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Lungenembolie © Henrie

Lungenembolie

Bei der Lungenembolie handelt es sich um eine teilweise oder vollständige Verlegung der Lungenarterien durch ein Blutgerinnsel, das sich von einer Venenwand losreißt und mit dem Blutstrom über das Herz in die Lungenstrombahn gelangt. Sie ist eine häufig auftretende Störung des Lungenkreislaufs. In 90 Prozent der Fälle liegt gleichzeitig eine tiefe Bein- und/oder Beckenvenenthrombose vor, manchmal auch eine oberflächliche Venenentzündung . . .

Symptome

Die häufigsten Symptome einer akuten Lungenembolie sind plötzlich einsetzende Atemnot, Brustschmerzen, Husten, Bluthusten, Angst, Schweißausbruch, Blutdruckabfall, Beschleunigung von Puls und Herzschlag sowie Kollaps und Schock. In vielen Fällen sind jedoch keine typischen Beschwerden erkennbar.

Diagnose

Oft werden Lungenembolien nicht oder nicht rechtzeitig erkannt. Jeder diesbezügliche Verdacht ist umgehend abzuklären, da es sich um eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung handelt. Je rascher eine Lungenembolie diagnostiziert und adäquat therapiert wird, desto größer ist die Chance auf weitgehende Genesung und desto geringer das Risiko schwerer Komplikationen. Zur Basisdiagnostik gehören eine körperliche Untersuchung mit Messung von u.a. Herz- und Atemfrequenz sowie Blutdruck. Weiterführende Untersuchungen wie Röntgen, EKG, Blutgasanalyse, Computertomographie, Lungenszintigraphie, Magnetresonanztomographie etc. können erforderlich sein.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Untersuchungsmethoden.

Therapie

Erstes Ziel ist die Vermeidung weiterer Embolien. Weiters ist die Lungenstrombahn möglichst rasch von verstopfenden Gerinnseln zu befreien. Dazu werden Medikamente zur Gerinnungshemmung (Heparin) und/oder zur Auflösung des Thrombus (Fibrinolytika) eingesetzt oder das Blutgerinnsel wird operativ entfernt.

Zur langfristigen Verhinderung weiterer Embolien erfolgt eine Langzeitbehandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten (Vitamin-K-Antagonisten oder neue direkte Antikoagulantien). Selten wird auch ein Schirmfilter in die Bauchvene platziert, um zirkulierende Blutgerinnsel abzufangen. Bei angeborenem Blutgerinnungsdefekt kann eine lebenslange gerinnungshemmende Behandlung mit Kumarinen notwendig sein. 

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Verdacht auf eine Lungenembolie sollte sofort eine Ärztin/ein Arzt konsultiert bzw. die Notärztin/der Notarzt gerufen werden.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für alle zur Diagnose und Therapie einer Lungenembolie erforderlichen Maßnahmen werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen.


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