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Meningitis

Bei einer Meningitis sind die Hirnhäute bzw. Rückenmarkshäute entzündet. Diese Häute umhüllen Gehirn und Rückenmark. Die Meningitis wird auch Hirnhaut- oder Gehirnhautentzündung genannt. Ist zusätzlich das Gehirn betroffen, sprechen Fachleute von Meningoenzephalitis. Und wenn hauptsächlich das Gehirngewebe selbst betroffen ist, von einer Enzephalitis.

Zu den Ursachen einer akuten Meningitis zählen Infektionen z.B. mit Bakterien und Viren. Die wichtigsten Symptome einer Meningitis sind Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörung bzw. Verwirrtheit. Mindestens zwei dieser vier Symptome sind bei etwa 95 Prozent der Patientinnen und Patienten vorhanden.

Behandelt wird je nach Erreger und individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen. Es kann eine intensivmedizinische Behandlung im Krankenhaus notwendig sein. Eine akute bakterielle Meningitis kann innerhalb weniger Stunden zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Zu den präventiven Maßnahmen zählen z.B. bestimmte Impfungen. Lesen Sie mehr dazu.

Welche Ursachen hat eine Meningitis?

Zu einer Meningitis kommt es am häufigsten durch Infektionen. Zu den Krankheitserregern zählen:

  • Bakterien, z.B. Meningokokken, Pneumokokken, Listerien, Haemophilus influenzae u.v.m.
  • Viren, z.B. Enteroviren wie Coxsackie- und ECHO-Viren, Mumpsvirus, Arboviren wie FSME-Virus, Dengue-Virus, West-Nil-Virus, Herpesviren wie Herpes-simplex-Virus, Varizellen-Zoster-Virus, Epstein-Barr-Virus.
  • Sogenannte atypische Erreger, z.B. Borrelia burgdorferi, Mycobacterium tuberculosis.
  • Protozoen.
  • Pilze.

Bereits bestehende Entzündungen bzw. Erkrankungen können sich auch auf die Hirnhäute ausbreiten. So kann es z.B. infolge einer nah an den Hirnhäuten liegenden Mittelohrentzündung oder Sinusitis zu einer Meningitis kommen – z.B. bei Durchbruch der Infektion. Aber auch entferntere Infektherde können durch Ausbreitung über das Blut eine Meningitis verursachen. z.B. eine Lungenentzündung durch Pneumokokken.

Zudem kann eine Meningitis durch Einschleppung von Bakterien infolge einer Verletzung auftreten, oder als Komplikation eines neurochirurgischen Eingriffes an Gehirn oder Rückenmark.

Selten ist eine Meningitis nicht infektiös und durch andere Erkrankungen verursacht. Eine Meningitis kann u.a. auch auftreten bei:

  • Tumoren bzw. Metastasen, die eine Ausbreitung von Tumorzellen auf die Hirnhäute verursachen können;
  • Autoimmunerkrankungen, z.B. bei systemischem Lupus erythematodes bzw. bestimmten rheumatologischen Erkrankungen;
  • Zu einer Meningitis kann auch als Nebenwirkung verschiedener Medikamente kommen, z.B. NSRA, bestimmte Antibiotika, intravenös verabreichte Immunglobuline.

Fachleute teilen die Meningitis nach unterschiedlichen Kriterien ein: Zum Beispiel je nachdem um welchen Erreger es sich handelt. Unterschieden wird unter anderem auch danach, ob die Meningitis akut oder chronisch verläuft. Weitere Informationen zu akuter und chronischer Meningitis finden Sie unter Symptome, Diagnose und Therapie.

Welche Symptome können bei einer Meningitis auftreten?

Bei einer Meningitis treten typischerweise Kopfschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit auf. Die Symptome können sich allerdings je nach Ursache, individueller gesundheitlicher Voraussetzung, einer eventuellen Vorbehandlung und Alter der betroffenen Person unterscheiden.

