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Frau mit Wasserglas © goodluz

Harn- und Nierensteine: Symptome & Vorbeugung

Nieren- und Harnsteine müssen nicht zwangsläufig Beschwerden bereiten, oft sind es auch unspezifische Symptome wie z.B. ein Ziehen in der Leiste oder Rückenschmerzen. Harnsteine sind eine häufige Zufallsdiagnose im Rahmen eines Röntgens oder eines Ultraschalls, die aufgrund anderer Beschwerden durchgeführt werden . . .

Symptome

Die Symptome hängen mitunter von der Lokalisation der Steine ab, und ob das Nieren- oder Harnleitersystem verlegt ist (Obstruktion). Besonders schmerzhaft sind Harnleitersteine, da sie zu krampfartigen Koliken in Intervallen führen.

Im Wesentlichen werden folgende Symptome unterschieden:

  • allgemeine Symptome wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Fieber,
  • Schmerzen beim Wasserlassen,
  • Blut im Urin (Mikro- oder Makrohämaturie),
  • Schmerzen bis Koliken im Rücken, Flanken, Leiste oder Unterbauch,
  • Schmerzen in Hoden bzw. Schamlippen (tiefsitzende Harnleitersteine),
  • einem Harnwegsinfekt ähnliche Symptome (tiefsitzende Harnleitersteine oder Steine in der Harnblase),
  • Brennen beim Wasserlassen bei gleichzeitigem Harnwegsinfekt.

Vorbeugung

Wer bereits einmal Harn- oder Nierensteine hatte, trägt ein hohes Risiko einer erneuten Steinbildung (Rezidiv). Um dieser vorzubeugen, sollten bestimmte Maßnahmen eingehalten werden. Dazu ist es für die Ärztin/den Arzt aufschlussreich, die Zusammensetzung der Steine zu kennen, die durch eine genaue Analyse der Steine bekannt wird. So können gezielt Empfehlungen für die Patientin/den Patienten ausgesprochen werden.

So kann man vorbeugen

Ausreichend trinken: Um die Löslichkeit und das Ausschwemmen von initialen Harnsteinen zu verbessern, sollte auf genügend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Auch abends vor dem Schlafengehen ist Trinken wichtig! Ungeeignet sind koffeinhaltige Getränke wie z.B. Kaffee, Schwarztee, Cola, Energydrinks, zuckerhaltige Limonaden/Eistee etc. sowie alkoholhaltige Getränke – sie begünstigen die Steinbildung (lithogen). Der Urin sollte im Idealfall wasserklar sein.

Moderate Eiweißzufuhr: Eine moderate Zufuhr tierischer Eiweiße – enthalten in z.B. Fleisch, Wurstwaren – vermindert das Risiko der Entstehung calciumhaltiger Steine. Die empfohlene Eiweiß-Zufuhr liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 0,8 g / kg Körpergewicht.

Kochsalz-(Natrium-)Zufuhr beachten: Eine zu hohe Natriumaufnahme erhöht das Risiko einer Steinbildung. Insbesondere verarbeitete Nahrungsmittel enthalten häufig hohe Mengen an Salz, ein Nachsalzen sollte daher vermieden werden. Die Empfehlung für die maximale Salzaufnahme liegt laut WHO bei fünf Gramm pro Tag.

Oxalsäurezufuhr beachten: Bei einer bestimmten Art von Steinen (Calciumoxalatsteine) kann eine Reduktion der Oxalsäurezufuhr über die Nahrung vorbeugend wirken. Oxalsäure bindet Calcium und kann (bei einer Veranlagung dazu) die Entstehung von Nierensteinen begünstigen. Oxalsäure ist enthalten in z.B. Rhabarber, Spinat, Schokolade, Kaffee, Schwarztee.

Purinzufuhr beachten: Bei einer Veranlagung zu Gicht kann es durch erhöhte Harnsäurewerte zur Bildung von Harnsäuresteinen kommen. Dem wirkt eine Purin-arme Ernährung mit einer verminderten Aufnahme von z.B. Fleisch und Wurstwaren, Innereien, Meeresfrüchten und Alkohol entgegen. Eine überhöhte Eiweißaufnahme fördert zudem die Bildung von Harnsäure. Weitere Informationen erhalten Sie unter Gicht: Ernährung und Lebensstil.

Blasenentzündungen erkennen: Werden Harnwegsinfekte frühzeitig erkannt und behandelt, wird der Entstehung von Harnsteinen vorgebeugt. Weitere Informationen erhalten Sie unter Harnwegsinfekt (Zystitis).

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