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Gynäkologischer Stuhl © Oleg Ivanov

Hysterosalpingographie

Die Hysterosalpingographie ist eine Röntgenkontrastuntersuchung der Gebärmutter und der Eileiter. Häufigste Indikation zur Durchführung der Untersuchung ist eine Abklärung aufgrund von Kinderlosigkeit. Ursachen dafür können Veränderungen der Gebärmutter (z.B. Polypen, Myome, Fehlbildungen, Tumoren) oder der Eileiter (z.B. Eileiterverschluss nach Entzündungen) sein. Im selben Untersuchungsgang kann auch ein „Durchblasen“ der Eileiter (Pertuberation) zur Überprüfung ihrer Durchgängigkeit erfolgen . . .

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden und erfolgt auf einer Röntgendurchleuchtungsliege. Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich. Zu Beginn der Untersuchung wird der Muttermund mit einer speziellen Zange gefasst, desinfiziert und das Kontrastmittel über den Muttermund in die Gebärmutter gespritzt. Von der Gebärmutter aus fließt das Kontrastmittel in die beiden Eileiter und tropft bei deren Durchgängigkeit schließlich über die freien Enden der Eileiter in die Bauchhöhle. Der Einstrom und die Verteilung des Kontrastmittels werden durch mehrere Röntgenaufnahmen dokumentiert.

Beim sogenannten „Durchblasen“ der Eileiter (Pertuberation) wird Kohlensäuregas über den Muttermund in die Gebärmutter und die Eileiter eingeleitet. Anhand der Druckverhältnisse kann ein Verschluss der Eileiter festgestellt werden.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Bei der Hysterosalpingographie handelt es sich um eine risikoarme Untersuchungsmethode. Folgende Nebenwirkungen und Komplikationen sind möglich:

  • Das Fassen und Herunterziehen des Gebärmuttermundes mit der Zange zum Einspritzen des Kontrastmittels kann als schmerzhaft empfunden werden.
  • Während des Einspritzens des Kontrastmittels kann es vor allem bei verklebten Eileitern durch Aufstauen von Kontrastmittel zu Schmerzen kommen.
  • Entzündungen der Gebärmutter, der Eileiter oder des Bauchfells (Peritonitis) im Anschluss an diese Untersuchung sind extrem selten und gut mit Antibiotika behandelbar.
  • Durch die eingebrachten Instrumente können leichte Blutungen aus der Scheide auftreten, die in den meisten Fällen keiner Behandlung bedürfen. Selten sind Verletzungen der Gebärmutter.

Allgemeine Nebenwirkungen und Komplikationen durch die Verabreichung von Kontrastmittel siehe Röntgenkontrastmittel

Wo wird eine Hysterosalpingographie durchgeführt?

Die Röntgenuntersuchung der Gebärmutter und der Eileiter wird in einer Röntgendurchleuchtungseinheit von einer Fachärztin/einem Facharzt für Gynäkologie in Zusammenarbeit mit einer Radiologietechnologin oder einem Radiologietechnologen unter Anleitung einer Radiologin oder eines Radiologen durchgeführt. Nach Erstellung der Bilder folgt die Befundung durch die Radiologin/den Radiologen. Eine ärztliche Überweisung ist erforderlich. Da diese Untersuchung in Zusammenarbeit mit einer Fachärztin/einem Facharzt für Gynäkologie erfolgt, wird sie überwiegend im stationären Bereich durchgeführt.

Krankenhäuser (mit radiologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Bei medizinischer Indikation werden die Kosten für die Röntgenuntersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane von der Sozialversicherung übernommen. Eine ärztliche Überweisung ist erforderlich.

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