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Symbolfoto Nachdenken © ra2 studio

Psyche & Gehirn

Ob Denken oder Fühlen – das Gehirn ist die „Zentrale“, die Sinneseindrücke verarbeitet, Ideen hervorbringt oder Erinnerungen in sich trägt. Das Hirn gehört gemeinsam mit dem Rückenmark zum sogenannten Zentralnervensystem. Milliarden von Nervenzellen stehen im Gehirn untereinander in Verbindung und erzeugen Gedanken und Gefühle, die von Mensch zu Mensch individuell sind. Genauso einzigartig ist auch die eigene Persönlichkeit, die sich ein Leben lang entwickelt. 

Feuerwerk im Kopf

Die Nervenzellen des Gehirns „kommunizieren“ miteinander über elektrische Impulse. Sogenannte Neurotransmitter (Botenstoffe) übersetzen diese Impulse. Zu den Neurotransmittern zählen beispielsweise Noradrenalin, Dopamin oder Serotonin.
Bei einigen psychischen Erkrankungen kann das Gleichgewicht dieser Botenstoffe gestört sein z.B. bei der

Nähere Informationen finden Sie unter Neurotransmitter – Botenstoffe im Gehirn.

Denken – ein komplexer Prozess

Das Gehirn vollbringt viele Meisterwerke – Denken ist eines davon. Beim Denken unterscheiden, interpretieren und ordnen wir Informationen. Somit können Erinnerungen, Vorstellung sowie Wahrnehmung im Kontext betrachtet und neue Zusammenhänge erkannt werden – Erkenntnis wird möglich.

Die Welt der Gefühle

Freude, Angst oder Liebe – Emotionen gehören zum täglichen Leben. Gefühle entstehen im Gehirn mithilfe des emotionalen Systems. Zu diesem zählen der orbitofrontale Kortex (stirnseitiger Teil der Hirnrinde), die Amygdala (Mandelkern), Basalganglien (Stammganglien), Insula (Inselrinde) und mehrere unspezifische Hirnregionen.

Menschen können sich in andere hineinversetzen. Wissenschaftlich ausgedrückt heißt das „Theory of Mind“. Diese steht für die Kompetenz, sich das Wissen, die Gedanken oder Gefühle eines anderen mental vorzustellen.

Auch beim Treffen von Entscheidungen spielen Gefühle eine große Rolle – sie sind uns dabei aber nicht im Weg, sondern unterstützen den Entscheidungsprozess maßgeblich. Eigene Absichten und Wahrnehmungen beeinflussen die Empfindung von Gefühlen – gewisse Situationen werden aufgrund von Erfahrungen oder Eindrücken gedeutet.

Persönlichkeit – eine lebenslange Entwicklung

Die Persönlichkeit eines Menschen ist als Gesamtheit der psychologischen Eigenschaften zu verstehen, die das individuelle Verhalten, Erleben und Denken bestimmt. Sie entwickelt sich über die gesamte Lebensspanne unter Einfluss der umgebenden Umwelt und Ereignisse. In den ersten Lebensjahren spielt sich die Persönlichkeitsentwicklung in Riesenschritten ab.

Jeder Persönlichkeit können bestimmte Merkmale zugeordnet werden. Diese Eigenschaften sind weitgehend stabil wie z.B. Verhaltensweisen, Temperament oder Einstellungen. Die Persönlichkeitspsychologie beschäftigt sich mit der Erforschung des Mythos Persönlichkeit und hat Modelle und Tests entwickelt, mit denen Erklärungen und Diagnostik möglich sind. Ist das Verhalten oder Erleben andauernd und tiefgreifend gestört, kann eine Persönlichkeitsstörung dahinter stecken.

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