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Computertomographie © Kzenon
Computertomographie © Kzenon

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (kurz: CT)ist eine spezielle 3D-Röntgenuntersuchung, mit der Schnittbilder des Körpers angefertigt werden.Mit Hilfe einer rotierenden Röntgenröhre werden mehrere Bilder eines Organs oder einer bestimmten Körperregion aus unterschiedlichen Richtungen aufgenommen und zusammengesetzt. In der Medizin spricht man von der sogenannten Schichtbildtechnik, auch Tomografie genannt. Im Gegensatz zum normalen Röntgenbild sind CT-Aufnahmen detaillierter. So können Organe, krankhaftes Gewebe oder Infektionsherde besser hinsichtlich ihrer Form und Lage beurteilt werden. Wie auch bei der normalen Röntgenuntersuchung kann zur besseren Unterscheidung der verschiedenen Gewebe ein Kontrastmittel verabreicht werden.

Wann wird eine Computertomographie durchgeführt?

Mit Hilfe der Computertomographie können unterschiedliche Krankheiten und Verletzungen diagnostiziert werden. Manchmal ist es notwendig, den ganzen Körper zu untersuchen: Ganzkörper-CT. In anderen Fällen wird nur eine bestimmte Körperregion untersucht, wie z.B. Herz, Schädel, Bauch etc.

Die CT kommt v.a. bei komplexen Knochenbrüchen, Organverletzungen, akuten Blutungen oder akuten und chronischen Erkrankungen von Brust und Bauchorganen, wie z.B. Darmentzündungen, mechanischer Darmverschluss, Leber- und Lungenerkrankungen zum Einsatz. In der Tumordiagnostik und für Verlaufsuntersuchungen von Krebspatient:innen sind CT-Untersuchungen ebenfalls ein sehr wichtiger Bestandteil. Aufgrund verbesserter Technologien wird die angewendete Röntgenstrahlendosis immer geringer.

Durch die geringe Untersuchungszeit ist eine CT speziell dann besonders wertvoll, wenn jede Sekunde zählt, wie etwa bei schweren Kopfverletzungen, Verdacht auf Schlaganfall oder bei schwer verletzten Unfallopfern.

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

Je nach der zu untersuchenden Region kann es erforderlich sein, am Tag der Untersuchung keine Speisen zu sich zu nehmen. Im Gegensatz zur Magnetresonanztomographie (MRT) werden bei der Computertomographie Röntgenstrahlen eingesetzt. Im Falle einer Schwangerschaft besteht somit das Risiko einer Schädigung des ungeborenen Kindes. Daher muss vor einer CT-Untersuchung bei möglicher Schwangerschaft, diese mittels Schwangerschaftstest ausgeschlossen werden.

Achtung! Falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit auszuschließen ist, teilen Sie dies dem behandelnden medizinischen Personal mit.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt auf einer Untersuchungsliege, die sich langsam durch den ringförmigen Computertomographen bewegt. Die Öffnung ist relativ breit und schmal, sodass es nicht zu einem Engegefühl kommt. Eine CT-Untersuchung ist schmerzfrei und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Manchmal kann die Gabe eines Kontrastmittels notwendig sein. Das verbessert die Aussagekraft der CT bei bestimmten Fragestellungen.

Während der Untersuchung sollte sich die Patientin oder der Patient nicht bewegen, um eine optimale Qualität der Bilder zu erzielen. Bei Kleinkindern (falls die medizinische Fragestellung nicht mittels MRT beantwortet werden kann, bzw. ein MRT nicht verfügbar ist) kann auch eine Narkose oder ein Beruhigungsmittel notwendig sein.

Ist eine Kontrastmittelgabe erforderlich, wird zunächst ein venöser Zugang durch medizinisches Personal gelegt und dann das Kontrastmittel verabreicht. Nach Erstellung der Bilder erfolgt die Befundung durch die Radiologin oder den Radiologen.

Hinweis Wenn ein Kontrastmittel verabreicht wurde, sollte nach der Untersuchung ausreichend Flüssigkeit getrunken werden, damit es rasch über die Nieren ausgeschieden wird.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Die Computertomographie ist ein relativ risikoarmes Routineverfahren. Dennoch kann es in seltenen Fällen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen:

  • Bei der Verabreichung von Kontrastmittel kann es zu den typischen Nebenwirkungen und Komplikationen kommen (siehe Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel).
  • Die bei einer CT verabreichte Strahlendosis ist meist höher als bei normalen Röntgenuntersuchungen. Ein statistisch erhöhtes Krebs- und Leukämierisiko kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Computertomographie ist zwar mit einer Strahlenbelastung verbunden, doch bedacht eingesetzt überwiegen die Vorteile dieses Verfahrens dem möglichen Risiko. Ihr großes Plus gegenüber der Magnetresonanztomographie (MRT), deren Schichtbilder ohne Strahlenbelastung entstehen, liegt in klareren Aufnahmen von pulsierenden Organen (wie z.B. dem Herz) und der kürzeren Untersuchungsdauer – was im Notfall Leben retten kann.

Wo wird eine Computertomographie durchgeführt?

Eine Computertomographie wird in der Regel in speziellen Instituten oder in Krankenhäusern mit radiologischer Abteilung durchgeführt. Eine Überweisung ist erforderlich. Die Untersuchung selbst wird meist von einer Radiologietechnologin oder einem Radiologietechnologen durchgeführt. 

  • Krankenhäuser (mit radiologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Kliniksuche

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine CT-Untersuchung benötigen Sie eine Zuweisung bzw. Überweisung von Ihrer behandelnden Hausärztin/Ihrem behandelndem Hausarzt  bzw. Ihrer behandelnden Fachärztin/Ihrem behandelnden Facharzt. Diese Zuweisung ist ab dem Ausstellungstag für ein Monat gültig.


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