Symptome einer akuten bakteriellen Meningitis

Es kommt unter anderem zu:

  • starken Kopfschmerzen,

  • Fieber, das zu hoher Temperatur ansteigt,

  • Nackensteifigkeit,

  • Übelkeit,

  • Erbrechen,

  • Lichtscheue,

  • Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit.

Weitere Symptome wie epileptische Anfälle oder neurologische Ausfälle, wie z.B. eine Sprachstörung, eine Halbseitenlähmung u.a., sprechen für eine enzephalitische Beteiligung. Das bedeutet, dass auch das Gehirngewebe betroffen ist.

Die Zeichen treten häufig kombiniert auf. Bei Säuglingen und älteren Personen könnten bestimmte Symptome fehlen. Es zeigen sich aber ein allgemeines Krankheitsgefühl, eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes und ev. eine Bewusstseinstrübung.

Eine akute bakterielle Meningitis kann innerhalb weniger Stunden zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Breiten sich Bakterien über das Blut aus, besteht die Gefahr einer Sepsis bzw. eines septischen Schocks. Eine Sepsis ist insbesondere bei der Meningokokken-Meningitis vorhanden. Dadurch kann die Meningitis besonders schnell bedrohlich werden. Eine schwere Komplikation ist das sogenannte Waterhouse-Friderichsen-Syndrom. Dabei treten massive Blutgerinnungsstörungen und kleine Einblutungen in verschiedene Organe inklusive der Haut auf. Die kleinen punktförmigen bzw. fleckförmigen Blutungen an der Haut werden auch Petechien genannt. Sie verursachen ein für die Meningokokken-Sepsis typisches Bild.

Der Schaden an den inneren Organen führt zum Multiorganversagen, und die schwere Schädigung am Gehirn führt schließlich unbehandelt zum Tod. Eine rasche Therapie wird idealerweise bereits bei ersten Symptomen eingeleitet, damit dieser ansonsten lebensbedrohliche Verlauf frühzeitig angehalten werden kann. Besteht bereits eine Sepsis mit Organkomplikationen, sind die Überlebenschancen auch unter maximal möglicher Therapie deutlich schlechter.

Deshalb ist es notwendig, rasch zu handeln und verdächtige Beschwerden sofort ärztlich abzuklären und therapieren zu lassen! Bei starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, hohem Fieber, Bewusstseinsveränderungen oder Bewusstlosigkeit etc. sofort Notruf 144 anrufen! Weitere Informationen sowie Warnsignale bei Kindern finden Sie unter Meningokokken-Erkrankung.

Symptome einer akuten viralen Meningitis

Anzeichen zeigen sich bei einer viralen Meningitis oft langsamer und können weniger stark sein als bei akuter bakterieller Meningitis. Je nach Alter und gesundheitlicher Situation können sie auch unterschiedlich sein. Teils können Kopfschmerzen und Fieber im Vordergrund stehen, etwa bei jüngeren Personen, teils Müdigkeit und Übelkeit, etwa bei älteren Personen.

Zu den Symptomen zählen unter anderem:

  • Kopfschmerzen,
  • Übelkeit, Erbrechen,
  • Müdigkeit,
  • Nackensteifigkeit – jedoch nicht bei allen Betroffenen,
  • Lichtscheue.

Eine virale Meningitis – ohne Beteiligung des Hirngewebes – wird am häufigsten durch Enteroviren verursacht – z.B. Echo-Viren, Coxsackie-Viren. Sie verläuft meist gutartig bzw. heilt ohne Folgen aus. Behandelt werden rein die Symptome, z.B. Kopfschmerzen.

Wird auch das Gehirngewebe von der Infektion erfasst, können zusätzlich Symptome auftreten, z.B. Verwirrtheit, Persönlichkeitsveränderungen, Halluzinationen, epileptische Anfälle sowie Lähmung von Nerven u.v.m. Hierbei handelt es sich um eine Enzephalitis, die potenziell lebensbedrohlich ist und eine sofortige Behandlung erfordert. Herpes-simplex-Viren sind die häufigsten Verursacher. Weitere Informationen finden Sie unter Enzephalitis.

