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Frau arbeitet an Laptop mit Baby © goodluz

Ressourcen und Riskofaktoren

Risikofaktoren, wie etwa Armut, schlimme Erfahrungen in der Kindheit oder einschneidende Veränderungen im Leben können der Seele ganz schön viel abverlangen. Allerdings verfügt jeder Mensch auch über Kraftquellen und Fähigkeiten, die im Alltag helfen können, die Hochs und Tiefs gut durchzustehen. Diese „Helfer“ nennt man Ressourcen. Zu diesen zählen etwa emotionale Kompetenz, Humor, Selbstbestimmung oder Resistenzfähigkeiten gegenüber Stress. 

Ressourcen

Ressourcen im Sinne von Gesundheitsressourcen sind die Gesamtheit aller gesundheitsförderlichen bzw. schützenden persönlichen und sozialen, aber auch körperlichen und psychischen Reserven.

Dazu zählen auch jene Fähigkeiten und Grundhaltungen, die die Bewältigung von Belastungen erleichtern. Durch Ressourcen kann die Auswirkung von Risikofaktoren gemildert werden. Somit können Ressourcen einen erheblichen Beitrag zur Steigerung oder Beibehaltung der Gesundheit leisten. Ressourcen können auch wiederbelebt (zum Beispiel ein Hobby, das früher viel Freude bereitete, oder etwas, das einem als Kind viel Spaß gemacht hat) oder neu entdeckt werden.

Beispiele für Ressourcen

  • Grunderfahrung des Geliebt- und Akzeptiertwerdens in der Kindheit, Geborgenheit

  • Fähigkeit zu lieben und zu verzeihen

  • sozialer und gesellschaftlicher Rückhalt, familiärer Zusammenhalt

  • körperliche und psychische Gesundheit

  • gesunde Lebensweise (gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Psychohygiene)

  • psychosoziales Wohlbefinden

  • sich auf „Neues“ einlassen können

  • allgemeine Kompetenzen, das Leben zu meistern

  • soziale und emotionale Kompetenz

  • Humor und Zuversicht

  • Selbstbestimmung

  • Hardiness (engl. = „Widerstandsfähigkeit“ – Persönlichkeitsmerkmal, das hohes Engagement bei gleichzeitigem Gefühl der Kontrolle und Wahrnehmung von Situationen als Herausforderungen beinhaltet; Resistenzfähigkeit gegenüber Stress)

  • Entwicklung eigener Interessen, Bildung, Weiterbildung

  • beruflicher und persönlicher Erfolg

  • materielle Sicherheit

  • positives Körperbild und Selbstvertrauen

  • Lebenssinn

  • Spiritualität

  • Problemlösungsbereitschaft und -fähigkeit

  • Balance zwischen Arbeit und Erholung (Work-Life-Balance)

  • Frieden

  • um Hilfe bitten und „auf sich schauen“ können

  • gute Copingmechanismen (Bewältigungsverhalten) und Resilienz (seelische Widerstandskraft)

Risikofaktoren

Nicht immer sind es positive Einflüsse, die auf unsere Psyche wirken. Das Leben hält von allem etwas bereit. Stress, Arbeitslosigkeit oder Krankheiten können die psychische Befindlichkeit beeinträchtigen. Auch Über- oder Unterforderung im Berufsleben oder negative Umweltfaktoren wie Lärm wirken auf unsere psychische Gesundheit ein.

Beispiele für weitere Risikofaktoren

  • soziale Isolierung

  • Armut

  • negative Einflussfaktoren in der (frühen) Kindheit

  • Life events (positive und negative einschneidende Veränderungen im Leben, wie z.B. die Geburt eines Kindes, etc.)

  • Daily hassles (kleinere, alltägliche Unannehmlichkeiten und Ärgernisse, kleine Stressoren des Alltags, die sich häufen und in Summe eine große Belastung darstellen)

  • familiäre Häufung von psychischen Erkrankungen

  • genetische Ursachen

  • Gewalt

  • Traumata

  • Krieg

Ressourcen können die Wirkung von Risikofaktoren abschwächen. Darum ist es wichtig, stets auf seine Stärken zurückzugreifen, diese zu pflegen oder neue zu entdecken.

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