Impfung gegen Tuberkulose
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Tuberkulose: Krankheitsverlauf und mögliche Folgen
Die Übertragung der Tuberkulose erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Husten, Sprechen oder Niesen. Typische Symptome sind Husten, oft mit Auswurf, Fieber und ungewollte Gewichtsabnahme. Nicht jeder Mensch, der mit dem Tuberkulose-Erreger in infiziert wurde, wird krank. Bei Erwachsenen kann der Erreger jahrzehntelang im Körper schlummern und erst verspätet zum Ausbruch führen.
Oft treten Symptome vor allem dann auf, wenn das Immunsystem bereits durch andere Faktoren geschwächt ist. Besonders häufig betroffen sind Kleinkinder und Menschen mit HIV. Tuberkulose kann mit Antibiotika behandelt werden.
Mehr zu Verbreitung und Krankheitsverlauf finden Sie unter Tuberkulose.
Hinweis
Tuberkulose ist eine meldepflichtige Erkrankung. Das heißt, die Ärztin oder der Arzt meldet erkrankte Personen an die Gesundheitsbehörde.
Die Tuberkulose-Impfung
In Österreich gab es eine Impfung gegen Tuberkulose: die sogenannte BCG (Bacillus Calmette Guérin)-Impfung. Diese ist in Österreich jedoch nicht mehr zugelassen und auch nicht mehr erhältlich und wird von den Expertinnen und Experten des Nationalen Impfgremiums nicht mehr empfohlen. Die Gründe:
- Geringes Infektionsrisiko: In Österreich ist die Anzahl der Neuinfektionen in den letzten Jahren auf unter zehn Fälle pro 100.000 Einwohnern gesunken
- Hohe Nebenwirkungsrate der Impfung
Die BCG-Impfung schützt nicht vor einer Infektion und nur in geringem Ausmaß vor einer Erkrankung. In Ländern mit einer hohen Rate an Tuberkuloseerkrankungen soll sie Kleinkinder vor schweren Krankheitsverläufen schützen.
Quelle
Für die Information wurde der Impfplan Österreich 2025/2026, Version 1.1 als Quelle herangezogen.
Letzte Aktualisierung: 7. April 2026
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal