Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Reisfarmer © keantian

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis ist im asiatischen Raum die häufigste Virusinfektion des Gehirns. Die Japanische Enzephalitis wird durch das Japan B-Enzephalitis-Virus ausgelöst. Beim Menschen ruft sie eine oft tödliche Meningoenzephalitis, also eine Entzündung von Gehirnhäuten und Gehirnher hervor. Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Das Virus ist mit dem FSME und Gelbfiebervirus verwandt.

Erreger: Japan-Enzephalitis-Virus

Verbreitung: v.a. in ländlichen Gebieten im Mittleren und Fernen Osten (Indien, China, Vietnam, Burma, Laos, Kambodscha etc.). Die Erkrankung kommt bei Touristen nur äußerst selten vor.

Übertragung: Stechmücken

Inkubationszeit: sechs bis 16 Tage

Beschwerdebild: Entzündung von Gehirnhäuten und Gehirn (Meningoenzephalitis). Die Erkrankung ist mit der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) vergleichbar, der Verlauf ist jedoch meist wesentlich unangenehmer.

  • Milder Verlauf: Die Erkrankung kann ähnlich einem grippalen Infekt, einer Durchfallerkrankung oder einem Infekt der Atemwege ablaufen.
  • Dramatischer Verlauf: Nach zwei bis drei Tage andauernden grippeähnlichen Beschwerden kommt es zu zunehmender Nackensteife, Lichtscheu, Erbre­chen, Bewusstseinsstörungen bis zu Bewusstlosigkeit, Krämpfen, Lähmungen. Die Krankheit verläuft in bis zu 25 Prozent der Fälle tödlich. Wird die Erkrankung überlebt, so ist in einem hohen Prozentsatz (bis zu 50 bis 85 Prozent) mit schweren neurologischen Ausfallserscheinungen als Folgezustand zu rechnen.

Diagnose: wird zuerst klinisch mittels Lumbalpunktion („Kreuzstich“) gestellt, zur Diagnosesicherung werden serologische Methoden (PCR, ELISA, HHT) eingesetzt.

Behandlung: keine spezifische Behandlung möglich. Es kommen lediglich unterstützende und intensivmedizinische Maßnahmen zum Einsatz.

Vorbeugung: Insektenschutz, Schutzimpfung

  

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse