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Seniorin mit Rückenschmerzen © Monkey Business

Osteoporose: Symptome & Diagnose

Die Osteoporose ist eine schleichende Erkrankung und verursacht meist erst in fortgeschrittenen Stadien Beschwerden. Erste Anzeichen können eine Abnahme der Körpergröße oder Rückenschmerzen sein. Die Diagnose erfolgt vielfach erst nach dem ersten Knochenbruch, häufig im späteren Lebensalter . . .

Symptome

Erste Anzeichen können eine Abnahme der Körpergröße oder Rückenschmerzen sein. Sie sind meist die Folge von häufig gar nicht von der/dem Betroffenen wahrgenommenen Frakturen. Denn durch die erhöhte Porösität reichen oft schon geringe, für gesunde Menschen völlig harmlose Belastungen, um einen Knochen zu brechen – z.B. das Heben einer schweren Tasche, das Abstützen mit der Hand, eine heftige Bewegung, ein Hustenanfall oder leichtes Stolpern. Diese Knochenbrüche werden auch als Fragilitätsfrakturen bezeichnet.

Die häufigsten durch Osteoporose bedingten Brüche betreffen Wirbelkörper, Oberschenkelhals- und Hüftknochen, Oberarm und Handgelenk. Insbesondere durch osteoporotische Veränderungen an den Wirbelköpern kann es langfristig zu einem Rundrücken („Witwenbuckel“) und einem Größenverlust von bis zu 30 Zentimetern kommen. Veränderungen der Statur bewirken Verhärtungen der Muskulatur, Überdehnungen von Gelenkskapseln, starke Druckbelastungen der kleinen Wirbelgelenke und Verletzungen der Knochenhaut, chronische Schmerzzustände sowie Bewegungseinschränkungen bis hin zur Bettlägerigkeit.

Diagnose

Zur Diagnose „Osteoporose“ kommt es häufig erst im späteren Lebensalter. Die Ärztin/der Arzt fragt im Rahmen der Anamnese nach dem Auftreten von Osteoporose in der Familie, Gewichts- und Größenentwicklung seit der Jugend, nach Schilddrüsenstörungen, Stuhlgewohnheiten sowie Lebensstilfaktoren wie Nikotin-, Alkohol-, Kaffee- oder Teekonsum, nach körperlicher Aktivität und bisherigen Frakturen. Weiters wird der Mineralgehalt der Knochen mittels einer Knochendichtemessung – einer Niedrigdosis-Röntgenuntersuchung – ermittelt. Die Werte werden mit Standardwerten einer 30-jährigen gesunden Frau verglichen. Die Angabe erfolgt mit dem T-Score. Somit sind die Knochendichtewerte unterschiedlicher Messgeräte miteinander vergleichbar. Das Ergebnis wird in folgende Kategorien unterteilt:

Präventionsbereich:

  • T-Wert mindestens –1 = Normalbefund
  • T-Wert zwischen –1 und –2,5 = Osteopenie (Vorstufe der Osteoporose)

Hinweis Es genügen allgemeine Vorbeugungsmaßnahmen wie knochengesunde Ernährung und ausreichend Bewegung.

Therapeutischer Bereich:

  • T-Wert unter –2,5 = Osteoporose

Neben allgemeinen Präventionsstrategien sollten spezifische Osteoporosetherapien eingeleitet werden. Weiters wird die Höhe des Knochenumsatzes (z.B. Osteocalcin, CTX) bzw. die Geschwindigkeit des Mineralverlustes untersucht, um das Frakturrisiko einschätzen zu können. Bei Bedarf werden weiterführende Untersuchungen durchgeführt, u.a.:

  • Labortests: , Kalzium, Phosphor, Vitamin D, Geschlechts- und Schilddrüsenhormone, Leber- und Nierenfunktionsparameter etc.,
  • Ultraschall,
  • Röntgen: v.a. zur Erkennung von bereits eingetretenen Knochenbrüchen und Skelettdeformationen,
  • Computertomographie,
  • Knochenstanzbiopsien,
  • dreidimensionale Mikro-Computertomographie: zur bildlichen Darstellung der Mikrostruktur in den Knochengewebsproben.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Verdacht auf Osteoporose können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin,
  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin,
  • Fachärztin/Facharzt für Orthopädie,
  • Fachärztin/Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Eine Knochendichtemessung wird in Krankenhäusern mit radiologischer oder nuklearmedizinischer Abteilung oder in speziellen Diagnose-Instituten ambulant durchgeführt. Eine Überweisung ist erforderlich.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnosemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB). Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

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