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Flugzeugkabine © kasto

Thrombosengefahr auf Flugreisen

Speziell bei Langstreckenflügen steigt die Gefahr der Entstehung von Blutgerinnseln (Thrombose). Dabei gelangt ein Blutgerinnsel auf seinem Weg durch das Herz in die Lunge und führt dort zur Verstopfung eines Gefäßes. Es kann auch zu Thrombosen in anderen Gefäßen bzw. Organen kommen – am gefürchtetsten ist eine Pulmonalembolie. . . .

Risikofaktoren

Das Entstehen einer Thrombose auf einem Langstreckenflug wird meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren begünstigt. Dazu zählen der langandauernde Bewegungsmangel, die sitzende Position mit abgewinkelten Knien, eine meist langsam während des Fluges entstehende Austrocknung (aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit an Bord), zu wenig Flüssigkeitszufuhr sowie ein genereller Sauerstoffmangel. Ungünstig wirken sich auch Alkoholkonsum sowie die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln während des Fluges aus.


Ein gewisses Thromboserisiko besteht bei mehrere Stunden dauernden Flügen für alle Reisenden, auch wenn sie völlig gesund sind. Erhöht wird das Risiko durch ein Alter über 40 Jahre, Krampfadern, chronische venöse Insuffizienz, Übergewicht und Herzschwäche, weit fortgeschrittene Schwangerschaft, Gipsverbände, kurz zurückliegende Operationen, aktuelle oder bereits zurückliegende Blutgerinnungsstörungen und Thrombosen sowie Krebsleiden oder andere schwere Erkrankungen. Möglicherweise wirkt sich auch die Einnahme oraler Verhütungsmittel („Pille“) ungünstig aus.

Vorbeugung

Vorbeugung

Personen mit bestehenden Risikofaktoren: Bei mäßiger Ausbildung von Krampfadern Stützstrumpfhose (keine Stützstrümpfe!) tragen.

Personen mit hohem Risiko: Nach ärztlicher Rücksprache eventuell ein niedermolekulares Heparin (Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung) zur Selbstinjektion verwenden.
Ungeachtet ihres individuellen Risikos sollten alle Reisenden während des Fluges folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  • reichlich Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol!),
  • Bewegung (wiederholt aufstehen, Bewegungs- und Lockerungsübungen machen),
  • keine Beruhigungsmittel einnehmen.
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