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Frau mit Hitzewallungen © britta60

Wechseljahre: Symptome

Die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre muss nicht immer mit Beschwerden verbunden sein. Frauen erleben diese Jahre sehr unterschiedlich. Bei einigen Frauen kündigen sich die Wechseljahre so behutsam an, dass sie diese kaum bemerken. Andere hingegen spüren deutliche körperliche Symptome. Es ist auch möglich, dass Frauen die Wechseljahre erst wahrnehmen, wenn die Blutungen ganz ausbleiben . . .

Zu den häufigsten körperlichen Symptomen zählen:

  • Zyklusunregelmäßigkeiten
  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • Veränderung der Schleimhäute
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Gelenksbeschwerden
  • Herzrasen und Blutdruckschwankungen
  • Gewichtsveränderungen
  • Haarausfall und Hautveränderungen
  • Libidoverlust

Die Symptome werden von Frauen sehr unterschiedlich empfunden. Etwa ein Drittel der Frauen in den Wechseljahren ist durch ausgeprägte Beschwerden stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Bei anderen Frauen hingegen machen sich nur leichte Beschwerden bemerkbar. Es ist auch möglich, dass Frauen die Wechseljahre erst wahrnehmen, wenn die Blutungen ganz ausbleiben.

Hitzewallungen & Schweißausbrüche

Fast jede zweite Frau leidet in den Wechseljahren unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen (vasomotorische Symptome). Wie oft diese klassischen Beschwerden auftreten und wie stark sie sind, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei einigen Frauen machen sich Hitzewallungen kaum bemerkbar bzw. werden nicht als störend empfunden. Bei anderen wiederum sind die Symptome oft so stark, dass sie das Alltagsleben beeinträchtigen.

Hitzewallungen dauern gewöhnlich etwa ein bis fünf Minuten, in Ausnahmefällen auch bis zu 15 Minuten. Schwache Hitzewallungen werden als vorübergehendes Wärmegefühl empfunden. Schwere Symptome zeigen sich in plötzlicher Hitze, die sich über den Oberkörper und das Gesicht ausbreitet, in Rötungen der Haut und starkem Schwitzen. Häufig folgt der Hitzewallung ein Kälteempfinden und Schüttelfrost. Hitzewallungen können auch mit anderen unspezifischen vegetativen Symptomen wie Druckgefühl in Kopf und Brustkorb, Unruhe, Übelkeit und Herzrasen einhergehen.

Hinweis Bei den meisten Frauen nehmen die Frequenz und Stärke von Hitzewallungen innerhalb von ein bis zwei Jahren (längstens fünf Jahren) wieder ab. Nur bei wenigen Frauen halten die Beschwerden länger an.

Trockene Haut & Schleimhäute

Im Laufe der Wechseljahre verändert sich durch den Östrogenmangel die Schleimhaut der Scheide (Vagina). Vor allem in der Vagina wird die Haut dünner, trockener und verliert an Elastizität. Dadurch können manchmal Juckreiz oder Schmerzen (u.a. beim Geschlechtsverkehr) entstehen. Auch die Schleimhäute im Mund und Magen-Darm-Trakt können in dieser Zeit zunehmend trocken werden. Ebenso die Schleimhäute der Augen.

Schlafstörungen

Bei manchen Frauen verändert sich während der Wechseljahre der Schlafrhythmus. Viele Frauen können nachts nur schwer einschlafen und wachen wegen nächtlicher Schweißausbrüche häufig auf. Vermutlich sind Schlafstörungen auch der Grund dafür, dass Frauen sich in den Wechseljahren oft erschöpft fühlen.

Psychische Auswirkungen

Ein Progesteron- und Östrogenmangel kann sich auch auf die Psyche auswirken. Mögliche Symptome sind u.a. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Nervosität. Depressionen und Angststörungen sind möglich. Sie treten jedoch bei Frauen, die schon vorher Depressionen erlebt haben, häufiger auch während der Wechseljahre auf.

Gewichtsveränderung

In den Jahren rund um die Menopause legen einige Frauen an Gewicht zu, da sich der Energieverbrauch und die Fettverteilung umstellen. Das Körperfett lagert sich vermehrt im Bauchbereich an. Allerdings ist die Gewichtszunahme sowohl durch die hormonellen Veränderungen bedingt, als auch auf den altersbedingten sinkenden Grundumsatz zurückzuführen.

Mit fortschreitendem Alter kommt es zu einem Abbau an Muskelmasse – der Grundumsatz sinkt. Je älter der Mensch, desto geringer ist sein Energiebedarf. Gleichbleibende Ernährungsgewohnheiten und zunehmender Bewegungsmangel führen dann zu einem höheren Körpergewicht. Die Umverteilung des Körperfettes und der Muskelmasse macht sich auch in einer Veränderung der Körpersilhouette bemerkbar. Oft verschwindet die Taille und die typische Fettvermehrung in der Bauchregion macht sich bemerkbar.

Hinweis Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die meisten körperlichen, aber auch psychischen Veränderungen während der Wechseljahre nicht bzw. nicht nur auf die hormonelle Umstellung, sondern einfach auf die Tatsache des Älterwerdens zurückzuführen sind.

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