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Durchführung einer Laparoskopie © grzegorz Kwolek

Laparoskopie (Bauchspiegelung)

Die Laparoskopie ist eine Untersuchungs- und/oder Operationsmethode, bei der die Bauchhöhle und die darin liegenden Organe mithilfe eines Laparoskop sichtbar gemacht werden. Dieses Endoskop wird über einen kleinen Hautschnitt und eine Führungshilfe (Trokar) in die Bauchhöhle eingebracht. Ein Laparoskop besteht aus einem dünnen Rohr, das am Ende eine kleine Kamera beinhaltet, sowie einem optischen Stablinsensystem, das zur Vergrößerung dient. Über eine Lichtquelle und eine Videokamera ist das Laparoskop mit einem Monitor verbunden, über den dann das Innenleben des Bauchraumes eingesehen werden kann . . .

Wann ist eine Laparoskopie notwendig?

Bei der diagnostischen Laparoskopie (Bauchspiegelung) geht es ausschließlich um die Inspektion und die Informationsgewinnung über die Beschaffenheit der Bauchorgane (z.B. unklare Bauchbeschwerden). Bei der operativen Laparoskopie werden zusätzlich neben dem Laparoskop weitere kleine Hautschnitte gesetzt, über die dann spezielle laparoskopische chirurgische Instrumente über Führungshilfen (Trokare) in die Bauchhöhle eingebracht werden. Mit diesen Instrumenten können dann unter optischer Kontrolle des Laparoskops unterschiedliche operative Eingriffe durchgeführt werden.

Heute wird die Laparoskopie mit primärer chirurgischer Zielsetzung eingesetzt (Schlüssellochchirurgie). Viele operative Eingriffe aus den Bereichen Chirurgie, Gynäkologie und Urologie werden bereits routinemäßig laparoskopisch durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise:

  • Gallenblasenentfernung (bei Gallenblasenentzündung oder Gallensteinen),
  • Operation eines Leisten-, Nabel- und Narbenbruches,
  • Entfernung des Blinddarms,
  • Darmoperationen bei gut- und bösartigen Darmerkrankungen,
  • Operationen bei Zwerchfellbruch oder Refluxkrankheit,
  • Lösung von Verwachsungen im Bauchraum (nach Voroperationen),
  • Operationen bei gynäkologischen gut- und bösartigen Tumoren (z.B. Zysten),
  • Sterilisation der Frau,
  • Operationen von gut- und bösartigen Tumoren an Niere und Nebenniere sowie
  • Operationen an Prostata und Harnblase bei vorwiegend bösartigen Tumoren.

Welche Vorbereitungen sind erforderlich?

  • Die Patientin/der Patient vor dem Eingriff weder essen noch trinken.
  • Blutgerinnungshemmende Mittel müssen rechtzeitig vor der Laparoskopie abgesetzt werden. Der Gerinnungsstatus wird mithilfe einer Blutuntersuchung überprüft.
  • Die Bauchspiegelung erfolgt meist unter Vollnarkose. Die Art und Weise der Narkose wird die Narkoseärztin/der Narkosearzt im Vorfeld mit Ihnen besprechen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Unter Narkose wird ein zirka zehn bis 20 Millimeter kleiner Hautschnitt, zumeist am Nabelrand, gesetzt. Durch diese Öffnung wird eine dünne Kanüle (Veres-Nadel) eingeführt und der Bauchraum mit Kohlendioxid gefüllt. In die so entstandene Höhle wird durch die Bauchdecke eine Führungshilfe (Trokar) eingesetzt, durch diese wiederum das Laparoskop in die Bauchhöhle eingebracht wird. Unter optischer Kontrolle können in der Folge weitere Trokare eingesetzt und über diese dann die chirurgischen Instrumente eingeführt werden. Am Ende des Eingriffes werden die Trokare wieder entfernt und die kleinen Hautwunden mit Klammern oder Naht verschlossen.

Welche Vorteile hat die Laparoskopie?

Laparoskopische Eingriffe sind für die Patientinnen/Patienten in der Regel wenig belastend.
Die minimalen Öffnungen in der Bauchdecke verursachen nur kleine Operationsnarben. Dadurch ist der Wundschmerz im Vergleich zu offenen konventionellen Operationstechniken deutlich geringer. Auch Wundinfektionen sind selten. Die Patientinnen/Patienten können früher aus dem Krankenbett aufstehen, der Krankenhausaufenthalt und die Rekonvaleszenzzeit lassen sich verkürzen.

Auch das kosmetische Ergebnis (kleine Narben) hat für viele Patientinnen/Patienten große Bedeutung. Besonders hilfreich ist die Laparoskopie bei stark übergewichtigen Patientinnen/Patienten (Vermeidung großer Bauchschnitte und Verringerung des erhöhten Wundrisikos).

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Die Bauchspiegelung ist ein risikoarmes Routineverfahren. Mögliche Komplikationen während des Eingriffs können in seltenen Fällen Blutungen, Verletzungen an Bauchorganen sowie Druckschäden an Nerven und Weichteilen infolge der notwendigen Lagerung während einer Operation sein. Nach dem Eingriff kommen äußerst selten Nachblutungen, Infektionen der Bauchhöhle, Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose), Blutgefäßverschluss durch verschleppte Gerinnsel (Embolie) sowie Wundheilungsstörungen vor.

Wo wird eine Laparoskopie durchgeführt?

Eine Laparoskopie kann in Krankenhäusern mit Abteilungen für Chirurgie, Urologie und Gynäkologie durchgeführt werden.

Je nach Art des Eingriffes ist dieser tagesklinisch oder stationär durchführbar.
Krankenhäuser (mit den Abteilungen für Chirurgie, Urologie und Gynäkologie) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle diagnostischen und operativen laparoskopischen Eingriffe werden von den Sozialversicherungsträger bei entsprechender Indikation übernommen.

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