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Brot und Butter © ahmetkayhan

Diabetes: Kohlenhydrate und Fette

Bei Diabetes ist es besonders wichtig, geeignete Kohlenhydrate aufzunehmen: Vollkornprodukte (insbesondere Ganzkornprodukte) lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als Produkte mit raffiniertem oder isoliertem Zucker. Da Fett der energiereichste Nährstoff ist, sollte die Gesamtfettaufnahme auf ca. 60 bis 80 Gramm pro Tag beschränkt werden. Dies entspricht bei der grundsätzlichen Auswahl fettarmer Lebensmittel und Zubereitungsarten etwa 1 Esslöffel Streichfett (Butter oder hochwertige Margarine) und 2 Esslöffel Pflanzenöle zum Kochen und für Salate . . .

Geeignete Kohlehydrate

Vollkornbrot und -getreide, Naturreis, Hülsenfrüchte und Wasser sind Weißbrot, Süßspeisen, Kuchen, Konditoreiwaren oder Limonaden vorzuziehen. Doch Vorsicht: Nicht alles was dunkel ist, muss unbedingt auch Vollkorn bedeuten. Denn häufig werden z.B. Brot und Gebäck mit Malzzucker braun gefärbt. Derartige Produkte unterscheiden sich allerdings nicht von konventionellen. Mehr dazu erfahren Sie unter FAQ Brot und Vollkornbrot.


Einfluss auf Blutzucker

Zucker ist für den Diabetiker heute nicht mehr verboten, sollte jedoch nur maximal zehn Prozent der aufgenommenen Energie ausmachen. Bei einer Kalorienaufnahme von 2.000 kcal/Tag entspricht dies ca. 50 Gramm Zucker.

Hinweis Neuere Studien zeigen, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht von einer Kohlenhydratreduzierung profitieren können. Es sollte hierbei aber zu keiner einseitigen Ernährung kommen, bei der gänzlich auf Kohlenhydrate verzichtet wird.

Der Einfluss kohlenhydrathaltiger Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel hängt aber nicht nur von der Menge und der Art des Kohlenhydrats ab, sondern auch von der Zusammensetzung der Nahrung: Werden die Kohlenhydrate in Kombination mit Ballaststoffen, Protein oder Fett verzehrt, steigt der Blutzuckerspiegel dadurch weniger schnell und stark. Schnell verfügbare Kohlenhydrate sollten also nicht alleine, sondern zusammen mit proteinreichen Lebensmitteln gegessen werden (z.B. Marmelade mit Topfen). Diabetikerinnen und Diabetikern wird eine im Vergleich zu Stoffwechselgesunden leicht erhöhte Aufnahme an Ballaststoffen empfohlen, da diese den Blutzucker günstig beeinflussen (40 Gramm/Tag statt 30 Gramm/Tag).

Diese Kohlenhydratquellen sollten Diabetikerinnen und Diabetiker eher meiden:
  • Zucker und -waren wie Haushaltszucker, Schokolade, Bonbons, Marmelade, Honig etc.
  • Zuckerhaltige Milchprodukte wie Fruchtjoghurt, Topfencremespeisen, Eis etc.
  • Backwaren wie Mehlspeisen, Kekse, Krapfen etc.
  • Getränke wie Limonaden mit Zucker, Fruchtsäfte, Liköre etc.
  • Dörrobst, gezuckertes Dosenobst etc.
Als Orientierung für die Beeinflussung des Blutzuckerspiegels können auch Maßzahlen wie der glykämische Index (GI) bzw. die glykämische Last eines Lebensmittels hilfreich sein.

Weitere Informationen finden Sie unter Glykämischer Index und glykämische Last.

Hinweis Diabetikerinnen und Diabetiker sollten die Menge und die Verteilung der Kohlenhydrate so wählen, dass es zu optimalen Blutzuckerwerten kommt. Dies hängt eng mit der bestehenden Medikation oder Insulintherapie zusammen. Besonders bei Insulintherapie kann die Berechnung der Kohlenhydrate in Broteinheiten eine Unterstützung sein, um optimale und stabile Blutzuckerwerte im Alltag zu erreichen.

Fette und Diabetes

Da Fett der energiereichste Nährstoff ist, sollte die Gesamtfettaufnahme nicht über 35 Prozent der Gesamtenergie liegen. Bei übergewichtigen Diabetikerinnen und Diabetiker kann es hilfreich sein, den Fettanteil auf unter 30 Prozent der Nahrungsenergie zu beschränken. Dies entspricht ungefähr einer Menge von 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag.

Da bei Diabetes ein erhöhtes Risiko einer Arteriosklerose besteht und Begleiterkrankungen wie Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck (metabolisches Syndrom) häufig auftreten, sind Qualität und Herkunft der Fette ganz besonders zu beachten (tierisch oder pflanzlich). Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren verbessern die Insulin-Sensitivität, während sich ein hoher Anteil an gesättigten und trans-Fettsäuren ungünstig auf die Blutfette auswirkt.

Bevorzugen Sie bei Fleisch, Wurst, Käse und Milchprodukten fettarmen Varianten und achten Sie auf die Portionsgrößen. Geben Sie pflanzlichen Ölen wie z.B. Oliven- oder Rapsöl beim Zubereiten der Speisen den Vorzug – diese enthalten für Ihre Gesundheit wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Achten Sie insgesamt auf die Menge von Koch- und Streichfett, da ein Gramm Fett ca. 9 kcal enthält (im Vergleich dazu: ein Gramm Kohlenhydrate und ein Gramm Eiweiß enthalten jeweils ca. 4 kcal).

Omega-3-Fettsäuren, die in fettreichem Fisch wie Lachs, Makrele oder Thunfisch sowie in Rapsöl und Nüssen enthalten sind, bieten auch der Gesundheit der Diabetikerin/des Diabetikers viele Vorteile.

Weitere Informationen finden Sie unter Fette und erhöhte Blutfettwerte und Basis-Info zu Fetten.

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