Symptome einer chronischen Meningitis

Eine chronische Meningitis wird durch einen Verlauf von mindestens vier Wochen definiert. Symptome bei einer chronischen Meningitis können sich unterschiedlich zeigen. Sie entwickeln sich oft schleichend und weniger ausgeprägt. Sie können sich langsam verschlechtern, gleich bleiben oder wiederkehren. Symptome sind je nach Ursache unter anderem:

  • Fieber,
  • Kopfschmerz, es können auch milde Kopfschmerzen auftreten,
  • Müdigkeit,
  • eventuell Nackensteifigkeit,
  • Abgeschlagenheit,
  • Erbrechen,
  • Veränderung des Bewusstseins, Schläfrigkeit, Desorientierung, Gedächtnisstörungen, Gefühlsstörungen, Lähmung, Einschränkungen des Sehvermögens u.v.m.

Wie wird die Diagnose einer Meningitis gestellt?

Die Ärztin oder der Arzt orientiert sich bei der Diagnose an der körperlichen Verfassung der bzw. des Betroffenen. Symptome sowie weitere Fakten der Anamnese geben Hinweise. Neben körperlicher Untersuchung inklusive neurologischer Untersuchung wird im Rahmen der Diagnose

  • eine Lumbal-Punktion bzw. Liquorpunktion durchgeführt. Bei dieser wird Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit aus dem Wirbelkanal entnommen. Die Proben des Liquors werden hinsichtlich Entzündung und Erreger untersucht. Weitere Infos zu Lumbal-Punktion.
  • Verschiedene Laboruntersuchungen werden vorgenommen, unter anderm PCR, Bakterienkultur, Zellzahl, Glukose, Protein etc. Nähere Informationen zu den einzelnen Laborwerten finden Sie unter Laborwerte-Tabelle.
  • Weitere Untersuchungenz.B. CT des Kopfes, können erforderlich sein, um Ursachen und Komplikationen zu erkennen.

Wie erfolgt die Behandlung einer Meningitis?

Die Ärztin oder der Arzt veranlasst die Behandlung und bespricht diese ggf. mit Betroffenen oder Angehörigen – je nach gesundheitlichem Zustand und Alter der betroffenen Person. Sie oder er informiert über Vorteile und Risiken der Behandlung.

Die Therapie bei einer Meningitis erfolgt in der Regel stationär, also im Krankenhaus. Unter Umständen ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig. Abhängig vom Allgemeinzustand der oder des Betroffenen, von Erreger und Schwere bzw. Verlauf der Infektion etc. kann eine Behandlung teils zu Hause stattfinden.

Behandlung einer bakteriellen Meningitis

Die Behandlung erfolgt medikamentös:

  • Antibiotika sowie eventuell Glucocorticoide werden intravenös verabreicht.
  • Ist der Erreger bekannt, können Antibiotika gezielt abgestimmt werden.

Wesentlich ist ein rascher Therapiebeginn. Eine akute bakterielle Meningitis kann innerhalb weniger Stunden zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Eine intensivmedizinische Behandlung ist in diesem Fall unumgänglich. Die Verzögerung der Therapie kann zu einer deutlichen Verschlechterung der Heilungschancen und in schwereren Fällen der Überlebenschancen führen.

Personen, bei denen der Verdacht einer Infektion mit Meningokokken besteht, werden sofort in ein Krankenhaus eingewiesen und dort nach Therapieeinleitung isoliert. Die Isolation ist für 24 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie erforderlich. Ist nachgewiesen, dass Meningokokken für die Gehirnhautentzündung verantwortlich sind, werden enge Kontaktpersonen über eine sogenannte Chemoprophylaxe informiert. Dabei werden Antibiotika an Kontaktpersonen der Betroffenen gegeben. Es kann sich z.B. um Familienangehörige, Personen in Kindergärten und Schulen handeln. Auch medizinisches Personal muss sich gegebenenfalls einer Behandlung unterziehen. Diese Meningokokken sind hochinfektiös. Sie sind allerdings meist empfindlich auf Antibiotika. Deshalb ist in der Regel eine einmalige Antibiotikaeinnahme als Postexpositionsprophylaxe ausreichend. Bei der Postexpositionsprophylaxe handelt es sich um Maßnahmen nach einem Kontakt mit Erregern. Diese zielen darauf ab, einer Infektion vorzubeugen.

