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Schüssel mit Müsli und Milch © Sven Hoppe
Schüssel mit Müsli und Milch © Sven Hoppe

Phosphor

Phosphor zählt zu den Mengenelementen und hat zahlreiche Aufgaben im menschlichen Organismus. Es kommt in allen lebenden Zellen vor und ist auch Bestandteil von Knochen, Zähnen und Zellen. Phosphor ist an Prozessen der Energieproduktion und -speicherung (ATP) sowie an der Regulation des Säuren-Basen-Gleichgewichts (Puffereigenschaften, pH-Wert) beteiligt. Unter einer ausgewogenen Ernährung kommt es selten zu einer Unterversorgung.

Wo ist Phosphat enthalten?

Phosphat ist in fast allen Lebensmitteln enthalten. Proteinreiche Lebensmittel sind meist auch phosphatreich. Gute Quellen sind u.a. Leber, Fleisch, Wurstwaren, Milch und Milchprodukte, Brot und Eier.

Wie viel Phosphat brauchen wir?

Die empfohlene Zufuhr für Erwachsene (25 bis < 51 Jahre) pro Tag nach den D-A-CH-Referenzwerten liegt bei 700 mg Phosphor. Ein erhöhter Phosphorbedarf liegt vor bei Jugendlichen (10 bis < 19 Jahre) mit 1.250 mg Phosphor täglich aufgrund des Knochenwachstums. Schwangere Frauen benötigen 800 mg, Stillende 900 mg Phosphor pro Tag.

Näheres zu allen Altersklassen bzw. Personengruppen sowie Geschlecht erfahren Sie in den D-A-CH-Referenzwerten. Weitere Informationen erhalten Sie unter Deckung des Tagesbedarfs an Mineralstoffen.

Zu viel/zu wenig Phosphat

  • Bei einer ausgewogenen Ernährung kommt es beim gesunden Menschen zu keiner erhöhten Aufnahme. Ein erhöhter Phosphatspiegel im Blut kann verschiedene Ursachen haben, etwa die verminderte Ausscheidung von Phosphat bei eingeschränkter Nierenfunktion. Die Einnahme bestimmter phosphathaltiger Medikamente (z.B. Bisphosphonate) kann auch zu hohen Phosphatspiegeln führen. Hohe Phosphatmengen haben dem heutigen Wissensstand zufolge keine negative Wirkung auf die Knochengesundheit, es muss kein bestimmtes Kalzium-Phosphor-Verhältnis mehr eingehalten werden.
  • Durch eine ausgewogene Ernährung lässt sich ein Phosphatmangel leicht vermeiden – ein Phosphatmangel aufgrund unzureichender Zufuhr ist nicht bekannt. Bei bestimmten Diäten, Magersucht oder Alkoholmissbrauch kann jedoch ein Mangel auftreten. Auch eine übermäßige Ausscheidung von Phosphat (z.B. bei bestimmten Nierenerkrankungen) oder eine zu geringe Aufnahme (z.B. bei Vitamin-D-Mangel, chronischem Durchfall oder Erbrechen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) sowie bestimmte hormonelle Störungen können zu einem Mangel führen. Symptome einer Phosphorunterversorgung sind u.a. eine Hypophosphatämie (zu wenig Phosphat im Blut) sowie allgemeine Schwäche.

Weitere Informationen zu Phosphat erhalten Sie unter Laborwerte.

Hinweis Phosphat wird als Zusatzstoff bei der Verarbeitung von Lebensmitteln eingesetzt (z.B. als Trenn- und Backtriebmittel, als Säuerungsmittel in Softdrinks, sowie als Schmelzmittel bei der Schmelzkäseherstellung).

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