Thermische Verletzungen: Verbrennungen und Verbrühungen
Inhaltsverzeichnis
Was sind thermische Verletzungen?
Thermische Verletzungen entstehen, wenn die Haut und manchmal auch das darunterliegende Gewebe durch Hitze geschädigt werden. Je nach Ursache sprechen Fachleute von einer Verbrennung oder Verbrühung. Das Verletzungsmuster ist bei Verbrennungen und Verbrühungen im Wesentlichen gleich. Beide führen zu thermischen Hautschäden mit denselben Schweregraden und Symptomen. Zur Vereinfachung wird im folgenden Text für beide Verletzungen der Begriff Verbrennung verwendet.
Wie stark die Haut geschädigt wird, hängt von der Stärke der Hitze ab und wie lange die Haut dieser ausgesetzt war. Je länger und intensiver die Einwirkung, desto stärker werden auch tiefere Gewebeschichten in Mitleidenschaft gezogen – von der obersten Hautschicht bis hin zu tieferem Gewebe.
Die meisten Verbrennungen betreffen Erwachsene zwischen 20 und 59 Jahren und passieren im Haushalt. Männer sind deutlich häufiger von Verbrennungen betroffen als Frauen. Bei Kindern entstehen thermische Verletzungen in den meisten Fällen durch Verbrühungen, etwa durch Kontakt mit heißen Flüssigkeiten wie Wasser, Tee oder Suppe.
Welche Ursachen kann eine thermische Verletzung haben?
Thermische Verletzungen können durch Hitze, Kälte, Strahlung oder chemische Reaktionen entstehen: Verbrennungen entstehen durch trockene Hitze wie Feuer, heiße Gegenstände, starke Sonneneinstrahlung sowie elektrischen Strom oder Blitzschlag. Zu Verbrühungen kommt es durch heiße Flüssigkeiten oder Dampf, beispielsweise kochendes Wasser oder heiße Speisen. Verletzungen, die einer Verbrennung ähneln, können auch durch chemische Substanzen wie Säuren oder Laugen sowie durch radioaktive Strahlung verursacht werden.
Wie wird die Schwere einer Verbrennung beurteilt?
Fachleute beurteilen die Schwere einer Verbrennung einerseits nach der Tiefe der Verletzung und den betroffenen Gewebeschichten der Haut. Dabei werden vier Schweregrade unterschieden: Je höher der Verbrennungsgrad, desto tiefer reicht die Schädigung ins Gewebe und desto schwerwiegender sind die Folgen.
Neben der Tiefe einer Verbrennung ist auch ihre Ausdehnung entscheidend. Auch oberflächliche Verbrennungen können gefährlich werden, wenn sie eine große Hautfläche betreffen. Besonders kritisch sind Verletzungen an empfindlichen Körperstellen wie Gesicht, Händen, Füßen, Genitalien oder Gelenken. Darüber hinaus beeinflusst auch die Ursache der Verbrennung, z.B. Feuer, Strom oder chemische Stoffe, die Schwere der Verletzung. Ebenso sind der allgemeine Gesundheitszustand und das Alter der betroffenen Person wichtige Faktoren für die Beurteilung und Behandlung einer Verbrennung.
Welche Verbrennungsgrade unterscheidet man?
- Verbrennung 1. Grades (oberflächliche Verbrennung): Nur die oberste Hautschicht ist betroffen.
- Verbrennung 2. Grades (teilweise tiefe Verbrennung): Sowohl die oberste wie auch die mittlere Hautschicht sind betroffen. Typische Anzeichen sind Rötung und Blasenbildung. Es wird zwischen oberflächlichen (Grad 2a) und tieferen (Grad 2b) Verbrennungen unterschieden.
- Verbrennung 3. Grades (tiefe Verbrennung): Alle Hautschichten sowie Haare und Schweißdrüsen sind zerstört.
- Verbrennung 4. Grades: Nicht nur die Haut ist zerstört, sondern auch darunterliegende Muskeln und Knochen.
Was ist eine leichte Verbrennung?
