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Mann hält die Hände vor das Gesicht © moodboard

Tabuthema „Psyche"

Wir leben in einer Zeit, in der aus verschiedenen Gründen psychische Erkrankungen oder Beeinträchtigungen stetig zunehmen. Trotzdem ist für viele das Wort Psyche bzw. psychische Erkrankung mit etwas Befremdlichem behaftet, das oft mehr Angst macht als eine „körperliche“ Erkrankung. „Ich gehe doch nicht zur Psychiaterin oder zum Psychiater – ich bin doch nicht verrückt.“ Dieser Satz ist beispielgebend für das Tabuthema „Psyche“.

Hemmschwellen überwinden

Es ist allgemein geachtet, zur Ärztin bzw. zum Arzt zu gehen, wenn man sich äußerlich verletzt. Bei seelischen Verletzungen oder Erkrankungen gibt es allerdings noch immer große Hemmschwellen.

Psychische Krankheiten sind zum Teil auch auf körperliche Ursachen zurückzuführen, weil ihnen z.B. ein Ungleichgewicht von Botenstoffen oder ein genetischer Defekt zugrunde liegen kann. Es ist jedoch für viele Menschen schwerer zuzugeben, in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung zu sein, als beispielsweise zu sagen, sie hätten ein Magenleiden und gingen deshalb zur Ärztin/zum Arzt.

Vorsorge, Hilfe und Selbsthilfe

Auch im Bereich der psychischen Gesundheit spielen Gesundheitsförderung, Prävention und vorbeugende Maßnahmen eine wichtige Rolle, um gesund zu bleiben. Parameter dafür sind Lebensqualität, Lebenszufriedenheit, Selbstvertrauen, Möglichkeit, das eigene Potenzial zu nutzen, Perspektiven im Leben zu haben bzw. entwickeln zu können etc. In manchen Situationen kann es hilfreich sein (z.B. während eines Trauerprozesses) bzw. ist es unumgänglich (z.B. beim Auftreten von psychischen Erkrankungen wie einer Depression), Ansprechpersonen zum Thema Psyche zu kontaktieren. Es ist auch möglich, Unterstützung zu suchen, um die psychische Gesundheit zu erhalten oder einer Beeinträchtigung vorzubeugen. Das kann z.B. in schwierigen Lebensphasen oder in fordernden Berufen der Fall sein. Weitere Informationen finden Sie unter Wenn die Psyche Hilfe braucht.

Oft kann aber auch schon ein Gespräch mit einer guten Freundin/einem guten Freund oder einer Vertrauensperson aus der Familie weiterhelfen.  

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