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Symbolfoto Gehirn © psdesign1

Vaskuläre Demenz

Rund zehn Prozent der Demenzfälle werden einer vaskulären Demenz zugeordnet. Ursachen sind gefäßbedingte Durchblutungsstörungen im Gehirn, die zu kleineren Hirninfarkten bzw. größeren Infarkten (Schlaganfällen) führen können. In der Folge kommt es zu einer Zerstörung des Hirngewebes und der Entwicklung einer Demenz. Sie kann entweder plötzlich auftreten oder – wie bei einer Multi-Infarkt-Demenz – sich langsam entwickeln. Selten wird eine vaskuläre Demenz auch durch einen einzelnen Schlaganfall ausgelöst. Eine weitere mögliche Ursache ist eine Erkrankung von tiefer liegenden Gehirnbereichen, die subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie. Hierbei schreitet die Demenz langsam und relativ gleichmäßig voran.

Symptome

Typische Symptome einer vaskulären Demenz sind

  • eine allgemeine Verlangsamung,
  • Konzentrationsschwäche,
  • Antriebsminderung, 
  • plötzliche Verwirrtheit oder
  • Depression

Zu anderen Anzeichen zählen eine vorübergehende Lähmung, schlechteres Sehvermögen, Sprechschwierigkeiten, Gangstörungen, Bewegungsunsicherheiten und Blasenstörungen. Im Gegensatz zur Alzheimer-Demenz sind Gedächtnis, Sprache und Orientierung noch gut erhalten, allerdings durch Verlangsamung und Konzentrationsstörung beeinträchtigt.

Phasen der Verschlechterung, in denen weitere Gehirnteile absterben, wechseln sich mit Zeiten einer leichten Besserung ab. Im Vergleich zur Alzheimer-Demenz sind sich Patientinnen/Patienten mit vaskulärer bzw. mit Multi-Infarkt-Demenz oft länger der Verschlechterung ihres Zustandes bewusst, da umliegende Gehirnteile Funktionen übernehmen dürften.

Risikofaktoren

Risikofaktoren für das Entstehen einer vaskulären Demenz sind Schlaganfall und Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette, Übergewicht und Bewegungsmangel. Eine vaskuläre Demenz kann auch als Mischform mit einer anderen Demenzerkrankung, häufig mit Alzheimer-Demenz, auftreten.

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