Leichte Verbrennungen sind relativ häufige Verletzungen. Fachleute sprechen von einer leichten Verbrennung, wenn es sich um eine oberflächliche Hautverletzung handelt, die nur eine kleine begrenzte Stelle betrifft und sich durch Rötung, Schmerzen und manchmal eine leichte Schwellung zeigt. Sie heilt in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage ohne bleibende Schäden.
Was ist eine schwere Verbrennung?
Schwere Verbrennungen kommen im Gegensatz zu leichten deutlich seltener vor. Eine Verbrennung ist umso schwerer, je tiefer das Gewebe verletzt ist, je größer die betroffene Fläche und je kritischer die betroffene Körperstelle ist. Fachleute sprechen ab Grad 2 von einer schweren Verbrennung. Schwere Verbrennungen können lebensbedrohlich sein, da sie zu massivem Flüssigkeitsverlust, Schock und Schäden an inneren Organen führen können.
Welche Symptome verursacht eine Verbrennung?
Die Beschwerden hängen u.a. davon ab, wie tief die Haut verletzt ist und wie groß die betroffene Hautfläche ist. Schwere Verbrennungen verursachen oft weniger Schmerzen als leichtere, da durch die Hitze auch jene Nerven beschädigt werden, die Schmerzempfindungen weiterleiten.
- Verbrennung 1. Grades: Bei einer oberflächlichen Verbrennung ist die betroffene Hautstelle gerötet und schmerzt. Es bilden sich keine Blasen. Die Verletzung heilt üblicherweise innerhalb weniger Tage ohne Narbenbildung. Ein typisches Beispiel für eine Verbrennung 1.Grades ist ein Sonnenbrand ohne Blasenbildung.
- Verbrennung 2. Grades: Typische Anzeichen für eine Verbrennung zweiten Grades sind Rötung und Blasenbildung. Es wird zwischen oberflächlichen (Grad 2a) und tieferen (Grad 2b) Verbrennungen unterschieden. Grad 2a kann starke Schmerzen verursachen und heilt in der Regel ohne Narben ab, kann aber eine dauerhafte Veränderung der Hautfarbe hinterlassen. Bei Grad 2b reicht die Verbrennung tiefer. Viele Betroffene haben nur leichte Schmerzen, die Wunde heilt langsamer und kann Narben hinterlassen. Ein typisches Beispiel ist eine Verbrühung mit Blasenbildung.
- Verbrennung 3. Grades (tiefe Verbrennung): Da die Haut vollständig zerstört ist und damit auch die Nervenendigungen, verursacht die Verletzung meist keine Schmerzen. Die Haut kann weiß, grau oder schwarz verkohlt aussehen. Solche Verbrennungen heilen nicht von selbst und erfordern eine chirurgische Behandlung, z.B. eine Hauttransplantation.
- Verbrennung 4. Grades: Verbrennungen 4. Grades sind die schwerste Form. Das Gewebe ist verkohlt und schwarz-braun verfärbt. Solche Verbrennungen heilen ebenfalls nicht von selbst und erfordern ebenfalls eine chirurgische Behandlung, z.B. eine Hauttransplantation. Häufig bedarf es aber komplexeren operativen Verfahren.
Welche Komplikationen können bei einer Verbrennung auftreten?
Großflächige und tief reichende Verbrennungen sind schwere Verletzungen. Sie können eine ernste Gefahr für den gesamten Körper darstellen, da durch sie nicht nur die Haut, sondern auch innere Organe geschädigt werden können. Fachleute sprechen in schweren Fällen von einer Verbrennungskrankheit, bei der es durch den Verlust der Hautbarriere zu massivem Flüssigkeitsverlust, Kreislaufproblemen, schweren Entzündungsreaktionen und im schlimmsten Fall zu einem Schock kommen kann.
Eine Verbrennung kann lebensbedrohlich werden, wenn sie eine größere Hautfläche betrifft – bei Kindern bereits ab fünf Prozent der Körperoberfläche, bei Erwachsenen ab etwa zehn Prozent.
Jede Verbrennung bringt das Risiko einer Infektion mit sich, da die natürliche Schutzfunktion der Haut gestört ist. Schwere Verbrennungen können dauerhafte Narben hinterlassen, die sowohl die Beweglichkeit einschränken als auch das äußere Erscheinungsbild verändern. Dadurch können Betroffene psychisch stark belastet werden. In der Folge können Depressionen, Angsterkrankungen etc. entstehen.
