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Mann mit Schmerzen im Knie © travnikovstudio

Schleimbeutelentzündung

Verschiedene Schleimbeutel fungieren als eine Art flüssigkeitsgefüllte Polsterung, z.B. für die Kniescheibe oder verschiedene Sehnen, wenn diese über Knochenvorsprünge gleiten sollen. Gerade bei Sportlerinnen und Sportlern kann es zu Überbeanspruchungen oder Entzündungen dieser Schleimbeutel kommen, die sehr hartnäckig sein können.  

Besonders häufig kommt das iliotibiale Scheuersyndrom vor – besser bekannt als „Läuferknie“. Dieses ist auch unter Bezeichnungen wie „runner’s knee“, „runner’s leg“, „jogger’s knee“ bzw. „biker’s knee“ geläufig. Das Problem betrifft gehäuft Läuferinnen/Läufer und Radfahrerinnen/Radfahrer, seltener auch Ballsportlerinnen/Ballsportler oder Ruderinnen/Ruderer.

Ursachen & Vorbeugung

An der Außenseite des Oberschenkels findet sich eine flächige Verstärkung seiner Muskelhülle, der Tractus iliotibialis. Er verläuft als „Bahn“ bis zum seitlichen Schienbeinkopf und wird durch Muskelfasern des Faszienspanners und des großen Gesäßmuskels gespannt. Durch Reiben dieses Tractus am seitlichen Kniegelenk, genauer gesagt an einem knöchernen Vorsprung, kann es zur Ausbildung einer Schleimbeutelentzündung zwischen dem äußeren Oberschenkelknochen in diesem Bereich und dem Tractus kommen. Das Auftreten dieses Krankheitsbildes kann unter anderem durch Bein- oder Fußfehlstellungen und Laufschuhe mit besonders ausgeprägter Dämpfung begünstigt werden.

Ein geeignetes Schuhwerk und Kräftigungsübungen können einer Schleimbeutelentzündung vorbeugen. Manche Joggerinnen/Jogger, die immer ihre „Standardstrecke“ laufen, werden beschwerdefrei, wenn sie auch in umgekehrter Richtung laufen, vor allem dann, wenn es sich dabei um unebene Straßen oder Wege handelt (z.B. Laufen am Hang).

Symptome & Diagnose

Es kommt zu Schmerzen an der Knieaußenseite, insbesondere unter Belastung. Bei der sportärztlichen Untersuchung ergibt sich ein Druckschmerz an der äußeren Oberschenkelrolle mit gelegentlicher Schwellung. Beugung und Streckung des Kniegelenks ist in diesem Bereich schmerzhaft. Das Röntgenbild ist unauffällig. Die Kernspintomographie zeigt nicht immer die Schleimbeutelentzündung, wird aber durchgeführt, da ein Außenmeniskusschaden ähnliche Beschwerden verursachen kann.

Therapie

Folgende Therapiemaßnahmen können zur Anwendung kommen:

  • Sportpause für etwa drei bis vier Wochen,
  • Eiskühlung (z.B. mit Coolpacks) dreimal 15 Minuten täglich,
  • antientzündliche Medikamente (Tabletten, Salbe oder Gel),
  • Injektion homöopathischer Präparate,
  • in besonders hartnäckigen Fällen Kortisoninjektion,
  • Ultraschallbehandlung,
  • Physiotherapie,
  • Optimierung des Schuhwerkes, ev. Einsatz von Einlagen oder Ausgleich eines Beinlängenunterschieds.
  • Nur bei hartnäckigem Verlauf und Versagen der konservativen Behandlung wird eine Operation in Erwägung gezogen.
      
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