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Meniskusverletzung

Innen- und Außenmeniskus sind zwei faserknorpelige halbmondförmige Gebilde. Sie gleichen die im Kniegelenk nicht kongruent aufeinander passenden Gelenkflächen des Oberschenkels und des Schienbeins aus. Die Menisken sind mit der Gelenkkapsel verwachsen, aber etwas beweglich und gleiten bei Kniebeugung nach hinten in Richtung Kniekehle. Sie haben für die Bewegung und Belastung des Kniegelenks eine führende und stabilisierende Wirkung und sind Dämpfer und mechanische Puffer. Man kann zwischen unfallbedingten Meniskusrissen und verschleißbedingten Meniskusschäden unterscheiden.

Ursachen

  • Unfallbedingter (traumatischer) Meniskusriss: meistens eine erhebliche Rotationsbelastung des Kniegelenks mit gleichzeitiger Kompression, z.B. die Verdrehung des gebeugten Knies beim Fußball oder Skisport.
  • Verschleißbedingte (degenerative) Meniskusschäden: (vorzeitige) Alterung des Meniskusgewebes, entweder anlagebedingt oder durch übermäßige Beanspruchung bei kniegelenkbelastenden Sportarten wie Fuß- oder Handball, Tennis, Skifahren etc.

Symptome

  • Unfallbedingter Meniskusriss: Das Kniegelenk kann geschwollen sein. Die Sportlerin/der Sportler kann den Unfallhergang mehr oder weniger genau beschreiben.
  • Verschleißbedingter Meniskusriss: zunehmende Schmerzen, v.a. unter Belastung.

Diagnose & Therapie

Durch die ärztliche Untersuchung lassen sich Meniskusprobleme meistens feststellen. Es gibt verschiedene Meniskustests, wobei auch die Stabilität des Kniegelenks geprüft wird, um z.B. einen gleichzeitigen Kreuzbandriss nicht zu übersehen. Röntgenuntersuchung und Kernspintomographie lassen keine 100-prozentige Aussage zu. Sicher kann die Diagnose hingegen durch eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) gestellt werden.

Behandlungsmethode der Wahl ist die Arthroskopie bzw. die arthroskopische Operation.
  

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