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Symbolfoto Schlüsselbeinbruch © stockdevil

Schlüsselbeinbruch

Der Schlüsselbeinbruch ist nach dem Bruch der Speiche der zweithäufigste Knochenbruch bei Erwachsenen. Er ist sehr häufig und entsteht oft durch einen Sturz auf die Schulter (z.B. beim Radfahren oder Judo), beim Ski- oder Snowboardfahren, Reiten oder im Autorennsport bei einer Kollision durch Einwirkung des Sicherheitsgurtes.   

Vorbeugung & Symptome

Einem Schlüsselbeinbruch kann man durch vorsichtiges Verhalten bei Sportarten, die häufig zu Stürzen führen bzw. durch ein Falltechniktraining vorbeugen.

Folgende Beschwerden können auftreten:

  • Schwellung und häufig auch eine Stufenbildung im Verlauf des Schlüsselbeines,
  • Schmerzen (auch Druckschmerz) über dem Schlüsselbein, Bluterguss, Bewegungseinschränkung, Fehlstellung des Armes sowie Reibegeräusche des gebrochenen Knochens.

Der betroffene Arm wird von der Patientin/dem Patienten in einer Schonhaltung nah am Körper getragen, eine eigentätige Bewegung im Schultergelenk findet nicht mehr statt.

Diagnose

Meist ist der Bruch gut sichtbar, weil er in der Mitte des Schlüsselbeins lokalisiert und verschoben ist. Bei begründetem Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch sollte in jedem Fall eine Röntgenaufnahme des Schlüsselbeines in zwei Ebenen durchgeführt werden. Wichtig ist dies zur Bestätigung der Verdachtsdiagnose, Einschätzung des Frakturausmaßes, der Frakturart und zum Planen der Therapiemaßnahmen des Schlüsselbeinbruchs. Dies ist mittels Röntgenbild gut darstellbar.

Therapie

Mehr als 90 Prozent der Schlüsselbeinfrakturen werden konservativ behandelt. Besonders häufig kommt der sogenannte Rucksackverband zum Einsatz, der für etwa drei Wochen getragen wird. Eine operative Stabilisierung mit Platten, Schrauben oder einem Nagel wird meistens bei schwereren Begleitverletzungen oder ausbleibender knöcherner Heilung erwogen. Bei ungestörtem Heilungsverlauf ist meistens spätestens nach drei bis vier Monaten eine kraftvolle sportliche Belastbarkeit wiederhergestellt. Eine operative Stabilisierung mit Platten, Schrauben oder einem Nagel wird meistens bei schwereren Begleitverletzungen oder ausbleibender knöcherner Heilung erwogen. Bei Sportlerinnen und Sportlern, die möglichst rasch wieder in das Training einsteigen wollen, ist die Operation sinnvoll, da sofort mit Physiotherapie und oft schon zwei Wochen nach der Verletzung mit vorsichtigem Training begonnen werden kann.
  

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