Behandlung einer viralen Meningitis

Die Behandlung orientiert sich an der Schwere der Symptome und Verfassung der oder des Betroffenen. Sie besteht vor allem aus Behandlung der Symptome, z.B.:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ggf. Gabe von Elektrolyten,
  • Ruhe,
  • Verabreichung von Schmerzmitteln, wie nicht steroidale Antirheumatika, sowie Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen, sogenannte Antiemetika.
  • Bei einigen Viren kann ggf. eine Therapie mit Virostatika angewandt werden, z.B. bei zusätzlicher Enzephalitis bei Infektion mit Herpes-simplex- oder Varizellen-Zoster-Virus. Die Herpes-Enzephalitis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die bereits bei Verdacht mit Virostatika behandelt werden muss.

Bis die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen und eine bakterielle Meningitis ausgeschlossen werden kann, werden auch Antibiotika verordnet.

Behandlung einer chronischen Meningitis

Da eine chronische Meningitis unterschiedliche Ursachen hat, orientiert sich auch die Behandlung an der jeweiligen Ursache, z.B. dem Erreger, der Schwere der Infektion, sowie Begleit- bzw. Grunderkrankungen. Dafür werden je nachdem unter anderem eingesetzt:

  • Tuberkulosetherapie,
  • Antibiotika, zum Beispiel bei Neuroborreliose,
  • antimykotische Medikamente bei Pilzinfektion,
  • Glucocorticoide - Kortison.

Weitere Informationen zur Diagnose und Therapie bestimmter Erkrankungen bzw. Infektionen, bei denen eine Meningitis chronisch vorliegen kann, finden Sie unter:

Welche Folgen kann eine Meningitis haben?

Der Verlauf und die Folgen einer Meningitis sind von vielen Faktoren abhängig: unter anderem vom gesundheitlichen Zustand der bzw. des Betroffenen, eventuellen weiteren Erkrankungen, dem Erreger, dem Therapiebeginn.

Eine akute bakterielle Meningitis ist lebensgefährlich. Sie führt unbehandelt zu schweren Komplikationen und lebensbedrohlicher Situation. In schwersten Fällen kann sie innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Weitere Informationen finden Sie unter Welche Symptome können auftreten?

Unter Umständen können schwere Langzeitschäden entstehen, z.B. neurologische Schädigungen, Gehörlosigkeit, Störungen der Koordination von Bewegungen, Lähmungen. Auch durch eine chronische bzw. wiederkehrende Entzündung kann es zu schwerwiegenden Schädigungen des Nervensystems kommen.

Eine virale Meningitis hat zum Teil eine relativ gute Prognose. Ist neben den Hirnhäuten auch das Hirngewebe betroffen – liegt also eine Meningoenzephalitis vor –, ist die Prognose schlechter.

Welche Risikofaktoren spielen eine Rolle?

Auch wer besonders gefährdet ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: von der Ursache der Meningitis, dem Übertragungsweg, von der gesundheitlichen Verfassung, Impfungen, Vorerkrankungen, vom Alter und weiteren Gründen. Übertragungswege und Erreger sind unterschiedlich. Hier finden Sie einige Beispiele und weiterführende Links:

Erreger und Übertragungsweg

Bestimmte Krankheitserreger werden über die Luft übertragen – durch Einatmen erregerhaltiger Tröpfchen, z.B. über Husten, Niesen oder durch direkten Kontakt. Dazu zählen Bakterien wie Meningokokken, Pneumokokken sowie Tuberkulose, aber auch Viren. Einige sind besonders ansteckend.