Wie wird eine Verbrennung diagnostiziert?
Leichte Verbrennungen können in der Regel selbst versorgt werden und benötigen meist keine ärztliche Untersuchung. Sobald die Verletzung jedoch tiefer geht oder eine größere Hautfläche betrifft, empfehlen Fachleute, dass die betroffene Person medizinischen Rat einholt.
Im Rahmen der Anamnese fragt die Ärztin oder der Arzt u.a. nach dem Unfallhergang. Das kann wichtige Hinweise auf mögliche Begleitverletzungen und die Schwere der Verbrennung geben. Um die Schwere der Verletzung zu beurteilen, werden bei der anschließenden Untersuchung mehrere Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen u.a.:
- Die Tiefe des Gewebeschadens: Meist kann die Ärztin oder der Arzt die Tiefe einer Verbrennung bereits durch eine sorgfältige Betrachtung der Wunde einschätzen. Dabei wird u.a. auf die Hautfarbe, das Vorhandensein von Blasen und auf die Schmerzempfindlichkeit der betroffenen Stelle geachtet. Manchmal ist die Tiefe einer Verbrennung nicht sofort eindeutig erkennbar. Dann können in bestimmten Fällen spezielle Geräte dabei helfen, die Verletzung genauer einzuschätzen.
- Die Ausdehnung der Hautschädigung: Zur groben Einschätzung der verbrannten Hautfläche nutzen Ärztinnen und Ärzte die sogenannte Neunerregel: Der Körper wird dabei in Bereiche mit festen Prozentwerten eingeteilt – Kopf und Arme entsprechen jeweils neun Prozent der gesamten Körperoberfläche, Beine sowie Vorder- und Rückseite des Rumpfes jeweils 18 Prozent, der Genitalbereich ein Prozent. Für kleinere oder verstreute Verbrennungen eignet sich die Handflächenregel, bei der die Fläche der eigenen Hand inklusive Finger etwa ein Prozent der gesamten Körperoberfläche ausmacht. In bestimmten Fällen können zudem Computerprogramme eingesetzt werden, um die betroffene Fläche noch genauer zu berechnen.
- Die Lokalisation der Verbrennung: Fachleute stufen Verbrennungen an bestimmten Körperstellen wie dem Gesicht, den Händen oder dem Genitalbereich kritischer ein als an anderen Körperstellen. In diesen Bereichen kann eine Verbrennung schneller zu Komplikationen führen und wichtige Funktionen beeinträchtigen.
Diese Informationen helfen dem medizinischen Personal, die weitere Behandlung zu planen.
Welche weiteren Untersuchungen können notwendig sein?
Je nach Ursache und Schwere der Verbrennung empfiehlt die Ärztin oder der Arzt weitere Untersuchungen, z.B.:
- Untersuchung von Blutdruck, Puls und Lunge
- Blutuntersuchung: Bestimmte Blutwerte helfen dabei, das Ausmaß einer Verbrennung besser einzuschätzen. Sie zeigen u.a., ob eine Entzündung vorliegt, wie stark der Blutverlust ist und ob ein Flüssigkeitsmangel besteht.
- Wundabstrich: In bestimmten Fällen entnimmt die Ärztin oder der Arzt eine Probe aus der Wunde. Im Labor wird diese dann auf das Vorhandensein von Bakterien untersucht.
- EKG
- Bronchoskopie
Selbstbehandlung leichter Verbrennungen
Leichte Verbrennungen ersten Grades können meist selbst behandelt werden. Wichtig ist eine rasche Kühlung der Verbrennung oder Verbrühung mit lauwarmem oder kühlem Wasser für ca. 15 bis 20 Minuten. Dies hilft den Schmerz zu lindern und Hautschäden zu begrenzen. Kein eiskaltes Wasser oder Eis anwenden, es kann Gewebeschäden verstärken.
Die saubere Wunde kann mit einem sterilen Verband oder Pflaster mit Metallbeschichtung locker abgedeckt werden. Dies soll die Wunde vor einer Infektion schützen. Bei leichten, oberflächlichen Verbrennungen ist meist kein Verband notwendig.
