es erfolgt eine Röntgenuntersuchung zur Kontrolle des Behandlungsergebnisses. Je nach Befund kann zusätzlich die Durchführung einer Computer- oder Kernspintomographie erforderlich sein.

In unkomplizierten Fällen wird frühzeitig – bereits nach wenigen Tagen – mit Bewegungsübungen begonnen. Dazu wird die Schiene vorübergehend entfernt. Eine komplette Ruhigstellung ist eher die Ausnahme und nur selten für länger als drei Wochen gerechtfertigt, weil die Gefahr einer Gelenkeinsteifung besteht. Eine Operation wird notwendig, wenn die Einrenkung anders nicht möglich ist oder Begleitverletzungen dies erfordern. Bei unkompliziertem Verlauf ist eine volle Belastbarkeit nach etwa drei bis vier Monaten gegeben.
 

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