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Polio-Virus © Dr_Kateryna

Poliomyelitis

Die Kinderlähmung ist eine hochinfektiöse Viruskrankheit, die zu Lähmungen der Arme, Beine und der Atmung führen kann. Weltweit konnte die Krankheit noch nicht ausgerottet werden. Noch immer werden – vor allem in Ländern Asiens oder Afrikas – Fälle von Polio gemeldet. Reisende können aus diesen Ländern Krankheitserreger nach Österreich einschleppen und das Virus kann sich rasch wieder ausbreiten. 

Erreger: Poliovirus mit drei Serotypen

Verbreitung: Asien, Afrika. Die Erkrankung kommt so gut wie nie bei Touristen vor. Im Jahr 2014 sind laut Statistik Austria keine Fälle von Poliomyelitis in Österreich gemeldet worden.

Übertragung: Schmutz- und Schmierinfektion, Infektionsquellen sind Rachensekret und Stuhl infizierter Personen

Inkubationszeit: vier bis zehn Tage

Beschwerdebild: Mehr als 90 Prozent der Infektionen verlaufen beschwerdelos. Kommt es zu Symptomen, so tritt die Krankheit in drei Formen in Erscheinung:

  • leichte, unspezifische, fieberhafte, ein bis zwei Tage dauernde Erkrankung mit Kopf- und Halsschmerzen, eventuell leichter Durchfall;
  • ohne Lähmungen verlaufende Gehirn(haut)entzündung mit Fieber, Hals- und Rachenentzündung, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen;
  • „echte“ Kinderlähmung: schlaffe Lähmungen von Muskeln der Extremitäten, Hirnnervenausfälle, eventuell Atemlähmung, Krämpfe, hohes Fieber, Bewusstseinstrübungen etc. Lange und ausgedehnte Rekonvaleszenz, die bis zu zwei Jahre dauert. Spätschäden sind häufig.

Diagnose: Nachweis des Erregers oder von Antikörpern

Therapie: Es ist keine ursächliche Behandlung möglich.

Vorbeugung: Schutzimpfung
  

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