Brandblasen sollen nicht geöffnet werden, um eine Infektion der Wunde zu vermeiden.
Bei Unklarheiten über die Schwere der Verbrennung suchen Sie medizinische Hilfe. Fragen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt, was Sie selbst zur Pflege der Wunde tun können.
Wann sollte eine Verbrennung ärztlich versorgt werden?
Fachleute empfehlen, bei Verbrennungen ab dem 2. Grad oder bei großflächigen Verbrennungen 1. Grades ärztlichen Rat einzuholen. Bei schweren Verbrennungen sollte sofort die Rettung unter der Nummer 144 gerufen werden!
Erste Hilfe bei schweren Verbrennungen und Verbrühungen
Die rasche medizinische Versorgung ist für den Verlauf einer schweren thermischen Verletzung entscheidend. Den Notruf 144 wählen: Der Rettungsdienst kann per Telefon auch Erste-Hilfe-Maßnahmen anleiten. Bis zum Eintreffen der Rettung können folgende Maßnahmen helfen:
- Bei Verbrühungen: Heiße Kleider vorsichtig entfernen
- Bei Verbrennungen: Textilien nur entfernen, wenn sie nicht mit der Haut verbunden sind.
- Kleinflächige Verbrennungen, z.B. am Finger, mit kühlem bzw. lauwarmen Wasser lokal kühlen. Bei Kindern nicht länger als zehn Minuten kühlen, bei Erwachsenen ca. 15 bis 20 Minuten. Eine Unterkühlung vermeiden.
- Großflächige Verbrennungen nicht kühlen und die betroffene Person vor Auskühlung schützen, z.B. mit Alu-Rettungsdecke.
- Beine hochlagern, um den Kreislauf zu stabilisieren.
- Bei Bewusstlosigkeit: Verletzte Person in stabile Seitenlage bringen.
Wie wird eine schwere Verbrennung behandelt?
Bei schweren Verbrennungen richtet sich die medizinische Behandlung nach dem Ausmaß, der Tiefe und der Lage der Brandwunde. Eine möglichst frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen und langfristige Folgen wie Narbenbildung sowie körperliche oder psychische Beschwerden zu vermeiden. Dabei arbeiten verschiedene medizinische Fachbereiche eng zusammen: Beispielsweise Fachleute aus der plastischen Chirurgie, der Intensivmedizin, Physiotherapie, Ergotherapie, der Pflege sowie der Psychologie. Ziel der Behandlung ist es, die Heilung zu fördern, Folgeprobleme zu vermeiden und den Alltag der Betroffenen dauerhaft zu erleichtern.
Oft ist bei schweren Verbrennungen eine Behandlung in einem spezialisierten Zentrum für schwere Brandverletzungen in einem Krankenhaus notwendig. Dazu zählen z.B.
- großflächige und tiefe Verbrennungen
- Verbrennungen in kritischen Körperregionen, z.B. Gesicht, Hals, Händen, Füßen, großen Gelenken, Genitalbereich
- Elektrizitätsunfälle, Blitzschlag, chemische Verätzungen
- Inhallationstraumen
Nach der Erstversorgung im Krankenhaus sind weitere medizinische Maßnahmen notwendig. Deren Ziel es ist, die Wunde möglichst schnell und ohne Narben heilen zu lassen sowie Entzündungen oder Infektionen zu verhindern.
Je nach Ausmaß der Verletzung kann eine Operation nötig sein, z.B. um abgestorbenes Gewebe zu entfernen oder neue Haut zu verpflanzen. Die Entfernung des abgestorbenen Gewebes ist eine wichtige Voraussetzung für eine ungestörte Heilung. In manchen Fällen müssen betroffene Körperteile ruhiggestellt werden, um die Heilung zu unterstützen. Bei sehr schweren Verletzungen kann eine intensivmedizinische Behandlung notwendig sein.
Schmerzen behandeln
Da Verbrennungen oft starke Schmerzen verursachen, empfehlen Fachleute eine individuell angepasste Schmerztherapie, bei der sowohl Schmerzmittel als auch andere Methoden wie Entspannungstechniken zum Einsatz kommen können.
