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Grafik Wirbelsäule Rückschmerz © psdesign1

Rückenschmerz: Was ist das?

Rückenschmerzen sind Schmerzen im unteren Rücken. Dieser Bereich reicht vom Rippenansatz bis zur Hüfte. Betroffen sind die Lendenwirbelsäule (Lumbalbereich) und das Kreuzbein. Nacken- und Schulterbereich gehören nicht dazu. Kreuz- oder Rückenschmerzen werden auch als Lumbalgien bezeichnet. Plötzlich einschießende Schmerzen im unteren Rücken werden im Volksmund auch „Hexenschuss“ genannt. Die Schmerzen können vom Rücken auch in andere Körperteile ausstrahlen, z.B. in die Beine. Dies ist häufig bei einer Reizung des Ischiasnervs der Fall. Rund acht von zehn Menschen mit akuten Kreuzschmerzen sind nach spätestens sechs Wochen wieder frei von Beschwerden. Bei sehr wenigen Betroffenen, nämlich ca. sieben von 100 Patientinnen/Patienten, entwickeln sich chronische Beschwerden mit lang andauernden Schmerzen.

Wie entstehen Rückenschmerzen?

  • Die Wirbelsäule ist einer natürlichen Abnützung unterworfen. Die Bandscheiben verlieren im Lauf der Zeit an Elastizität und flachen ab. Dadurch lockern sich die Verbindungen der Wirbel und die Wirbelgelenke nutzen sich stärker ab. Dies trägt zur Entstehung von Rückenschmerzen bei.
  • Wiederholte körperliche Überlastungen, z.B. durch schweres Heben, können die Abnützung beschleunigen und akute Rückenschmerzen auslösen.
  • Langes Sitzen, Bewegungsmangel und Fehlhaltungen tragen dazu bei, dass Teile der Rückenmuskulatur verkümmern. Andere Muskelpartien müssen die Haltearbeit übernehmen. So können muskuläre Überlastungen und schmerzhafte Verspannungen entstehen.
  • Psychische Faktoren wie Stress, berufliche Überlastung, Angst etc. können eine Rolle bei der Entstehung von Rückenschmerzen – vor allem von chronischen Beschwerden – spielen. 
  • Selten sind spezielle Erkrankungen der Wirbelsäule oder Verletzungen die Ursache von Kreuzschmerzen, z.B. Wirbelkörperbrüche, Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), Entzündungen oder Nervenschäden.

Nicht spezifische Rückenschmerzen häufig

Bei der überwiegenden Mehrheit der Patientinnen/Patienten lässt sich keine spezifische Ursache für die Schmerzen finden. Diese Fälle werden als nicht spezifischer Kreuz- oder Rückenschmerz bezeichnet.

Bei einem spezifischen Kreuz- oder Rückenschmerz liegt hingegen eine konkrete Ursache bzw. eine eindeutige diagnostizierbare Erkrankung vor. Manchmal können spezifische und unspezifische Rückenschmerzen nicht klar abgegrenzt werden. Dies betrifft v.a. degenerative Wirbelsäulenveränderungen.

Erkrankungen anderer Organe als Auslöser

Hartnäckige Rückenschmerzen können selten auch als Folgeerscheinung von Erkrankungen anderer Organe auftreten. Diese Ursachen von Rückenschmerzen sind jedoch sehr selten und betreffen rund zwei von 100 Patientinnen/Patienten. Dazu zählen: 

  • Erkrankungen der Bauchorgane, z.B. Entzündungen der Gallenblase oder der Bauchspeicheldrüse,
  • Gefäßveränderungen, z.B. Ausbuchtungen der Hauptschlagader (Aorta),
  • Krankheiten der Geschlechtsorgane, z.B. Prostataleiden, Eierstockentzündung,
  • Nierenleiden, z.B. Nierensteine,
  • rheumatische bzw. entzündliche Erkrankungen, z.B. Morbus Bechterew, Morbus Crohn,
  • Nervenerkrankungen oder
  • Tumorerkrankungen
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