Mumps

Mumps ist eine infektiöse Viruserkrankung, die durch das Mumpsvirus verursacht wird. Typisch für die Erkrankung ist vor allem eine Entzündung der Speicheldrüsen. Eine Infektion verläuft meist harmlos, kann aber auch Komplikationen nach sich ziehen. Mumps wird umgangssprachlich auch Ziegenpeter genannt. Die medizinische Bezeichnung lautet Parotitis epidemica.

Mumps ist weltweit verbreitet und kann in jedem Lebensalter auftreten. Nach einer durchgemachten Infektion besteht lebenslange Immunität. Den besten Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung.

Wie wird Mumps übertragen?

Mumpsviren werden meist durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Dies wird als Tröpfcheninfektion bezeichnet. Auch eine Übertragung über mit Speichel verunreinigte Gegenstände, z.B. gemeinsam benutztes Geschirr, ist möglich.

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten erster Symptome - die sogenannte Inkubationszeit - beträgt bei Mumps rund zwei bis vier Wochen.

Erkrankte sind sieben Tage vor bis neun Tage nach dem Auftreten erster Symptomen ansteckend. Die Ansteckungsgefahr ist rund um den Erkrankungsbeginn am größten.

Nach einer durchgemachten Infektion besteht lebenslange Immunität.

Welche Symptome können auftreten?

Bei Mumps treten als erste Anzeichen oft erkältungsähnliche Beschwerden wie Fieber, Husten, Kopfschmerzen oder Müdigkeit auf. Nach ein bis zwei Tagen, manchmal auch ohne Vorboten, schwillt typischerweise die Ohrspeicheldrüse auf einer oder auf beiden Seiten an. Zusätzlich können auch die Speicheldrüsen im Unterkiefer, unter der Zunge sowie die angrenzenden Lymphknoten anschwellen.

Symbolbild Ohrspeicheldrüse
© rob3000

Die betroffenen Kinder haben stark geschwollene Wangen, klagen über Schmerzen beim Kauen, in den Ohren oder beim Bewegen des Kopfes. Die Schwellungen gehen nach drei bis acht Tagen wieder zurück.

Rund 30 bis 40 Prozent aller Mumpserkrankungen verlaufen ohne Symptome bzw. nur mit erkältungsähnlichen Beschwerden, insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren.

Hinweis

Auch milde und asymptomatische Krankheitsverläufe sind ansteckend.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Ärztin oder der Arzt stellt meist anhand der Symptome und des typischen Erscheinungsbildes fest, ob es sich um Mumps handelt. Ähnliche Symptome können aber auch durch andere Erkrankungen verursacht werden, z.B. bei bakteriellen Entzündungen der Ohrspeicheldrüsen, Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus oder bei Sekretstauungen durch Speichelsteine.

Zur Sicherung der Diagnose kann das Mumpsvirus aus einem Rachenabstrich oder aus einer Urinprobe nachgewiesen werden. Zusätzlich kann eine Antikörperbestimmung im Blut erfolgen.

Wie erfolgt die Behandlung von Mumps?

Welche Komplikationen können auftreten?

Das Risiko für Komplikationen und für Spätfolgen nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Zu den gefährlichsten Komplikationen zählen Entzündungen des zentralen Nervensystems, vor allem die Gehirnhautentzündung oder Meningitis. Seltener kommt es zu einer Gehirnentzündung, einer sogenannten Enzephalitis. Meninigits und Enzephalitis können schwere bleibende Schäden verursachen oder lebensbedrohlich verlaufen. Sie treten bei fünf bis zehn Prozent der Mumpserkrankungen auf.

Mumps kann zudem folgende Entzündungen verursachen:

Wie Sie Mumps vorbeugen können

Wohin kann ich mich wenden?

Die Diagnose und Behandlung von Mumps erfolgen durch

  • Ärztin oder Arzt für Allgemeinmedizin,
  • Fachärztin oder Facharzt für Kinderheilkunde.

Hinweis

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an Mumps erkrankt ist, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt VORAB telefonisch, um den Kontakt mit anderen Personen in Warteräumen zu vermeiden.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

sowie über den Online-Ratgeber Kostenerstattung der Sozialversicherung.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 4. August 2022

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Univ.-Prof. Dr. Andreas Böck

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