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Kind beim Basteln © kristall

Viertes Lebensjahr bis Schulalter: Spielen, Medien & Co.

Früher spielten Kinder mit Bauklötzen, heute ist auch der Fernseher oder das Tablet ein wichtiges, wenn auch polarisierendes Thema. Kindgerechtes oder gemeinsames Spielen fördert die Entwicklung und vermittelt die Grundzüge von „Teamplaying“. Bis zum Schulalter gilt es, soziale Fähigkeiten und ein gewisses Maß an Selbstständigkeit zu erlernen.

Spiel & Sport als Training und Basis für Teamfähigkeit

Beim Spielen lernen Kinder enorm viel – von Geschicklichkeit bis hin zu Umgang mit verschiedenen Situationen. Auch Wissen lässt sich spielerisch gut aneignen. Kinder können stundenlang spielen – wichtig ist, dass sie nicht nur mit Erwachsenen spielen, sondern auch mit Altersgenossen. Ab dem dritten Lebensjahr können Kinder gemeinsam wie auf einer „Teambasis“ spielen und üben so für später. Mit etwa fünf Jahren können Kinder bereits ohne Stützen Radfahren oder Schwimmen lernen. Auch Eislaufen oder Schifahren bieten sich als sportliche Aktivitäten an.

Fernsehen und neue Medien

Fernsehen und digitale Medien sind aus unserem Zeitalter nicht mehr wegzudenken. Und sehr oft landet eine Spielkonsole zu Weihnachten unter dem Christbaum oder der Fernseher dient als „Babysitter“. Vor dem achten Lebensjahr sollten Kinder allerdings nicht alleine fernsehen. Sie können den Zusammenhang noch nicht vollständig verstehen. Erst um das zwölfte Lebensjahr herum sind Kinder in der Lage, Filme genauso wie Erwachsene zu erfassen. Da der Fernseher aber in unserer Gesellschaft omnipräsent ist und natürlich zum Wunsch führt, sich Sendungen anzusehen, gilt es, einen vernünftigen Umgang mit diesem Medium zu finden. Regeln können dabei helfen. Ein striktes Fernsehverbot bringt nicht viel. Die Neugier bleibt und wird bei der nächstbesten Gelegenheit befriedigt. Eine auf das Alter abgestimmte Sendung oder DVD gemeinsam ansehen und ggf. erklären, kann beiden Seiten viel Freude machen. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten. So geben Geschichten auf CD oder Bücher Kindern die Möglichkeit, ihre Fantasie stärker zu gebrauchen.

Mehr als die Hälfte der Kinder zwischen drei und sechs Jahren war selbst schon einmal im Internet. Spiele, Fotos und Videos ansehen machen vielen Knirpsen in diesem Alter schon Freude. Tablets oder Smartphones der Eltern sind auch allzu verlockend für die Kleinen, die so sein wollen wie die Großen. Daher ist es notwendig, Kindern rechtzeitig die nötige Kompetenz näherzubringen. Der Umgang mit diesen Medien sollte in diesem Alter stets von Erwachsenen begleitet werden und kind- sowie altersgerecht sein.

Nähere Informationen, praktische Tipps und Anlaufstellen finden Sie unter „Generation Internet“ beginnt im Vorschulalter.

Der langsame Weg in die Selbstständigkeit

Das Schulalter naht in Riesenschritten, und bis dahin gilt es noch einiges zu lernen – vor allem eine gewisse Selbstständigkeit und die Aneignung von sozialen Fähigkeiten (z.B. Einfühlsamkeit, Rücksichtnahme, Verhalten in einer Gruppe etc.). Sie können Ihr Kind gut dabei unterstützen, indem Sie seine Selbstständigkeit fördern (z.B. kleinere Tätigkeiten im Haushalt, nach und nach Dinge selbst erledigen) und mit ihm gemeinsam sozialen Umgang üben sowie ihm Kontakt zu anderen Bezugspersonen oder Kindern ermöglichen.

Mit der Zeit entwickeln Kinder auch ein Gewissen und lernen zwischen Gut und Böse sowie Richtig und Falsch zu unterscheiden. Auch die Entscheidungsfähigkeit wächst. Sie können Ihr Kind ermutigen, immer wieder kleinere Entscheidungen selbst zu treffen. Werte werden in der frühen Kindheit von den Eltern bzw. Bezugspersonen übernommen. Bewähren sie sich, werden sie beibehalten. Manieren sind im Leben jedes Menschen wichtig. Wenn Sie Ihrem Kind höfliches Verhalten beibringen, achten Sie darauf, ihm zu erklären, warum das für das Zusammenleben so wichtig ist, damit es leichter verständlich ist. Hat Ihr Kind etwas gut gemacht, scheuen Sie sich nicht, es auch zu loben. Bei der letzten Mutter-Kind-Pass-Untersuchung wird ein Schuleignungstest durchgeführt. So kann sichergestellt werden, ob das Kind schulreif ist bzw. Förderungsbedarf besteht.

Informationen zu ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter, bei denen die Gesundheit und kindliche Entwicklung verfolgt wird sowie Vorsorgemaßnahmen, z.B. Impfungen, stattfinden, finden Sie unter Mutter-Kind-Pass.

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