Endosonographie

Bei der Endosonographie handelt es sich um eine besondere Form der Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Diese wird nicht von außen durch die Haut, sondern von innen durchgeführt. Es handelt sich also um eine Kombination von Endoskopie und Ultraschalluntersuchung. Das Verfahren wird auch endoskopischer Ultraschall (EUS) genannt. Eine Endosonographie ähnelt einer Magen-Darm-Spiegelung (Gastroskopie), liefert aber höher aufgelöste und detailliertere Bilder der Organe und Gewebe. Eine Endosonographie eignet sich zur Untersuchung von möglichen Veränderungen im Magen-Darm-Trakt und den angrenzenden Geweben und Organen wie etwa der Lymphknoten, der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenwege. Durch eine Endosonographie lassen sich zum Beispiel Darmpolypen und bestimmte Tumorarten gut darstellen. Bei der oberen Endosonographie werden Speisröhre, Magen, Pankreas und Teile der Gallenwege untersucht. Bei der unteren Endosonographie wird in der Regel nur der Mastdarm (Rektum) untersucht.

Welche Vorbereitungen sind erforderlich?

Bei der oberen Endosonographie dürfen Patientinnen/Patienten sechs Stunden vor der Untersuchung keine feste Nahrung zu sich nehmen. Vier Stunden vorher darf nicht getrunken werden. Für die untere Endosonographie wird meist ein Einlauf gemacht.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt ähnlich dem Prinzip einer Magenspiegelung (Gastroskopie). Dabei wird ein Untersuchungsschlauch (Endoskop), der eine Kamera (Optik) und einen kleinen Ultraschallkopf besitzt, in den Körper eingeführt. Abhängig vom zu untersuchenden Bereich ist dies entweder über den Mund und die Speiseröhre oder den After und Darm möglich. Um das Einführen des Endoskops angenehmer zu machen, wird die eine Endosonographie meist in Sedierung (leichte Narkose) durchgeführt. Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten.

Welche zusätzlichen Eingriffe sind bei der Endosonographie möglich?

Es ist möglich gezielte Gewebeproben (Biopsien) durch Punktion unterhalb der Schleimhaut gelegener Gewebeschichten zu entnehmen. Solche Punktionen sind nicht schmerzhaft.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen können auftreten?

Komplikationen/Nebenwirkungen kommen bei der Endosonographie sehr selten vor. Verletzungen können vor allem beim Einführen des Geräts entstehen. Das Risiko dafür ist aufgrund des Geräteaufbaus höher als bei der Gastroskopie. Bei Punktionen kann es zu einer Blutung oder einer Infektion kommen.

Wo wird eine Endosonografie durchgeführt?

Die Endosonografie wird von spezialisierten Fachärztinnen und Fachärzten für Innere Medizin/Gastroenterologie oder Chirurgie durchgeführt. Eine örtliche Zuweisung/Überweisung ist erforderlich.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Innere Medizin oder Chirurgie in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche.
  • Krankenhäuser (mit Abteilungen für Innere Medizin/Gastroenterologie oder Chirurgie) in Ihrer Nähe finden Sie unter Kliniksuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Endosonografie benötigen Sie eine fachärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Da die Untersuchung sehr aufwendig ist, ist ein Beratungsgespräch und eine Terminvereinbarung notwendig. Die Kosten werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 19. November 2021

Abgenommen durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: OA Dr. Alexander Ziachehabi

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