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Anatomisches Bild Gallenblase © decade3d

Gallenblasenentzündung

Eine mögliche Komplikation bei Gallensteinen ist eine Entzündung der Gallenwege, die zu starken Oberbauchschmerzen, Fieber oder Schüttelfrost führt. Man unterscheidet eine Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) oder der Gallenwege (Cholangitis). Eine akute Entzündung der Gallenblase wird in der Regel im Krankenhaus therapiert . . .

Therapie

Die Ersttherapie besteht aus der Gabe von Antibiotika und Schmerzmittel. Zudem darf in dieser Zeit nur eingeschränkt gegessen und getrunken werden. Nach Abklingen der Entzündung wird die Gallenblase zumeist operativ entfernt.

Bei einer Entzündung der Gallengänge werden die Steine unmittelbar mittels endoskopischer retrograder Cholangiographie (ERC) entfernt, um eine Ausbreitung der Entzündung im Körper zu vermeiden. Mehr zu ERC erfahren Sie unter Gallensteine: Diagnose.

Schrumpfgallenblase

Bei wiederholter bzw. chronischer Entzündung der Gallenblase kann es durch Vernarbung zur nachhaltigen Veränderung ihrer Struktur kommen. Die Gallenblase wird klein, funktionslos und hart. Aufgrund der verhärteten Struktur kann sie sich nicht mehr so gut zusammenziehen (Kontraktion) und den Gallensaft nach außen pressen. Selten kann sie auch verkalken. Von diesem Erscheinungsbild leitet sich der auch bekannte Name „Porzellan“-Gallenblase ab.

Vorsicht: Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Gallenblase und Bauchspeicheldrüse (Pankreas) haben einen gemeinsamen Ausgang. Ist dieser aufgrund von Gallensteinen „verstopft“, kann es zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) kommen.

Hinweis Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse muss rasch behandelt werden, da sie mitunter lebensbedrohlich verlaufen kann.

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