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Seniorin mit ihrer Betreuungsperson © Alexander Raths

Leben mit Demenz

Das Bewusstsein, dass die geistige Leistungsfähigkeit abnimmt, besteht bei Personen mit Demenz meist schon Jahre vor einer medizinischen Diagnose „Demenz“. Betroffene machen sich oft Sorgen wegen ihrer Vergesslichkeit und manche leiden unter einer depressiven Verstimmung. Subjektiv empfundene Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit sollen von den Betroffenen und ihren Angehörigen ernst genommen werden. Menschen mit Demenz erleben den Verlust ihrer Fähigkeiten oft mit schmerzlichem Bewusstsein. Das Erinnerungsvermögen lässt nach und viele Informationen können nicht mehr im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Jedoch können auch in einem schweren Stadium der Demenz Informationen behalten werden, wenn sie mit stärkeren Gefühlsinhalten gekoppelt werden.

Besondere Bedürfnisse 

Menschen mit Demenz erwarten von ihrer Umgebung, dass diese sich an ihre speziellen Bedürfnisse anpasst. Diese Bedürfnisse sind sowohl individuell unterschiedlich als auch vom Stadium der Krankheit abhängig. So steigen mit zunehmendem Fortschreiten der Krankheit das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit sowie das Bedürfnis nach klarer Organisation des Alltags. Das Bedürfnis nach freier Entscheidungsmöglichkeit bleibt bis in die spätesten Stadien der Erkrankung erhalten. Das soziale Umfeld sollte dafür sorgen, dass positive Erlebnisse möglichst in den Vordergrund gerückt werden und vorhandene Fähigkeiten bis in die letzten Stadien der Krankheit gestützt werden. Als Reaktion auf eine nicht bedürfnisgerecht organisierte Umgebung können Betroffene auffälliges, manchmal sogar problematisches Verhalten entwickeln.

Negative Einflüsse vermeiden

Bestimmte Situationen begünstigen problematisches Verhalten. Diese Situationen zu erkennen und – wenn möglich – die Probleme zu lösen, beeinflusst den Krankheitsverlauf positiv. Beispiele sind:

  • Demenz wird vom Umfeld und/oder der/dem Erkrankten geleugnet. Geistige und psychische Veränderungen werden nicht als Krankheitsfolgen akzeptiert. Die betroffene Person wird nicht ernst genommen oder oft mit Vorwürfen konfrontiert.
  • Krankheitsanzeichen werden nicht erkannt oder übersehen. Bei einer späten Diagnose bleibt zu wenig Zeit, sich auf die Krankheit und ihre Folgen einzustellen und vorzubereiten, z.B. durch Beratungen, Organisation von Unterstützung etc.
  • Die Lebensgeschichte der/des Erkrankten wird von den Betreuungspersonen zu wenig berücksichtigt.
  • Die Familienbeziehungen sind konfliktbeladen.

In jedem Stadium profitieren die Betroffenen von einer einfühlsamen Betreuung, die ihre Bedürfnisse anerkennt.

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