Manche Erreger werden durch Zeckenstiche übertragen, wie das FSME-Virus oder Borrelien. Wieder andere durch Stechmücken, z.B. Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber. Die Übertragung bestimmter Krankheitserreger erfolgt durch Lebensmittel, z.B. Listerien. Auch durch sexuelle Kontakte kann es zu einer Infektion kommen, z.B. mit dem Herpes-simplex-Virus. Daher gibt es verschiedene vorbeugende Maßnahmen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Übertragungswegen sowie der jeweiligen Infektionskrankheit.

Hinsichtlich Prävention bestimmter Erkrankungen, die zu einer Meningitis oder Meningoenzephalitis führen können, liegen Impfstoffe vor. Beispielsweise: Meningokokken, Pneumokokken, Haemophilus influenzae, FSME.

Weitere Informationen finden Sie:

Alter

Eine Meningitis kann in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten von einer (invasiven) Meningokokken-Erkrankung betroffen sind z.B. Kleinkinder bis zwei Jahren sowie Jugendliche. Weitere Informationen finden Sie unter Meningokokken-Erkrankung sowie Impfung gegen Meningokokken. Auch der Erreger Haemophilus influenzae ist ein Grund für Meningitis bei Kindern weltweit. Die Haemophilus-influenzae-Meningitis war früher die häufigste bakterielle Meningitis im frühen Kindesalter. Nach Einführung der Haemophilus influenzae Typ B (HIB)-Impfung ist sie sehr selten geworden.

Eine Meningitis kann bei Kleinkindern auch durch Viren bedingt sein.

Impfstoffe liegen vor: z.B. Haemophilus influenzae, Meningokokken, Pneumokokken, FSME. Weitere Informationen siehe Hinweis unter Erreger und Übertragungsweg sowie unter Impfungen.

Gesundheitliche Faktoren – Erkrankungen und geschwächte Abwehr

Gefährdet sind abwehrgeschwächte Personen, wie Personen mit immunsupprimierender Therapie, Personen mit bestimmten Infektionen oder Erkrankungen, z.B., Diabetes, HIV-Infektion/AIDS. Weitere Informationen zu Übertragung und Schutz finden Sie unter Infektionen. Bei einigen Erkrankungen kann eine Meningitis auch ohne Infektion auftreten, z.B. Autoimmunerkrankungen bzw. bestimmten rheumatologischen Erkrankungen.

Reisen und Aufenthalt in bestimmten Ländern

Bei Reisen in bestimmte Länder und Gebiete können Infektionen auftreten, die zu einer Meningitis, Meningoenzephalitis oder Enzephalitis führen können. Weitere Informationen dazu und zu vorbeugenden Maßnahmen finden Sie unter Infektionskrankheiten auf Reisen und Reiseimpfungen.

Welche vorbeugenden Maßnahmen gibt es?

Je nach Krankheitserreger und individueller Situation können verschiedene Maßnahmen gesetzt werden. Die Ärztin oder der Arzt informiert über diese – auch in Zusammenhang mit der individuellen Situation.

Impfungen

Hinsichtlich eines Schutzes liegen Impfstoffe vor. Weitere Informationen zu Impfungen, Infektionen und Übertragung finden Sie z.B. unter:

Hygienetipps und allgemeine Maßnahmen

Zu allgemeinen Maßnahmen, Infektionen zu vermeiden, zählen unter anderem:

  • In die Armbeuge zu niesen und husten.
  • Die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen.
  • Im Anlassfall den Kontakt zu Erkrankten meiden.
  • Hier finden Sie weitere Infos zu Hygienetipps zum Schutz vor Infektionen.

Weitere Schutzmaßnahmen

Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen hinsichtlich der Übertragung von Erregern über:

  • Zecken: Wie Sie sich vor Zecken schützen und diese richtig entfernen, finden Sie unter FSME & Borreliose sowie Impfung gegen FSME.
  • Stechmücken: je nach Tages- und Jahreszeit und Region, z.B. Tragen von langärmeliger Kleidung und langen Hosen, Verwendung von Insektenschutzmitteln, stehendes Wasser in Blumentrögen vermeiden, Verwendung von Moskitonetzen. Weitere Infos: Insektenschutz auf Reisen.
  • Trinkwasser und Lebensmittel: z.B. abgekochte und pasteurisierte Produkte verwenden. Bei Reisen in bestimmte Länder: Rechtzeitig Informationen einholen, z.B. zu Aufbereitung von Wasser, Vorsichtsmaßnahmen bei Getränken und Lebensmitteln. Weitere Informationen finden Sie z.B. unter dem jeweiligen Erreger auf der Website des BMASGPK sowie der AGES.

