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Knochendichtemessung © Science RF

Knochendichtemessung (DEXA)

Osteoporose zählt zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten der westlichen Welt. Aufgrund unterschiedlicher Ursachen kommt es zum Abbau von Knochensubstanz – der Knochen wird instabil und das Risiko von Knochenbrüchen steigt. Nur die frühzeitige Entdeckung und Behandlung der Osteoporose können die Folgeerscheinungen dieser Erkrankung (vor allem Wirbelkörper- und Oberschenkelhalsfrakturen) verhindern . . .

Die Standardmethode zur Diagnose der Osteoporose ist neben einer ausführlichen Anamnese und verschiedenen Blutuntersuchungen die Knochendichtemessung (DEXA, Densitometrie).

Die Knochendichtemessung ist eine Niedrigdosis-Röntgenuntersuchung, bei der die „Dichte“ des Knochens, das heißt sein Mineralgehalt, gemessen wird. Die ermittelten Werte werden mit Standardwerten einer 30-jährigen gesunden Frau verglichen. Die Angabe erfolgt mit dem T-Score . Somit sind die Knochendichtewerte unterschiedlicher Messgeräte miteinander vergleichbar. Liegt der T-Score höher als -1, entspricht dies einem Normalbefund. Werte zwischen -1 und -2,5 bezeichnen eine „Vorstufe“ der Osteoporose, die Osteopenie. Bei T-Werten unter -2,5 spricht man von Osteoporose.

Wann ist eine Knochendichtemessung notwendig?

Die Knochendichtemessung dient der Früherkennung einer Osteoporose bzw. der Verlaufskontrolle unter einer Osteoporosebehandlung. Die häufigsten Gründe für eine Knochendichtemessung sind:

  • Eintritt der Menopause,
  • unklare Knochenbrüche,
  • schlechte Heilung nach Knochenbrüchen,
  • familiär gehäufte Fälle von Osteoporose,
  • Krebs (z.B. Multiples Myelom),
  • Medikamente, die zum Abbau von Knochensubstanz führen (vor allem Kortison und bestimmte Hormone) sowie
  • Beurteilung des Erfolges einer Osteoporosetherapie.

Die Osteoporose ist eine typische, aber nicht ausschließliche Erkrankung der Frauen ab der Menopause. Durch den Wegfall der Produktion des Sexualhormons Östrogen, das knochenaufbauende Wirkung hat, kommt es zum Abbau von Knochensubstanz und damit zur einer erhöhten „Brüchigkeit“ der Knochen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Knochendichtemessung kann ambulant durchgeführt werden und dauert nur wenige Minuten. Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich. Die Messung wird im Liegen durchgeführt und erfolgt üblicherweise in der Lendenwirbelsäule sowie im Bereich des Schenkelhalses. An diesen Stellen treten die häufigsten osteoporotischen Knochenbrüche auf.

Metallgegenstände müssen vor der Untersuchung entfernt werden. Wurden Sie an der Wirbelsäule oder am Oberschenkel operiert bzw. befinden sich Metallteile im Knochen (Prothesen, Schrauben etc.) oder sind bereits Knochenbrüche in diesen Bereichen bekannt, teilen Sie dies der untersuchenden Ärztin/dem untersuchenden Arzt mit. Dies kann die Ergebnisse der Messung verfälschen. In den meisten Fällen wird ergänzend zur Knochendichtemessung ein normales Röntgenbild der Wirbelsäule angefertigt, um Knochenbrüche oder Abnutzungen besser zu erkennen.

Welche Komplikationen/Nebenwirkungen gibt es?

Die Knochendichtemessung ist völlig schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen. Da es sich um einer Untersuchung mit Röntgenstrahlen handelt, sollte sie bei Schwangeren vermieden werden!

Wo wird eine Knochendichtemessung durchgeführt?

Eine Knochendichtemessung wird in Krankenhäusern mit radiologischer oder nuklearmedizinischer Abteilung oder in speziellen Diagnose-Instituten durchgeführt. Eine Überweisung ist erforderlich. Die Untersuchung selbst erfolgt durch eine Radiologietechnologin oder einen Radiologietechnologen. Danach folgt die Befundung durch die Fachärztin/den Facharzt für Radiologie oder Nuklearmedizin.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Radiologie oder Nuklearmedizin in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche
  • Krankenhäuser (mit radiologischer oder nuklearmedizinischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Knochendichtemessung benötigen Sie eine ärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Knochendichtemessung (wenn diese sinnvoll ist, bei Frauen im Regelfall ab dem 65. Lebensjahr) werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

Hinweis Bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Radiologie oder Nuklearmedizin werden die Kosten für die Knochendichtemessung nicht von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Sie haben jedoch spezielle Einzelverträge mit Diagnose-Instituten, die wiederum Kostenerstattungsverträge mit den Krankenversicherungsträgern haben.

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