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Ultraschall Bauchraum © casanowe

Gallensteine: Diagnose

Zur Diagnosestellung wird die Allgemeinmedizinerin/der Allgemeinmediziner oder die Fachärztin/der Facharzt für Innere Medizin in einem ausführlichen Gespräch nach Ihren Beschwerden fragen. Von Interesse ist vor allem, wo Sie die Schmerzen haben, wohin sie ausstrahlen und wann diese auftreten, vor allem in Bezug zu den Mahlzeiten. Sie/er wird fragen, ob in Ihrer Familie Beschwerden oder Krankheiten an der Gallenblase bekannt sind. Aufschlussreich ist zudem die Information, wie es Ihnen nach dem Essen fettreicher Speisen ergeht bzw. wie Ihr Wohlbefinden generell nach dem Essen ist . . .

Druckschmerz

Die Ärztin/der Arzt wird eine körperliche Untersuchung vornehmen, bei der ein für Beschwerden mit der Gallenblase typischer Druckschmerz im Bauch provoziert wird („Murphy-Zeichen“). Dabei drückt die Ärztin/der Arzt, während Sie einatmen, tief in Ihren rechten Oberbauch unterhalb der letzten Rippe. Liegt eine Irritation der Gallenblase vor, verursacht dieser Druck meist heftige Schmerzen. bzw.

Untersuchungen

In der Regel leitet die Ärztin/der Arzt weitere diagnostische Schritte in die Wege.

Dabei kommen folgende Untersuchungsmethoden zur Anwendung:

Bleibt unklar, ob ein Gallenstein im Gallengang vorliegt:

  • Magnetresonanz-Cholangiographie (MRC) oder
  • Endosonographie (EUS)

Eine endoskopische retrograde Cholangiographie (ERC) aus rein diagnostischen Gründen sollte heute aufgrund des Risikos einer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) nicht mehr durchgeführt werden.

Endoskopische retrograde Cholangiographie

Hat die Ärztin/der Arzt den dringlichen Verdacht, dass Gallensteine vorliegen, wird häufig direkt eine endoskopische retrograde Cholangiographie (ERC) durchgeführt. Sie kombiniert die Bestätigung der Diagnose mit der gleichzeitigen Behandlung. Bei dieser Methode wird unter tiefer Sedierung ein dünner Schlauch mit Kamera (Endoskop) wie bei einer Magenspiegelung über die Speiseröhre bis in den Zwölffingerdarm eingeführt.

Mittels eines Kontrastmittels können die Gallensteine jetzt im Röntgen sichtbar gemacht und unter Röntgenkontrolle mit feinen, durch das Endoskop geführten Instrumenten entfernt werden. Die wichtigste Komplikation dieses Eingriffs ist die Auslösung einer akuten Pankreatitis, weshalb der Einsatz von der Ärztin/dem Arzt überlegt erfolgen soll.

Wohin kann ich mich wenden?

Zur Abklärung von Problemen an der Gallenblase wie z.B. Beschwerden oder heftige Schmerzen (Koliken) im rechten Oberbauch wenden Sie sich als erste Anlaufstelle an:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin.

Zur weiterführenden Abklärung kann ein Besuch bei folgenden Ärztinnen/Ärzten erforderlich sein:

  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin (Gastroenterologie und Hepatologie),
  • Fachärztin/Facharzt für Chirurgie.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten der Diagnose von Beschwerden an der Gallenblase werden im Regelfall von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB). Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen.

Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

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