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Notarztwagen mit Team und Patienten © william87

Notfall: Schock

Bei einem Schock kommt es zum fortschreitenden Versagen des Kreislaufs. Unbehandelt führt er zu einer lebensbedrohlichen Situation – schlimmstenfalls mit tödlichem Ausgang. Die ausreichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff bzw. Blut kann nicht mehr gewährleistet werden und teils kann der Sauerstoff zusätzlich nicht richtig verwertet werden. Die Ursachen eines Schocks sind unterschiedlich, beispielsweise Herzversagen, starke Blutungen, schwere Verbrennungen, Allergien (anaphylaktischer Schock) oder Blutvergiftung (Sepsis) etc.

Symptome

Es zeigen sich unter anderem:

  • Blutdruckabfall,
  • Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardie),
  • blasse Haut, kalter Schweiß (bei einer speziellen Form des Schocks, dem hyperdynamen septischen Schock, ist die Haut warm und gerötet),
  • Bewusstseinsstörungen (Verwirrtheit, abnorme Schläfrigkeit (Somnolenz), Unruhe, Nervosität),
  • in späterer Folge Apathie und Bewusstlosigkeit.

Ursachen

Es gibt verschiedene Formen des Schocks, z.B.:

  • Hypovolämischer Schock (z.B. Exsikkose, Blutungen, schwere (großflächige) Verbrennungen, stumpfes Trauma, Polytrauma),
  • Kardiogener Schock (z.B. bei koronarer Herzkrankheit, chronischer Herzinsuffizienz),
  • Obstruktiver Schock (Lungenembolie, Herzbeuteltamponade, Spannungspneumothorax),
  • Anaphylaktischer Schock (z.B. allergische Reaktion auf Medikamente, Insektenstiche (Tiergifte), Nahrungsmittel),
  • Neurogener Schock (bei schweren Verletzungen oder akuten Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark),
  • Septischer Schock (bei Blutvergiftung).

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Da es zum lebensbedrohlichen Zustand kommt, müssen rasch der

  • Notruf (144 oder 112) gerufen sowie
  • weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen gesetzt bzw. muss den Anweisungen der Notrufstelle Folge geleistet werden.

Zudem können Sie, wenn die Person bei Bewusstsein ist, Folgendes tun:

  • beruhigend einwirken, dafür Sorge tragen, dass die Umgebung möglichst ruhig ist,
  • laufend Bewusstsein, Atmung kontrollieren und Puls fühlen.

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind abhängig von der Situation, die in Zusammenhang mit dem Schock stehen kann. Sie können beispielsweise bei Blutungen versuchen, diese zu stillen, bei Atem- oder Herzstillstand wiederbelebende Maßnahmen vornehmen etc. Genauere Informationen zu den unterschiedlichen Situationen und etwaigen Ersten-Hilfe-Maßnahmen finden Sie unter

Wissenswertes zum Schock

Im medizinischen Sinn spricht man von einem Schock, wenn das Herz-Kreislauf-System fortschreitend versagt. Aufgrund unterschiedlicher Ursachen kommt es zu Blutdruckabfall und mangelnder Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Umgangssprachlich wird das Wort jedoch auch in anderem (und nicht lebensbedrohlichem) Zusammenhang verwendet.

Ein psychischer „Schock“ ist kein Schock im medizinisch engeren Sinn, kann jedoch auch gefährlich werden. Weitere Infos zu


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