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Radfahrer liegt vor Auto © Andrey Popov

Notfall: Verletzungen

Knochenbrüche, Ausrenkungen, Verstauchungen oder Prellungen sind Verletzungen, die fast immer mit Schmerzen verbunden sind. Die Unterscheidung eines Knochenbruchs von einer Verstauchung oder Prellung ist für den Laien oft nicht möglich. Eine Verrenkung ist eine Verletzung, die immer im Krankenhaus begutachtet und behandelt werden muss. Bei dieser Verletzung verliert ein Gelenksteil den Kontakt zum dazugehörigen Gelenkspartner. Die Folge sind eine massive Bänderüberdehnung und Verletzung der Gelenkskapsel . . .

Symptome bei Brüchen

Bei Knochenbrüchen gibt es zwei Typen: Den geschlossenen Bruch, bei dem äußerlich keine Hautverletzungen vorliegen, im Unterschied zum offenen Bruch, bei dem die Haut durch ein Bruchstück verletzt wird. Auf einen Knochenbruch können folgende Beschwerden hinweisen:

  • Starke Schmerzen, auch in Ruhe,
  • Bewegungseinschränkung der verletzten Körperregion,
  • Schonhaltung,
  • eventuell Fehlstellung,
  • eventuell Schwellung und Bluterguss,
  • eventuell Knochengeräusche bei Bewegungen sowie
  • Verletzungen der Haut durch Knochenfragmente.
  • Bei komplizierten Brüchen besteht die Gefahr von Gefäß-, Muskel- oder Nervenverletzungen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Versuchen Sie niemals, Gliedmaßen einzurenken. Dabei können zusätzliche Verletzungen entstehen. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Bleiben Sie ruhig.
  • Entfernen Sie Schmuckgegenstände (z.B. Armreifen, Ringe, Uhr) von der betroffenen Extremität.
  • Stellen Sie die verletzte Extremität ruhig, z.B. mit einem Dreieckstuch bei einem Armbruch oder einer zusammengerollten Decke bei Beinverletzungen.
  • Lagern Sie die betroffene Körperregion erhöht, damit wird ein weiteres Anschwellen verhindert.
  • Kühlen Sie die betroffene Region. „Coolpacks“ oder Eis aber nicht direkt auf die Haut legen.
  • Öffnen Sie beengende Kleidungsstücke.
  • Wärmen Sie die betroffene Person mit einer Decke (besonders in der kalten Jahreszeit).
  • Bei multiplen Brüchen (z.B. Serienrippenbruch), Kopfbrüchen oder Bruch eines großen Knochens (Oberarm, Oberschenkel, Becken) unbedingt Notruf 144 wählen.

Zusätzliche Maßnahmen bei offenen Brüchen

Bei dieser Verletzung kann es auch zu Blutverlust nach außen kommen.

  • Bleiben Sie ruhig!
  • Stoppen Sie die Blutung.
  • Decken Sie die Wunde mit einem keimfreien Wundverband ab.
  • Notruf 144 wählen!

Prellungen

In der medizinischen Fachsprache wird Prellung auch als Kontusio bezeichnet. Dabei kommt es durch die Gewalteinwirkung in dem betroffenen Körperareal zum Blutaustritt aus geschädigten Blutgefäßen und zur Ansammlung von Gewebsflüssigkeit. Dies wird als Bluterguss bezeichnet. Bei einer Knochenprellung entsteht in der den Knochen überziehenden Haut (Beinhaut) ein Bluterguss. Daher ist eine Prellung manchmal genauso schmerzhaft wie ein Knochenbruch. Nur mit einem Röntgen kann ein Bruch definitiv ausgeschlossen werden. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen unterscheiden sich nicht von denen bei Brüchen. Leichte Prellungen können durch kühlende Umschläge oder Gels behandelt werden.

Verstauchung

Bei dieser typischen Sportverletzung wird ein Gelenk über den normalen Bewegungsumfang bewegt. Durch diese „Überbewegung“ entstehen an den Bändern und der Gelenkskapsel Zerrungen und kleine Faserrisse. Die Schmerzsymptomatik ist abhängig vom Überdehnungsgrad des Gelenks. Bei einer leichten Verstauchung ist die Belastbarkeit des Gelenks kaum beeinträchtigt, während bei einer starken Verstauchung innerhalb kurzer Zeit eine Schwellung entsteht. Besonders häufig sind das Sprunggelenk des Fußes („überknöcheln“) sowie das Knie- und Handgelenk betroffen. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen unterscheiden sich nicht von denen bei Brüchen. Leichte Verstauchungen können durch kühlende Umschläge oder Gels behandelt werden.

Gelenksverrenkung (Luxation)

Eine Verrenkung ist eine Verletzung, die immer im Krankenhaus begutachtet und behandelt werden muss. Bei dieser Verletzung verliert ein Gelenksteil den Kontakt zum dazugehörigen Gelenkspartner. Die Folge sind eine massive Bänderüberdehnung und Verletzung der Gelenkskapsel. Die Symptome sind immer deutliche Bewegungseinschränkung, starke Schmerzen und abnormale Gelenksstellung.

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen beschränken sich auf Ruhigstellung des Gelenks (z.B. ein Dreieckstuch bei Schultergelenksluxationen). Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, das Gelenk einzurenken! Eine solche Verletzung muss so schnell wie möglich im Krankenhaus behandelt werden, da die Gefahr einer Nerven- und Gefäßverletzung besteht.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Sportverletzungen.

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