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HPV-Impfstoff © ursule

Gebärmutterhalskrebs: Früherkennung & Vorbeugung

Vorbeugung und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sind durchaus realistisch. Da die Entwicklung dieser Krebsart über Vorstufen (sogenannte Dysplasien) verläuft, ist eine Früherkennung inbesondere dieser Vorstufen sehr gut möglich. Außerdem lassen sich bekannte Risikofaktoren im Vorhinein oftmals vermeiden . . .

HPV-Impfung

Fast drei Viertel aller Zervixkarzinome werden durch die HP-Viren vom Typ 16 und 18 verursacht. Daher ist mittels HPV-Impfung eine wirksame Prävention möglich. Die Impfung gegen Humane Papillomaviren ist im kostenfreien Impfprogramm für Mädchen und Buben ab dem vollendeten 9. Lebensjahr bis zum vollendeten 12. Lebensjahr enthalten. Die Impfung erfolgt auch im Rahmen von Schulimpfungen (vorzugsweise in der 4. Schulklasse). An den öffentlichen Impfstellen der Bundesländer gibt es für Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr Nachhol-Impfungen zum vergünstigten Selbstkostenpreis. Der Impfstoff wird vom vollendeten 9. Lebensjahr bis zum vollendeten 15. Lebensjahr in zwei Teilimpfungen im Mindestabstand von sechs Monaten gegeben. 

Die Impfung wird auch älteren Mädchen und Buben bzw. Frauen und Männern im sexuell aktiven Alter empfohlen. Die HPV-Impfung ist vorbeugend wirksam und soll daher idealerweise vor Eintritt in das sexuell aktive Alter erfolgen. Die Impfung wird aber auch später empfohlen, da sie vor neuen Infektionen schützt. Jedoch nur gegen jene HPV-Typen, die im Impfstoff enthalten sind. Nähere Informationen finden Sie unter Impfung gegen Humane Papillomaviren.

Die Impfung scheint auch vor anderen HPV-induzierten bösartigen Neubildungen der Vulva (äußere Geschlechtsorgane der Frau), der Scheide, Anus, Penis, Kehlkopf und Oropharynx (Mundrachen) zu schützen. 

Hinweis Es ist möglich, im sexuell aktiven Alter mittels Virustypisierung festzustellen, ob bereits eine Infektion mit den oben genannten Virentypen vorliegt. Eine Impfung ist immer sinnvoll. Sie beeinflusst zwar nicht eine bestehende Infektion, schützt aber vor einer neuen.

Früherkennung durch PAP-Abstrich

Der sogenannte PAP-Abstrich ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem Zellen des Gebärmutterhalses unter dem Mikroskop auf Bösartigkeit oder Krebsvorstufen hin beurteilt werden. Dabei werden im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung Zellen von Gebärmutterhals, Muttermund und Scheide, z.B. mit einer kleinen Bürste („Cervixbrush“), gewonnen. Um den Bereich, von dem Zellen entnommen werden, gut einsehen zu können, wird die Scheide mittels Spekulum entfaltet, sodass der Muttermund gut sichtbar wird. Die Untersuchung kann als etwas unangenehm empfunden werden, verursacht aber im Normalfall keine Schmerzen. Die gewonnenen Zellen werden auf ein Glasplättchen aufgebracht und dann in ein zytologisches Labor gesendet.

Frauen sollten einmal jährlich im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung diese Untersuchung in Anspruch nehmen. Der Abstrich sollte nicht während der Regelblutung durchgeführt werden. Es können individuell auch kürzere Untersuchungszeiträume – je nach Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt – notwendig sein. Ist der PAP-Abstrich auffällig, werden Sie darüber informiert und weitere Untersuchungen in die Wege geleitet.

Hinweis Auch geimpfte Frauen sollten sich in jedem Fall einer gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung mit PAP-Abstrich unterziehen, da die derzeit vorhandenen Impfstoffe nicht gegen alle HP-Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, wirken.

Risikofaktoren vermeiden

Des Weiteren ist es möglich, bekannten Risikofaktoren vorzubeugen. Das Kondom bietet einen gewissen Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten und damit auch gegen eine HPV-Infektion. Nicht zu rauchen und sich im Intimbereich angemessen zu pflegen, zählen ebenso als präventive Maßnahmen. Nähere Informationen finden Sie unter Gebärmutterhalskrebs – Häufigkeit und Risikofaktoren.

Hinweis Frühsymptome, auf die Frauen achten sollten, sind Blutungen, die nach dem Geschlechtsverkehr auftreten, sowie unregelmäßige Monatsblutungen und Blutungen nach der Menopause. Diese Symptome sollten rasch von einer Gynäkologin/einem Gynäkologen abgeklärt werden.

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