Reiseinformationen und Impfungen für Reisen

Das Außenministerium bietet länderspezifische Reiseinformationen inklusive gesundheitlichen Hinweisen und Reisewarnungen. Für Informationen zu Reiseimpfungen bzw. eine ärztliche Beratung vor einer geplanten Reise können Sie sich wenden an:

  • eine Ärztin bzw. einen Arzt für Allgemeinmedizin,
  • eine Ärztin bzw. einen Arzt für Reisemedizin bzw. Tropenmedizin,
  • eine Fachärztin bzw. einen Facharzt für Innere Medizin und Infektiologie.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpersonen sind unter anderem die Hausärztin und der Hausarzt.

Bei Symptomen, z.B. starken Schmerzen, hohem Fieber, Nackensteifigkeit, Bewusstseinsveränderungen oder Bewusstlosigkeit, sofort Notruf 144 anrufen! Ein Verdacht auf eine bakterielle Meningitis wird im Krankenhaus abgeklärt und muss rasch behandelt werden. Weitere Informationen sowie Warnsignale bei Kindern finden Sie auch unter Meningokokken-Erkrankung.

Ärztinnen und Ärzte finden Sie über die Arztsuche oder der Suche nach Primärversorgungseinheiten.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

sowie über den Online-Ratgeber Kostenerstattung der Sozialversicherung.

  • Bundesamt für Gesundheit BAG: Herpes simplex (HSV-1, HSV-2). Online abgerufen im Februar 2026 unter www.bag.admin.ch
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2024): Meningokokken. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.sozialministerium.gv.at
  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (2025): Meningokokken. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.infektionsschutz.de
  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Übertragungswege. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.infektionsschutz.de
  • Cantu RM, Das JM. Viral Meningitis. [Updated 2023 Aug 7]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2026 Jan-. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.ncbi.nlm.nih.gov
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  • DGN (2023): Ambulant erworbene bakterielle Meningoenzephalitis im Erwachsenenalter. LL-S2k. Registernummer 030 – 089. Version 6.0. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.awmf.org
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  • Hasbun, R. (2024): Aseptic meningitis in adults. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.uptodate.com (Registrierung erforderlich)
  • Hasbun, R. (2025): Clinical features and diagnosis of acute bacterial meningitis in adults. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.uptodate.com (Registrierung erforderlich)
  • Herold, G. und Mitarbeiter (2025): Innere Medizin. Bakterielle Meningitis. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Kolho, E., Atula, S. (2022): Meningitis beim Erwachsenen. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.ebm-guidelines.com (Registrierung erforderlich)
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  • WHO (2025): Meningitis. WHO guidelines on meningitis diagnosis, treatment and care. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.who.int
  • Dittmann, A. (2025): Meningismus. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Sterry, W., Pschyrembel Redaktion (2024): Petechien. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Pschyrembel Redaktion (2025): Antiemetika. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Hollstein, G. (2023): Aseptische Meningitis. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Hollstein, G. (2023): Meningitis. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Hollstein, G. (2025): Postexpositionsprophylaxe (PEP). Online abgerufen im Mai 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Fanghänel, J., Pschyrembel Redaktion (2019): Hirnhäute. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Hollstein, G. (2025): Meningoenzephalitis. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)
  • Schulze-Robbecke, R., Pschyrembel Redaktion (2024): Chemoprophylaxe. Online abgerufen im Februar 2026 unter www.pschyrembel.de (Registrierung erforderlich)

Letzte Aktualisierung: 10. Juni 2026

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Prim. Priv. Doz. Dr. Dimitre Staykov, Facharzt für Neurologie

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