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Mann mit Sehnenscheidenentzündung © Ingo Bartussek

Sehnenscheidenentzündungen

Eine Sehnenscheide ist eine mit Flüssigkeit gefüllte „Hülle“, die eine oder mehrere Sehnen schützt. Außerdem ist die Sehnenscheide zur exakten Sehnenführung erforderlich. Sehnenscheiden gibt es an Körperstellen, wo die Möglichkeit einer mechanischen Schädigung der Sehne infolge von Reibung oder Druck durch Knochenvorsprünge, Richtungsänderung oder oberflächliche Lokalisation besteht. Sehnenscheidenentzündungen (Tendovaginitiden) gibt es prinzipiell überall, wo Sehnenscheiden existieren, beispielsweise im Bereich des Hand- oder Sprunggelenks.

Ursachen & Vorbeugung

Eine Sehnenscheidenentzündung ist ein Entzündungs- und Reizzustand des Sehnengleitgewebes und kommt nicht nur bei Sportlerinnen und Sportlern häufig vor. Sie ist meistens die Folge einer akuten oder chronischen Überlastung, z.B. am Handgelenk. Sehnenscheidenentzündung kann durch Vermeidung von Überlastungszuständen, v.a. wiederholten monotonen Bewegungsabläufen, vorgebeugt werden.

Symptome & Diagnose

Folgende Beschwerden können auftreten: Starke stechende oder ziehende Schmerzen bei Bewegung, Druckschmerz entlang des Sehnen- und Muskelverlaufs, Überwärmung und Rötung als Entzündungszeichen. In ausgeprägten Fällen ist auch Ruheschmerz vorhanden.

Die Diagnose einer Tendovaginitis wird meistens aufgrund der Beschwerden sowie des körperlichen Untersuchungsbefundes gestellt. Manchmal kann man ein Reiben bei Bewegungen der in der entsprechenden Sehnenscheide verlaufenden Sehne(n) ertasten oder eine Weichteilschwellung erkennen. In seltenen Fällen ist eine Kernspintomographie hilfreich.

Therapie

Ruhigstellung des betroffenen Muskels (Schiene, Verband), entzündungshemmende Medikamente (Salben, Tabletten etc.), Ergotherapie, im Bedarfsfall Operation etc.

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