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Frau hält die Hände einer älteren Frau © Ocskay Bence

Alzheimer-Demenz

Alzheimer ist die häufigste Form der degenerativen Demenzerkrankungen. Rund 60 bis 80 Prozent aller primären Demenzfälle werden dem Alzheimer-Typ zugerechnet. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Der geistige Abbau wird durch krankhafte Veränderungen im Gehirn verursacht.

Verschiedene Ursachen 

Es wird vermutet, dass für die Alzheimer-Demenz zwei Arten von krankhaften Eiweißablagerungen im Gehirn verantwortlich sind:

  • die senilen Plaques und
  • die Neurofibrillen oder Tangles.

Diese Eiweißablagerungen zerstören die Nervenleitungen zwischen den Gehirnzellen und beeinträchtigen die chemischen Prozesse für die Übertragung von Informationen im Gehirn. Die Ablagerungen finden schon vor dem erkennbaren Auftreten klinischer Symptome statt. Das Absterben von Nervenzellen im Gehirn beginnt im Hippocampus und breitet sich langsam und oft jahrelang unbemerkt auf andere Gehirnregionen aus.

Jene Orte im Gehirn, die für das Gedächtnis, die Denkfähigkeit, die räumliche Orientierung, die Planung von komplexen Handlungen und die Sprache verantwortlich sind, sind meistens als erstes von den Störungen betroffen. Dadurch können zunächst Erinnerungen, später auch erlernte Verhaltensweisen und logische Zusammenhänge von den erkrankten Personen nicht mehr abgerufen werden. Durch die Abbauvorgänge bildet sich das Hirngewebe zurück. So sind die Gehirne von Personen mit einer Alzheimer-Demenz im Durchschnitt um zehn bis 20 Prozent leichter als jene von Gesunden.

Individueller Krankheitsverlauf

Im Verlauf der Erkrankung verstärken sich die Demenz-Symptome. Es kann auch zu Veränderungen im Verhalten und bei der Persönlichkeit kommen. Im Durchschnitt leben die Betroffenen nach der Diagnose einer Alzheimer-Demenz rund acht Jahre, in einzelnen Fällen aber auch 20 Jahre und länger. Die Symptome können sich je nach individuellem Krankheitsverlauf in den Stadien auch überschneiden. Ebenso spielen eventuelle Begleiterkrankungen beim Krankheitsverlauf eine Rolle. Eine Alzheimer-Demenz kann auch in Verbindung mit anderen demenzauslösenden Erkrankungen auftreten, häufig auch in Verbindung mit einer vaskulären Hirnstörung (vaskulärer Demenz). Weitere Informationen: Diagnose Demenz.

Trotz des geistigen Abbaus bleiben bestimmte Zugänge zu den erworbenen Fähigkeiten und Lebenserfahrungen bis zum Tod erhalten, ebenso wie die Fähigkeit von Alzheimerkranken, ihre Außenwelt wahrzunehmen und positive oder negative Gefühle zu empfinden.

Auswirkungen auf den Alltag

Im Verlauf der Erkrankung wird es für die Betroffenen zunehmend schwieriger, Alltagsaktivitäten selbstständig auszuführen. Sie benötigen immer mehr Unterstützung. Dabei ist eine verständnisvolle Herangehensweise vonseiten der betreuenden Personen wichtig. Es kommt darauf an, den Erkrankten die notwendige Unterstützung zu bieten, aber auch ihre Selbstständigkeit zu fördern. Wichtig ist, die vorhandenen Fähigkeiten bewusst zu nutzen, sie zu trainieren und die Eigenverantwortung möglichst lange zu erhalten. Dies stärkt das Selbstwertgefühl der Erkrankten und beugt auffälligem Verhalten vor.

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