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Blutprobe © jarun011

Röteln

Bei den Röteln (Rubeola) handelt es sich um eine Virusinfektionskrankheit, die in der Regel leicht verläuft und mit einem Ausschlag einhergeht. Betroffen sind vor allem ältere Kinder und jugendliche Erwachsene. Kinder unter sechs Monaten erkranken sehr selten . . .

Übertragung & Vorbeugung

Sie erfolgt als Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion. Mögliche Infektionsquellen sind Nasen-Rachensekret, Blut, Harn und Stuhl von Rötelnkranken oder Infizierten, die keine Krankheitssymptome zeigen. Säuglinge mit angeborenen Röteln können das Virus monatelang ausscheiden. Die Ansteckungsgefahr ist niedriger als etwa bei Masern oder Windpocken und wird in der Literatur mit 30 bis 70 Prozent angegeben.

Die beste Vorbeugung ist die Schutzimpfung aller Kinder ab dem zwölften Lebensmonat (als Kombinationsimpfung mit Mumps und Masern), gefolgt von einer zweiten Impfung im zweiten Lebensjahr. Besonders in der Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen ist die Schutzrate gegen MMR (Masern, Mumps, Röteln) zu niedrig, daher sollte nachgeimpft werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Impfungen.

Hinweis Die Inkubationszeit beträgt mbeist zwei bis drei Wochen. Ein Teil der Infizierten macht nur eine abgeschwächte Erkrankung durch. Die Infektiosität beginnt vier Tage vor Beginn des Hautausschlages und endet etwa zwei Wochen danach.

Symptome

Im fieberhaften Prodromalstadium bestehen nur leichte schnupfen- oder grippeartige Beschwerden. Ein bis zwei Tage später beginnt ein Ausschlag zuerst hinter den Ohren und im Gesicht und geht dann auf den gesamten Körper über. Die Hautveränderungen sind hellrot, selten größer als fünf Millimeter, etwas erhaben und manchmal von einem blassen Hof umgeben. Sie verschwinden meist bereits nach drei Tagen. Am Gaumen kann ein fleckiger Ausschlag auftreten. Die Körpertemperatur ist oft normal, selten höher als 38,5 Grad Celsius. Meist sind die Lymphknoten am Hals geschwollen.

Verlauf

Der Verlauf ist bei Kindern fast immer komplikationslos. Nur vereinzelt treten Gehirnentzündungen (Enzephalitiden) auf. Spätschäden oder Todesfälle sind sehr selten. Bei größeren Kindern und Erwachsenen kommen Gelenkschmerzen vor, die sich ohne Therapie wieder zurückbilden.

Diagnose & Therapie

Die Ärztin/der Arzt stellt meist anhand der Hautveränderungen und der sonstigen Krankheitszeichen fest, ob das Kind tatsächlich Röteln hat. Die Sicherung der Diagnose ist mittels Laboruntersuchung möglich. Damit lassen sich auch Krankheiten mit ähnlichen Hautveränderungen wie atypische Masern, Dreitagefieber und besonders allergische Hautausschläge ausschließen.

Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Wegen der Gefahr einer durch Röteln bedingten Schädigung des ungeborenen Kindes steht der Schutz aller Schwangeren im Vordergrund.

Wohin kann ich mich wenden?

Sobald erste Krankheitszeichen auftreten, sollten Sie mit Ihrem Kind eine Ärztin/einen Arzt für Allgemeinmedizin oder Kinder- und Jugendheilkunde aufsuchen.

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