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Drei junge Männer beim Sonnenbaden © Falkenauge

Zu viel Sonne

Vorsorgliche Maßnahmen zu treffen, ist für die Haut am besten. Manchmal passiert es allerdings trotzdem: Die Haut schmerzt, ist rot, sie juckt und/oder ein Ausschlag macht sich breit. Wenn sich diese oder ähnliche Symptome an der Schutzhülle des Körpers zeigen, liegt das oft an zu viel Sonne beziehungsweise an anderen Faktoren. Diese können z.B. mit Inhaltsstoffen von Sonnenmitteln zusammenhänge oder mit Empfindlichkeit der Haut. Was man bei einem Sonnenbrand tun kann . . .

Der Sonnenbrand

Bekommt die Haut zu viel Sonne ab, entwickelt sich meist ein Sonnenbrand. Diese Schädigung der Haut (entzündliche Verbrennungsreaktion) wird umso stärker, je länger der Aufenthalt in der Sonne und je intensiver die Sonneneinstrahlung ist. Der Sonnenbrand zeigt sich durch gerötete Haut, Jucken sowie Schmerzen. Er kann bis zur Blasenbildung (Grad II) und Zerstörung von Hautstellen (Grad III) mit flächiger Ablösung führen. Im Extremfall, vor allem bei großflächigem Befall, ist sogar eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Außerdem erhöht eine steigende Anzahl an Sonnenbränden im Laufe des Lebens (vor allem in der Kindheit und Jugend) das Risiko für Hautkrebs.

Bemerkt man einen Sonnenbrand, gilt als erste Maßnahme: Sofort aus der Sonne gehen und einen kühleren Platz aufsuchen. Kühlende Umschläge sind angenehm, spezielle Salben und Cremen (aus der Apotheke) bringen Linderung der Schmerzen und Kühlung. Zudem ist es besonders wichtig, viel zu trinken (z.B. Wasser). Bei schwerem Sonnenbrand, stark geröteter Haut (vor allem, wenn große Hautbereiche betroffen sind), flächiger Ablösung der Haut, starken Schmerzen, Übelkeit, Blasenbildung sowie Fieber oder Kopfschmerzen ist ein Arztbesuch notwendig.

Bis der Sonnenbrand vollständig abgeklungen ist, muss die Sonne gemieden werden. Außerdem sollte auf zu eng anliegende Kleidung verzichtet werden. Auch nach Abklingen der Rötung bleibt die Haut meist noch einige Zeit empfindlich.

Bestimmte Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen (z.B. Antibiotika, Johanniskrautpräparate) und dadurch zu Schädigungen der Haut führen. Informieren Sie sich diesbezüglich – vor dem Sonnenbad – bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Hinweis Für Kinder (vor allem Babies und Kleinkinder) kann ein Sonnenbrand besonders gefährlich sein. Deshalb sollte dieser bei Säuglingen und Kleinkindern unbedingt medizinisch behandelt werden. Auch bei älteren Kindern ist eine Abklärung mit der Ärztin/dem Arzt notwendig – vor allem bei großflächigem oder schwerem Sonnenbrand.

Hautkrebs – Risikofaktoren minimieren

Bei der Entstehung von Hautkrebs spielt die Sonne eine wesentliche Rolle. Auch wenn es keinen völligen Schutz gibt, können bestimmte Maßnahmen dazu beitragen, das Risiko zu senken:

  • Die Mittagssonne meiden (11 bis 15 Uhr).
  • Sonnenbrände schon im frühen Lebensalter vermeiden.
  • Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (UVB-Strahlung) und mit UVA-Schutz verwenden. Vor dem Sonnenbad auftragen und großzügig anwenden. Regelmäßig nachcremen. Weitere Infos finden Sie unter So wirken Sonnenschutzmittel.
  • Kleidung, Sonnenbrille und Hut am besten mit UV-Schutz tragen.
  • Kinder besonders schützen. Weitere Infos finden Sie unter Sonnenschutz für Kinder.

Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf Heilung. Durch regelmäßige Selbstbeobachtung der Haut von Kopf bis Fuß können Veränderungen festgestellt werden. Eine zusätzliche Kontrolle von Haut, Pigmentflecken und Muttermalen etc. durch die Hautärztin/den Hautarzt ist notwendig. Eventuell ist eine regelmäßige fachärztliche Kontrolle erforderlich.

Ein erhöhtes Hautkrebsrisiko haben vor allem Menschen:

  • mit in der Vergangenheit bereits aufgetretenem (diagnostiziertem) Hautkrebs,
  • bei denen Hautkrebserkrankungen in der Familie vorkommen,
  • mit hellem Teint und hellen Haaren sowie Neigung zu Sonnenbrand,
  • die viele Muttermale haben sowie
  • die kurze Zeiträume in der Sonne verbringen, aber dabei intensiv der Sonne ausgesetzt sind – insbesondere Kinder (z.B. beim Strandurlaub).

Weitere Informationen finden Sie unter Hautkrebs.

Unter Sonnenallergie erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Polymorphe Lichtdermatose, „Sommerakne“ („Mallorca-Akne“) & Co.

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