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Impfung gegen Mpox

Mpox (früher "Affenpocken") ist eine Infektionskrankheit, die durch Mpox-Viren ausgelöst wird. Diese Viren sind mit Pockenviren verwandt. Bei Mpox handelt es sich um eine Zoonose. Das heißt, die Viren können von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen werden und umgekehrt. Das Übertragungsrisiko von Mensch zu Mensch ist relativ gering und erfolgt in der Regel nur bei engem und direktem körperlichem Kontakt. Die Impfung gegen Mpox wird nur für Personen mit bestimmten Indikationen bzw. mit erhöhtem Ansteckungsrisiko empfohlen. Hier finden Sie Informationen zur Mpox-Impfung aus dem Impfplan Österreich.

Mpox: Krankheitsverlauf und mögliche Folgen

Eine Mpox-Erkrankung ist ähnlich den Pocken. Die Erkrankung verläuft meist mild und heilt in der Regel von allein ab. Es können aber auch schwere Verläufe auftreten. Diese kommen insbesondere bei Kindern, Schwangeren und Personen mit geschwächtem Immunsystem vor.

Bereits zu Beginn der Erkrankung kann eine Ansteckung über Tröpfchen beim Husten und Sprechen erfolgen. Mpox-Viren können zudem über Körperflüssigkeiten übertragen werden.

Die Inkubationszeit liegt zwischen ca. fünf bis 21 Tagen, ev. auch kürzer. Erste Symptome der Krankheit sind meist hohes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten sowie ein allgemeines Krankheits- und Erschöpfungsgefühl. Im weiteren Verlauf kann nach ein bis drei Tagen ein pockenähnlicher Hautauschlag (Exanthem) auftreten. Er kann teilweise stark juckend oder schmerzhaft sein. Der Hautausschlag durchläuft typische Stadien: vom Fleck über Bläschen zu Pusteln. Diese verkrusten und fallen ab. Der Inhalt der Bläschen ist hochinfektiös. Ansteckungsfähigkeit besteht, so lange Krusten vorhanden sind: Im Durchschnitt sind dies drei Wochen. Weitere Informationen zur Erkrankung finden Sie unter Mpox (Gesundheitsministerium).

Hinweis

Mpox ist eine meldepflichtige Erkrankung. Das heißt, die Ärztin oder der Arzt meldet erkrankte Personen an die Gesundheitsbehörde.

Die Mpox-Impfung 

Der Impfstoff Imvanex der 3. Generation gegen Pocken und Mpox ist ab dem vollendeten 12. Lebensjahr zugelassen. Die Impfung ist nur für bestimmte Risikogruppen indiziert. Dazu zählen u.a.:

  • Gesundheitspersonal mit einem sehr hohen Ansteckungsrisiko durch an Mpox erkrankte Personen
  • Personen mit dem persönlichen Risikoverhalten von oft wechselnden sexuellen Kontakten
  • Reisenden in Endemiegebiete mit intensivem Kontakt zur Bevölkerung (Entwicklungshilfe, Sozial- und Gesundheitsberufe)
  • Personen, die vor Kurzem Kontakt mit einer an Mpox erkrankten Person hatten. In diesem Fall sollte die Impfung idealerweise innerhalb von vier Tagen erfolgen, längstens nach 14 Tagen. Dies wird als postexpositionelle Prophylaxe bezeichnet.

Hinweis

Wenn Sie Beschwerden haben, insbesondere nach risikoreichen Kontakten, dann kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder rufen Sie die Gesundheitshotline 1450 an.

Impfschema

Die Impfung erfolgt in zwei Dosen im Abstand von vier Wochen. Eine Auffrischungsimpfung ist bei andauerndem Risiko nach zwei bis fünf Jahren empfohlen.

Wenn Sie eine Kontaktperson oder eine Person mit erhöhtem Risiko sind, wenden Sie sich an Ihre zuständige Gesundheitsbehörde. Die Impfung wird über die Gesundheitsbehörde organisiert. Weitere Informationen finden Sie unter Impfung gegen Mpox (Gesundheitsministerium).

Schützt die Pockenimpfung auch gegen Mpox?

Fachleute gehen davon aus, dass Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurden, auch einen Schutz gegen Mpox (früher "Affenpocken") aufweisen. Die Pockenimpfung soll zumindest vor schweren Verläufen einer Infektion mit Mpox schützen.

Quelle

Für die Erstellung dieser Gesundheitsinformation wurde der Impfplan Österreich 2025/2026, Version 1.1 als Quelle herangezogen. 

Letzte Aktualisierung: 2. April 2026

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

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