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Eine jüngere und eine ältere Person halten einander die Hände © peppi18

Soziale Unterstützung

Sich gegenseitig zu unterstützen hilft, mit Problemen besser fertig zu werden – sowie bei der Bewältigung von Krankheiten bzw. der Umsetzung oder Beibehaltung eines gesunden Lebensstils. Soziale Unterstützung stärkt unter anderem Selbstvertrauen und lindert Stress. 

Aber was bedeutet eigentlich „soziale Unterstützung“? Und was kann man tun, wenn man Hilfe braucht, aber dies schwer zum Ausdruck bringen kann? 

Formen der Unterstützung

Soziale Unterstützung spielt sich zwischen zwei oder mehreren Personen ab – mit dem Ziel zu helfen. Diese Unterstützung kann auf mehreren Ebenen erfolgen, beispielsweise durch

  • Emotionale Unterstützung z.B. Zuwendung, Trost, Anerkennung etc.

  • Erledigen von bzw. Hilfe bei Tätigkeiten/Arbeiten,

  • Einholen von Informationen oder Erteilen von Ratschlägen.

Soziale Integration bedeutet, in ein soziales Netzwerk eingebettet zu sein. Das Gegenstück dazu ist die soziale Isolation. Wer kann zum sozialen Netzwerk zählen? Zum Beispiel Partnerin/Partner, Verwandte, Bekannte und Freundinnen/Freunde. Die soziale Einbindung in die Gesellschaft stellt eine gute Voraussetzung für Unterstützung dar.

Nicht jeder gut gemeinte Ratschlag oder jede Hilfestellung „wirkt“ allerdings. Es gibt auch Bemühungen, die scheitern oder eine Situation sogar noch verschlimmern können. Sich aktiv um Hilfe zu bemühen und die Suche nach Unterstützung ist aber eine gute Basis, um auch tatsächlich nicht alleine mit seinen Problemen dazustehen. 

Nicht immer sieht man sofort, dass jemand Hilfe benötigen könnte. Manchmal ist es Menschen auch sehr unangenehm, dass Sie Unterstützung benötigen (z.B. bei Problemen mit Lesen/Schreiben, bei Armut, im Jugendalter etc.). Mit Fingerspitzengefühl kann man versuchen, Kontakt aufzubauen und „Brücken zu bauen“.

Laut Österreichischem Gesundheitsbericht 2016 verfügen mehr als die Hälfte der Österreicherinnen/Österreicher ab 15 Jahren über ein hohes Ausmaß sozialer Unterstützung,  Männer zwischen 15 und 29 Jahren häufiger als Frauen. Ca. neun Prozent schätzen das Ausmaß sozialer Unterstützung für sich eher gering ein. Das Ausmaß von sozialer Unterstützung nimmt ab einem Alter von 60 Jahren deutlich ab.  

Wie es leichter fällt, nach Unterstützung zu fragen

Was tun, wenn man Hilfe braucht, aber dies schwer ausdrücken kann?

Hier ein paar kleine Tipps:

  • Offen Hilfe suchen: Sprechen Sie sich bei einer Person Ihres Vertrauens oder beispielsweise einer Ärztin/einem Arzt aus, dass Sie alleine nicht mehr weiterwissen.

  • Machen Sie Krankheitssymptome für andere bemerkbar: z.B. Schmerzen nicht unterdrücken, sondern darauf aufmerksam machen und professionelle Hilfe suchen.

  • Äußern Sie Ihre Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber helfenden Mitmenschen.

  • Zeigen Sie Bereitschaft, auch aktiv mitzuhelfen. Wenn Ihre Mitmenschen sehen, dass Sie sich Mühe geben, erhöht das auch deren Motivation.

Warum Menschen helfen

Mitleid und Mitgefühl sind starke Motivatoren, um zu helfen. Ebenso wird angenommen, dass die Lebenserfahrung eine wichtige Rolle spielt. Wer selbst schon mit Herausforderungen zu kämpfen hatte, zeigt teilweise mehr Einfühlungsvermögen. Ein offenes Ohr für seine Mitmenschen zu haben – nicht erst dann, wenn sie krank oder verzweifelt sind –, stärkt den zwischenmenschlichen Kontakt und Rückhalt. Dabei ist es wichtig, auch als Helferin/Helfer Kraft zu tanken und gut auf sich zu achten. Nur wer selbst Ressourcen hat, kann helfen.

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