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Arzt und Patient bei Untersuchung © moodboard
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Magenkrebs: Diagnose

Wird Magenkrebs im Frühstadium erkannt, steigen die Chancen auf Heilung. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf Warnsignale zu hören und diese möglichst früh durch eine Ärztin/einen Arzt abklären zu lassen. Neben einem ausführlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung wird die Ärztin/der Arzt Stuhl- und Bluttests durchführen. Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) ermöglicht eine schnelle, sichere und frühzeitige Diagnose. Dabei können Veränderungen in der Magenschleimhaut festgestellt und Gewebeproben entnommen werden. Diese werden unter dem Mikroskop untersucht und auf Infektionen (v.a.Helicobacter pylori) geprüft. 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wird tatsächlich Magenkrebs festgestellt, sucht die Ärztin/der Arzt die am besten geeignete Behandlung. Zu diesem Zweck bedarf es weiterer Untersuchungen, die feststellen, wie weit sich der Tumor bereits ausgebreitet hat, ob Lymphknoten befallen sind und ob sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Körperregionen gebildet haben. Zu den Untersuchungen zählen:

Um die Therapie optimal planen und die Prognose abschätzen zu können, verwenden Fachleute internationale Klassifikationen: das sogenannte Grading, die Lauren-Klassifikation sowie Staging (TNM-Klassifikation).  

Grading 

Das während einer Magenspiegelung oder Operation entnommene Gewebe wird unter dem Mikroskop untersucht. Dabei wird beurteilt, wie sehr sich die Krebszellen von normalem Magengewebe unterscheiden und wie aggressiv der Tumor wächst. Es gibt vier Grade: 

  • G1 (niedriges Risiko): Das Tumorgewebe ist der normalen Schleimhaut noch sehr ähnlich (man sagt: gut differenziert oder ausgereift) und gilt als weniger aggressiv.
  • G2 (mittleres Risiko): Das Tumorgewebe unterscheidet sich bereits von der normalen Schleimhaut, es ist mäßig differenziert.
  • G3 (hohes Risiko): Das Tumorgewebe ähnelt dagegen normalem Schleimhautgewebe kaum noch, es ist schlecht differenziert. Diese Tumoren gelten als aggressiv und haben eine ungünstigere Prognose.
  • G4 (sehr hohes Risiko).

Ausbreitungsverhalten

Ob und wie operiert werden kann, wird auch durch das Wachstumsverhalten des Tumors mitbestimmt. Die sogenannte Lauren-Einteilung beschreibt, wie der Tumor wächst und sich im Magen ausbreitet. 

  • Intestinaler Typ: Gut begrenzter Tumor, dessen Gewebe sich nur wenig vom normalen Magengewebe unterscheidet. Dieser Typ lässt sich gut operieren. Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, das Tumorgewebe vollständig zu entfernen, wenn der Tumor früh entdeckt wird.
  • Diffuser Typ: Der Tumor ähnelt normalem Magengewebe kaum mehr und wächst großflächig in die Magenwand. Die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Tumor mit einer Operation vollständig zu entfernen, ist geringer als beim intestinalen Typ. Um kleine Tumorherde nicht zu übersehen, entfernen Ärztinnen und Ärzte vorsorglich mehr Gewebe um den Tumor herum.
  • Mischtyp: Nicht eindeutig zuzuordnen.

Staging

Mittels der TNM-Klassifikation kann die Ärztin/der Arzt die örtliche Ausbreitung des Tumors sowie den Befall von Lymphknoten und anderen Organen einschätzen. So kann die Prognose des Magenkrebses eingeschätzt werden. 

  • T beschreibt, wie tief der Tumor in die Magenwand eingewachsen ist bzw. ob sich dieser schon darüber hinaus ausgebreitet hat.
  • N beschreibt, ob und, wenn ja, wie viele Lymphknoten befallen sind.
  • M beschreibt, ob Fernmetastasen gefunden wurden.

Wohin kann ich mich wenden?

Haben Sie den Verdacht, an einem Magenkarzinom zu leiden, können Sie sich bezüglich Abklärung an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin,
  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin,
  • Fachärztin/Facharzt für Chirurgie.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

sowie über den Online-Ratgeber Kostenerstattung der Sozialversicherung.


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