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Frau bekommt Injektion © Production Perig

Grippe: Risikogruppen & Vorbeugung

An saisonaler Grippe kann generell jeder Mensch erkranken. Das Auftreten von Komplikationen sowie deren Schweregrad unterscheidet sich jedoch sehr stark bei den Betroffenen. So gibt es bestimmte Personengruppen, die durch eine Influenzainfektion besonders gefährdet sind. Insbesondere für diese bekannten Risikogruppen sollten daher entsprechende Maßnahmen zur Vorsorge getroffen werden, um eine Influenzaerkrankung zu vermeiden. Bereits an Grippe erkrankte Personen müssen besonders sorgfältig überwacht und frühzeitig behandelt werden. Die wirksamste Maßnahme, um einer Grippeerkrankung vorzubeugen, ist die Influenzaschutzimpfung . . .

Risikogruppen

Folgende Personengruppen sind besonders durch eine Influenzainfektion gefährdet:

  • Personen über 50 Jahre,

  • Patienten mit bestimmten chronischen Grunderkrankungen (zum Beispiel des Herzens, der Lunge, der Niere oder des Nervensystems, Diabetiker oder Immungeschwächte),

  • Schwangere (insbesondere ab dem vierten Monat) sowie

  • Kinder unter zwei Jahren, vor allem Säuglinge.

Grippeimpfung schützt

Der Impfstoff gegen die saisonale Grippe wird aus abgetöteten Influenzaviren oder Influenzavirenbestandteilen hergestellt, welche die Erkrankung selbst nicht mehr auslösen können. Er wird daher auch als Totimpfstoff bezeichnet. Da sich aufgrund der ständigen Mutationen der Influenzaviren die Stämme jedes Jahr mehr oder weniger ausgeprägt voneinander unterscheiden, muss der Impfstoff jährlich dem aktuell vorliegenden Virustyp angepasst werden. Die Grippeimpfung sollte dabei jedes Jahr im frühen Herbst stattfinden.  

Zwei Wochen nach der Impfung beginnt der Impfschutz. Dieser beträgt bei einer engen Verwandtschaft zwischen Impfvirus und dem aktuell zirkulierenden Virus zwischen 50 und 80 Prozent. Aber auch Patientinnen und Patienten, die trotz Schutzimpfung an Influenza erkranken, profitieren von der Grippeimpfung. Sie haben im Vergleich zu Ungeimpften ein deutlich verringertes Risiko, Komplikationen zu erleiden beziehungsweise daran zu sterben. Die Impfung wird insbesondere Risikogruppen, wie beispielsweise Personen über 50 Jahren oder chronisch Kranken, aufgrund der größeren Gefahr für komplizierte sowie unter Umständen tödliche Krankheitsverläufe empfohlen. Aber auch Berufsgruppen mit einem intensiven Kontakt zu Risikogruppen sollten sich impfen lassen, da sie sowohl selbst ein hohes Infektionsrisiko besitzen als auch die Grippe sehr leicht übertragen können. Ungeimpften Personen, die bereits Kontakt zu Erkrankten hatten, kann Oseltamivir als sogenannte „Postexpositionsprophylaxe“ verabreicht werden, um einer Erkrankung vorzubeugen.

Nähere Informationen zur Grippeimpfung für die Saison 2017/2018 erfahren Sie unter FAQ.

So schützen Sie sich vor einer Infektion

Eine wesentliche Schutzmaßnahme vor einer Infektion ist das weitgehende Vermeiden von Kontakt mit den verursachenden Erregern. Dazu gehört sowohl das Abstandhalten zu möglicherweise erkrankten Personen (Menschenansammlungen zur kalten Jahreszeit) als auch die Einhaltung allgemeiner Hygieneregeln. Die Influenzaviren können durch Husten und Niesen in der Luft verteilt werden und an Gegenständen haften bleiben. Von dort können sie durch Berührung auf die nächsten Personen übertragen werden.

Zu den allgemeinen Hygieneregeln zählen unter anderem:

  • Vermeiden von Händeschütteln, Anhusten, Anniesen;

  • Vermeiden von Berührungen der Augen, Nase oder Mund;

  • gründliches Händewaschen (mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden mit Seife) nach Personenkontakten beziehungsweise nach der Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor dem Essen sowie bei Kontakt mit Gegenständen oder Materialien, die mit Sekreten von Erkrankten verunreinigt sein könnten (zum Beispiel bei der Pflege von Angehörigen – Bett-, Leibwäsche, Essgeschirr et cetera);

  • Nutzung und sichere Entsorgung von Einmaltaschentüchern;

  • regelmäßiges Lüften von Räumen (drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten), um die Anzahl der Viren in der Luft zu verringern sowie ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute zu verhindern;

  • im eigenen Interesse sollten Erkrankte mit Fieber zu Hause zu bleiben, um weitere Ansteckungen zu verhindern;

  • Vermeiden von direkten Kontakten (weniger als zwei Meter Abstand) zu anderen möglicherweise erkälteten Personen. So sollte die kranke Person beispielsweise auch möglichst in einem getrennten Zimmer schlafen. 

Darüber hinaus kann jede/jeder Einzelne zur allgemeinen Stärkung des eigenen Immunsystems beitragen, unter anderem durch eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung im Freien, ausreichend Schlaf sowie einen Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Aber auch regelmäßige Wechselduschen und Saunabesuche können helfen, die Abwehrkraft des Körpers zu stärken. 

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