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Tetanusbakterien © royaltystockphoto

Tetanus

Tetanus wird durch das Toxin der Tetanusbakterien (Clostridium tetani) hervorgerufen, die vor allem in der Erde (auch Blumenerde), Holz oder im Staub vorkommen. Der Erreger kommt auch in der Ausscheidungen von Nutztieren vor und findet sich in deren Umgebung. Die Übertragung erfolgt durch Wundinfektion. Die Bakterien können zum Beispiel über Schnittwunden, Abschürfungen oder Tierbisse in den Körper gelangen. 

Erreger: Gift (Toxin) des Bakteriums Clostridium tetani; die Bakterien vermehren sich in der Wunde und sondern ein Gift ab, nach Tagen bis Wochen treten Symptome auf.

Verbreitung: weltweit. Tetanus stellt vor allem in Ländern mit geringer Durchimpfungsrate und niedrigen Hygienestandards ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem dar. Betroffen sind vor allem Mütter und Neugeborene (verunreinigte Geburtsstätten, unsteriles abnabeln). 

Die Erkrankung kommt so gut wie nie bei Touristen vor und ist in Ländern mit funktionierendem Impfsystem stark zurückgegangen. In Österreich sind in den letzten fünf Jahren zwei bis zehn Fälle aufgetreten, die Hälfte davon mit tödlichem Ausgang.

Übertragung: Wundverschmutzung; klassisch ist die sogenannte „Bagatellverletzung“, d.h. kleine bis kleinste Wunden, die verschmutzt sind. Infektionsquelle sind Erdreich, Staub, tierische und menschliche Ausscheidungen.

Inkubationszeit: wenige Tage bis zu mehreren Wochen.

Beschwerdebild: Tage bis Wochen nach der Verletzung (die Wunde ist meist schon verheilt) treten Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Abgeschlagenheit, Schwitzen und eventuell ein Ziehen an der Wunde auf. Später kommen schwere, sehr schmerzhaft Muskelkrämpfe hinzu (daher die Bezeichnung „Wundstarrkrampf“), ebenso Schluckbeschwerden, allgemeine Krampfneigung, Kreislaufprobleme. Letztlich kann die Infektion zu Nervenlähmungen und Atemstillstand führen. Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft und endet trotz moderner Behandlungsmethoden in 20 bis 30 Prozent der Fälle tödlich. Eine Tetanuserkrankung hinterlässt keine Immunität!

Diagnose: klinisch aus dem Krankheitsbild. 

Therapie: Tetanus-Immunglobulin, Lähmung der Muskulatur zur Behebung der Krämpfe, Intensivüberwachung, Antibiotika. 

Vorbeugung: Schutzimpfung; die Schutzimpfung ist in Österreich im kostenfreien Impfprogramm enthalten und wird generell allen Personen empfohlen. Nach einer Verletzung soll der Impfstatus überprüft und gegebenenfalls nach dem aktuellen Impfschema aufgefrischt werden. 

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