Nachsorge
Auch wenn eine Verbrennungswunde äußerlich verheilt ist, ist die Behandlung damit noch nicht zu Ende. Die Haut bleibt empfindlich und braucht weiterhin viel Pflege. Häufig sind zusätzliche Therapien notwendig, etwa um Beschwerden wie Juckreiz oder eine eingeschränkte Beweglichkeit aufgrund von Narben zu lindern. Neben der körperlichen Behandlung spielt auch die psychische Unterstützung bei schweren Verbrennungen eine bedeutende Rolle. Fachleute empfehlen, dass betroffene Personen von Anfang an psychisch betreut werden. Besonders bei schweren Verbrennungen kann die Nachsorge Monate bis Jahre dauern.
Narben behandeln
Um zu verhindern, dass Narben übermäßig wuchern und hart werden, empfehlen Fachleute, möglichst früh mit einer Behandlung zu beginnen. Idealerweise beginnt die Narbenbehandlung schon im Krankenhaus oder direkt danach. In bestimmten Fällen empfiehlt die Ärztin oder der Arzt eine sogenannte Kompressionstherapie. Bei dieser Behandlung trägt die betroffene Person spezielle enganliegende Kleidung oder Bandagen. Diese üben gleichmäßigen Druck auf die Haut aus. Nach Verbrennungen kann dieser Druck dabei helfen, das Narbengewebe flach und weich zu halten. So kann verhindert werden, dass sich die Narben verhärten oder wulstig werden, was zu Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen führen kann.
Eine regelmäßige Pflege kann helfen, das Aussehen der Narben zu verbessern und Beschwerden wie Juckreiz oder Schmerzen zu lindern. Wenn durch die Narbenbildung die Beweglichkeit eingeschränkt wird, können Physiotherapie und Ergotherapie helfen. Manchmal kann in solchen Fällen ein plastisch-chirurgischer Eingriff notwendig sein.
Juckreiz behandeln
Eine weitere häufige und mitunter sehr belastende Langzeitfolge nach schweren Verbrennungen kann starker Juckreiz an den Narben sein. Dieser beginnt oft schon wenige Tage nach der Verletzung und kann über Jahre anhalten und die Lebensqualität der betroffenen Person stark beeinträchtigen. Um den Juckreiz zu lindern, können sowohl Medikamente als auch andere Methoden helfen, z.B. die betroffene Stelle zu kühlen.
Wohin kann ich mich wenden?
Bei Fragen, was Sie bei einer leichten Verbrennung tun sollen, können Sie sich an die telefonische Gesundheitsberatung 1450 wenden
Für die Behandlung einer leichten Verbrennung können Sie sich unter anderem an folgende Stellen wenden:
- Hausärztin oder Hausarzt bzw. Ärztin oder Arzt für Allgemeinmedizin
- Primärversorgungseinrichtung (PVE)
- Fachärztin oder Facharzt für Hautkrankheiten
Im Notfall einer schweren Verbrennung/Verbrühung rufen Sie die Rettung unter 144. Schwere Verbrennungen werden stationär in Kliniken mit einem spezialisierten Zentrum für Brandverletzungen behandelt.
Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?
Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:
- Recht auf Behandlung
- Arztbesuch: Kosten und Selbstbehalte
- Was kostet der Spitalsaufenthalt
- Rezeptgebühr: So werden Medikamentenkosten abgedeckt
- Reha & Kur
- Heilbehelfe & Hilfsmittel
- Gesundheitsberufe A-Z
sowie über den Online-Ratgeber Kostenerstattung der Sozialversicherung.
- Amboss (2025): Verbrennung. Online abgerufen unter www.amboss.com (Registrierung erforderlich)
- Barclay, T. S. (2025): Epidemiology, risk factors, and prevention of burn injuries. UpToDate. Waltham, MA: UpToDate Inc.Online abgerufen im Oktober 2025 unter www.uptodate.com (Registrierung erforderlich)
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Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026
Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal
Expertenprüfung durch: Univ.-Prof. Dr. Lars-Peter Kamolz, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie